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Oberhavel Auf den Brettern, die die Welt bedeuten
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00:17 02.11.2017
Für 17 Vorstellungen war Julia Spang aus Schwante Teil des Chores beim Musical „Der Glöckner von Notre Dame“ im Berliner „Theater des Westens“. Quelle: Privat
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Schwante

Insgesamt 17-mal stand Julia Spang im Berliner „Theater des Westens“ in den letzten Monaten als eine von pro Vorstellung 24 Chorsängern auf der Bühne, wenn beim Disney-Musical die Geschichte vom „Glöckner von Notre Dame“ besungen wurde. „Es war ein Traum“, begeistert sich die 22-Jährige, die seit der siebten Klasse in der Kreismusikschule Oranienburg bei Anne Gerwinat Gesangsunterricht erhält. Am 4. November hebt sich ein letztes Mal der Vorhang für Quasimodo und Esmeralda, bevor das Musical weiter nach München ziehen wird. Doch dann wird Julia nicht mehr dabei sein, denn ihr Hauptberuf ist derzeit ihr Masterstudium, wo sie sich an der Berliner Humboldt-Universität im Fachbereich Psychologie für ihre Masterarbeit dem Aspekt der Persönlichkeitspsychologie widmen wird. Ihr Abitur hatte die Studentin mit der Note 1,1 bestanden und auch ihre Bachelorarbeit im Frühjahr über „Die wahrgenommene Diskriminierung von Christen in Deutschland“ mit sehr gut abgeschlossen.

Bis zur achten Klasse sei ihr Traumberuf aber noch Musicaldarstellerin gewesen, verrät die junge Frau. Danach habe sie überlegt, was noch möglich sei: etwas mit Tieren oder mit Menschen stand zur Wahl. Ein Schulpraktikum im Tierpark gab Klarheit: es sollten die Menschen werden. Es sei ein gutes Gefühl und eine anspruchsvolle Aufgabe, mithilfe der Psychologie Menschen aus ihren Tiefs holen zu können und ihnen zu helfen, ihren Alltag zu meistern, ist die Studentin überzeugt. „Psychologie ist mein Traumstudiengang.“ Im Frühjahr will sie daher ein Erasmus-Semester an der Uni Basel in der Schweiz absolvieren. Sehen, welche anderen psychologischen Ansätze dort bei der klinischen Behandlung von schizophrenen Patienten gewählt werden. „Ich wollte immer schon mal gerne weg und etwas Neues sehen“, lacht Spang, der die Schweiz bereits im Urlaub gefallen hat.

Fehlen werde ihr nur die Musik, die einen großen Teil ihrer Freizeit einnimmt. Neben dem Gesangsunterricht und dem Vokalensemble der Musikschule singt sie auch noch in der Musicalgruppe „Stageink“ in Berlin, wo sie im Februar mit der Rolle der Gerda die Hauptrolle in der „Schneekönigin“ spielen wird. „Musik ist mir enorm wichtig, sie ist eine besondere Mischung aus der Vermittlung von Emotionen, dem Erzählen von Geschichten und sie ist Kunst.“ Daher empfindet die 22-Jährige, die 2013 am Veltener Hedwig-Bollhagen-Gymnasium Abitur gemacht hat, wo sie oft im Duett mit Swingsänger Paul Schmidt auf der Bühne stand, es auch als besonderes Glück, als Laie bei der professionellen Stage-Musicalinszenierung des Glöckners mitgewirkt zu haben. „Ich bin immer noch geflasht. Es ist schließlich nahezu das einzige Musical mit Chor und das einzige, wo Laien mitsingen durften.“ Über ein Video sei sie auf die Produktion aufmerksam geworden und auf das Vorsingen, das sie mit Bravour bestand.

Im Mai stand sie erstmals als zweiter Sopran auf der Bühne des „Theater des Westens“. Wie alle Chorsänger eingehüllt in eine graue Kutte. Mal als Steinfigur der Kathedrale, mal als Teil der Pariser Bevölkerung. „Wir sind die Einzigen, die bei der Show die Bühne nicht verlassen.“ Das Stück sei das anspruchsvollste, was sie je gesungen habe, sagt Julia. „Und es waren definitiv die meisten Menschen, vor denen ich gesungen habe. Gut, dass es dunkel war.“ Schon als Kind habe sie die Disney-Verfilmung des Romans von Victor Hugo geliebt. Doch das Musical sei anders: ernster, tiefsinniger und absolut sehenswert.

Von Ulrike Gawande

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