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Oberhavel Auf dem Hundeschlitten in der Wildnis
Lokales Oberhavel Auf dem Hundeschlitten in der Wildnis
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02:15 09.02.2017
Jeder Reiseteilnehmer fährt seinen Schlitten und hat sein Gespann. Wenn es bergauf geht, muss er runter und schieben Quelle: Scandtrack Touristik GmbH
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Borgsdorf

Ihre Facebook-Seite „Hundeschlitten in Lappland“ hat die meisten Fans. Jedenfalls im MAZ-Wettbewerb des Jahres 2016 der beliebtesten Facebook-Seiten in Oberhavel. Ein hochgeladener Text oder ein Foto erhalten derzeit in 24 Stunden von 1800 Nutzern eine „Gefällt-mir“-Markierung.

Auch im Internet bleibt man auf den beiden Seiten huskytrack und scandtrack wegen der faszinierenden Fotos kleben. Denn diesen Seiten gehören zur Borgsdorfer Firma Scandtrack Touristik GmbH, die im Winter Hundeschlittentouren in Skandinavien und Alaska und im Sommer Kanutouren in diese Länder veranstaltet. Seit Gründung des Unternehmens im Jahre 2001 hat es bereits 80 000 Urlauber in die Natur der nördlichen Länder geschickt.

Dafür machen sie viele Reiselustige in den Norden auf: Nordlicht über einer Huskyfarm in Skandinavien. Quelle: Scandtrack Touristik GmbH

„Unser Kurzurlaub auf der Huskyfarm war herausfordernd und unheimlich bereichernd. Die Winterlandschaft traumhaft schön, die Hunde unglaublich schmusig und gleichzeitig so energiegeladen und kräftig. Die Gruppe war toll, das gemeinsame Anpacken hat super funktioniert“, schreibt Regina K. auf der Internetseite nach einer Hundeschlittenreise im Dezember in Schweden. Ähnliche Berichte sind zu Kanutouren zu lesen. Die nachhaltige Gestaltung der Reisen gehört zum Leitbild der Firma. Mit ihren Outdoor- und Campingreisen verbraucht sie naturgemäß weit weniger Ressourcen als der konventionelle Tourismus. „Wer draußen in der Wildnis über offenem Feuer kocht, Wasser aus dem See trinkt oder auf dem Schlitten über den knirschenden Schnee fährt“, der erlebt Natur hautnah“, sagt Firmenchef Jens Freudenberg. Dieses Bewusstsein sei heute gerade bei jungen Leuten verloren gegangen.

Die Hunde sind sehr schmusig, aber gleichzeitig auch energiegeladen und kraftvoll beim Arbeiten vor dem Schlitten. Quelle: Scandtrack Touristik GmbH

Mit jungen Leuten fing die Firmengeschichte mal an. Jens Freudenberg (47) und seine Frau Sandra (40) hatten ehrenamtlich für einen Verein Ferienfahrten für Jugendliche und Kinder durchgeführt. Weil sie nach der Wende auf deutschen Campingplätzen immer weniger willkommen waren, nahmen sie Kontakt zu Jugendorganisationen in Schweden auf. Ein Bauer verpachtete ihnen ein verwildertes Gut im Wald an. Auf diesem bauten sie ihr erstes Kanucamp auf. Nach sieben Jahren ehrenamtlicher Arbeit entstand damit die Grundlage für ihr eigenes Start-up-Unternehmen. Mit Kanu-Touren im Sommer ging es los. Und weil die Firma mit diesem Saisongeschäft nicht überleben konnte, kamen 2007 die Hundeschlittentouren dazu. 15 000 Kilometer waren Freudenberg und seine Mitarbeiter quer durch Skandinavien gereist und hatten Huskyfarmen besucht und einheimische Partner gefunden. Je nach körperlicher Fitness gibt es Zweistundenausfahrten für Einsteiger oder bis zu 200-Kilometer-Touren am Tag für sportive Urlauber.

Die Kanufahrten finden jedes Jahr von Mai bis Mitte September statt. Das Basis-Kanu-Camp befindet sich in Schweden auf einem ehemaligen Waldbauerngut. Quelle: Scandtrack Touristik GmbH

Der soziale Aspekt ist den Freudenbergs nicht abhanden gekommen. Sie bieten nach wie vor geführte Jugendreisen an und haben eine solche auch schon für zwölf Jugendliche des Borgsdorfer Handballvereins gesponsert.

Dass sich die Firma im Internet gut präsentiert, ist Mitarbeiter Mike Behrendt zu verdanken. Der Computerfachmann ist seit zehn Jahren dabei. Ihm gefällt der Teamgeist der neunköpfigen Truppe.

Von Marion Bergsdorf

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