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Auf der Rumpel-Welle in die Schorfheide

MAZ-Aktion „Schlechte Straßen“ Auf der Rumpel-Welle in die Schorfheide

Die MAZ in Oberhavel ist weiter auf der Suche nach der schlechtesten Straße im Landkreis. Der desaströse Zustand der Landesstraße 215 zwischen Zehdenick und Kurtschlag ärgert Anwohner und Autofahrer, aber die Straßenmeisterei kann nicht viel tun.

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Im Begegnungsfall wird es für Autofahrer auf der L 215 ungemütlich – einer muss in den Rumpelgraben ausweichen.

Quelle: Cindy Lüderitz

Kurtschlag. Es gibt einen neuen Favoriten unter den schlimmsten Straßen im Landkreis: die L 215. Gleich mehrere Leser votierten nach dem jüngsten Aufruf für die leidige Verbindung in die Schorfheide, die wegen Bauarbeiten hinter der Kreisgrenze derzeit Umleitungsstrecke ist. Das Rumpeln und Schütteln beginnt gleich am Abzweig der B 109. Ein Hinweisschild deutet zwar auf Straßenschäden hin – die übertreffen dann vieles von dem, was Autofahrer von anderen Holperpisten gewöhnt sein mögen. Schlitze in der Mitte der Fahrbahn, Löcher auf den Fahrspuren, Wellenstruktur, ausgefahrene Gräben und zwischendurch eine aufgerissene Landkarte aus mehreren Asphaltschichten. Das Dilemma zieht sich auf rund zehn Kilometern durch den Wald.

„Hinsichtlich der Verkehrsgefährdung und Behinderung sowie Schadwirkung an Fahrzeugen und Gebäuden ist diese Straße unübertroffen“, sagt Helmut Schöttler, ehemaliger Ortsvorsteher von Kurtschlag. René Jordan aus Gransee kommentiert das Fahrgefühl mit den Worten: „Da freuen sich die Stoßdämpfer jedes Mal.“ Es sei ausgeschlossen, auf diesem Abschnitt andere Fahrzeuge zu überholen, da der Randbereich ein lebensgefährliches Risiko darstelle. Im Begegnungsverkehr mit Lkw müssten Autofahrer anhalten, da der Straßenrand neben der welligen Struktur über extreme Vertiefungen verfügt, schildert Schöttler.

Michael Fähnrich, Leiter der Straßenmeisterei Altlüdersdorf, kann den Unmut nachvollziehen. Regelmäßig würde ein Anwohner ihn wegen der Straße kontaktieren und er weiß von seinen Kollegen, die dort den Winterdienst fahren, dass sie froh sind, wenn sie auf der Strecke nicht aus der Kabine fallen. Fähnrich sagt, er würde gerne mehr machen. Aber sein Budget sei auf ein Minimum reduziert worden, so dass für Reparaturmaßnahmen wenig übrig bleibt. Mit dem Status im „Grünen Netz“ liege die Landesstraße letztlich im Nirwana. Wie auch die L 214 wurde die L 215 als nachrangige Straße eingestuft. „An einen Ausbau ist da lange nicht zu denken“, sagt Fähnrich. Er wolle in diesem Jahr noch eine Notmaßnahme anschieben – allerdings nur auf einem Abschnitt. Seit der Wende sei an der Straße nur das Nötigste gemacht worden. Das kann Helmut Schöttler bestätigen und ärgert sich über die Hinhaltetaktik. Ein Vergleich zu den Nachbarkreisen Uckermark und Barnim zeige, dass es auch anders gehen könne. So sei die Straße von Grunewald nach Kurtschlag ausgebaut worden und ein Verbindungsweg zwischen Storkow und Vietmansdorf wurde mit Asphalt ausgestattet. Die Straße von Groß Schönebeck nach Eichhorst wurde kürzlich ebenfalls neu gebaut. Für Schöttler belegen diese Beispiele, „dass wir im Norden von Oberhavel benachteiligt werden.“

Von Cindy Lüderitz

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