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Oberhavel Auf dem Weg nach London
Lokales Oberhavel Auf dem Weg nach London
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13:43 11.08.2014
Das historische London –  im Oranienwerk. Quelle: Robert Roeske
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Oranienburg

Der Hof des Oranienwerkes passt perfekt. Alte Fabrikhallen, Werkstätten, Schuppen. Am Sonnabendnachmittag war das Gelände die Kulisse für eine Szene im Jahre 1837. Aus einer der Hallen dringen laute Maschinengeräusche. In einer Ecke liegt Stroh, auf das sich einige Kinder gesetzt haben. Der Waisenjunge Oliver Twist wird auf einem Sklavenmarkt verkauft – und das für wenig Geld, wie der Händler bemerkt: nur sieben Prozent Mehrwertsteuer.

Viele Kinder und Eltern verfolgen das Treiben auf der Bühne. Es ist die Anfangsszene für das diesjährige Sommerlager der freikirchlichen Gemeinden in Oranienburg und Vehlefanz. Eine Woche lang beschäftigen sich 150 Teilnehmer und weitere 100 Helfer und Mitarbeiter mit dem Leben und Leiden von Oliver Twist im 19.Jahrhundert.

Das Camp am Mühlensee in Vehlefanz ist bereits vorbereitet gewesen. Am Wochenende mussten die Kinder und ihre Betreuer aber erst mal dorthin kommen. Die große Wanderung führte vom Oranienwerk nach Germendorf. Auf Draisinen ging es weiter bis Sommerswalde, wo die Reisegruppe im Wald übernachtete. Gestern kamen sie alle in Vehlefanz an.

Am Sonnabendnachmittag hieß es aber erst einmal Abschied nehmen. Überall auf dem Gelände lagen die Reisetaschen der Teilnehmer. Sie sind auf Lkw nach Vehlefanz gefahren worden, für die Wanderung mussten davor aber noch Rucksäcke gepackt werden.

Eine Woche lang beschäftigen sich 150 Teilnehmer und weitere 100 Helfer und Mitarbeiter mit dem Leben und Leiden von Oliver Twist im 19. Jahrhundert. Der Hof des Oranienwerkes war am Samstag die perfekte Kulisse für die Anfangsszene des diesjährigen Sommerlagers der freikirchlichen Gemeinden in Oranienburg und Vehlefanz.

Fabian Quilitz aus Neuruppin ist das erste Mal mit dabei. „Ein Kumpel hat mir erzählt, dass das eine tolle Sache ist“, berichtet er. Auf die bevorstehende Wanderung war er schon gespannt, auch auf die anderen Leute im Sommerlager. „Bis jetzt kenne ich hier niemanden“, erzählte er. Seine Eltern begleiteten ihn ins Oranienwerk. „Wir haben ein sehr gutes Gefühl“, sagte Mandy Quilitz. „Die Leute hier geben sich ja sehr große Mühe, das finde ich beeindruckend. Man staunt über so viel Engagement.“ So sieht das auch ihr Mann Henry. „Man merkt, dass hier ein großer Zusammenhalt herrscht.“

Auch Ruth Keidel beobachtet das muntere Treiben auf dem Oranienwerk-Gelände. Ihre Kinder waren beide schon mehrfach dabei. „Ich liebe diese Atmosphäre“, sagte sie. „Die machen das jedes Jahr krasser.“ Sie lobte die Location und die Liebe zum Detail.

Die Geschichte um Oliver Twist, die die Kinder nun eine Woche lang beschäftigen wird, begann gleich in Oranienburg. Der Sklavenhalter ist sauer auf Oliver, weil er sich seiner Meinung nach nicht im besten Licht präsentiert. Schließlich bietet er ihn für nur zehn Schillinge an.

Die Wanderung der Kinder ist gleichzeitig die Flucht von Oliver Twist nach London und London liegt in diesem Fall am Veh lefanzer Mühlensee. Lena Herrmann (14) aus Velten gehört zum Teenietrainingscamp, also zu den Jugendlichen, die zu künftigen Mitarbeitern ausgebildet werden. „Wir sind eine richtig tolle Truppe“, sagte sie am Sonnabend. So sieht das auch Erik Reinhardt (14) aus Schwante: „Das ist fast besser als ein Familienurlaub.“

Manuel Kain aus dem Sommerlager-Leitungsteam ist mit dem Auftakt zufrieden. Angesichts der Wärme wünschte er sich ein kleines bisschen Regen.

Das Camp in Vehlefanz dauert bis zum kommenden Sonntag. Dann können auch die Eltern zum Mühlensee kommen und schauen, was alles gebaut worden ist. Um 10 Uhr beginnt an diesem Tag der Abschlussgottesdienst im Festzelt.

Von Robert Tiesler

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