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Auf die richtigen Fragen kommt es an

MAZ-Schulreporter-Projekt startet in Sachsenhausen Auf die richtigen Fragen kommt es an

Vier Wochen lang wird die MAZ jeden Tag kostenlos an die teilnehmenden Schulen geliefert. Während dieser Zeit werden sich die Schüler in verschiedenen Unterrichtsfächern mit der Zeitung beschäftigen. Zum Auftakt stellt sich MAZ-Reporter Marcel Jarjour den Fragen einer fünften Klasse in einer Sachsenhausener Grundschule.

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Zeitungswürmer in Sachsenhausen: die fünfte Klasse der Grundschule freut sich auf das Schulreporter-Projekt mit der MAZ.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. 45 Minuten können ganz lang sein oder aber auch wie im Flug vergehen. Es kommt immer auf die Sichtweise des Betrachters an. Die Kinder der fünften Klasse der Sachsenhausener Grundschule gehören wohl zur zweiten Kategorie. Eine Schulstunde lang stellten sie Fragen, Fragen und Fragen. Die fünfte Klasse der Grundschule nimmt, wie 70 andere Klassen aus ganz Oberhavel, am MAZ-Schulreporter-Projekt teil. Vier Wochen lang bekommen sie die Zeitung in die Schule, werten sie aus, werden mit dem gedruckten Wort und dem Journalismus vertraut gemacht.

Den Auftakt bildete der Besuch in der Schule. Ich stellte mich den Fragen der Schüler, die bestens vorbereitet sind. Wie kommt der Artikel zustande? Sind alle Texte in der Zeitung selber geschrieben? Wie ist ein Tagesablauf in der Redaktion? Gibt es einen geregelten Feierabend? Nein, alle Texte sind nicht selber geschrieben, auch die MAZ setzt in einigen Bereichen auf die Berichterstattung von Nachrichtenagenturen. So berichtet der Korrespondent über die Beisetzung von Nelson Mandela und der Japan-Mann über die Reaktorkatastrophe in Fukushima. Wir können ja nicht überall in der Weltgeschichte herumturnen (leider).

Was lest ihr am liebsten in eurer Zeitung?

„Ich lese sehr gerne den Sportteil, vor allen Dingen Handball. Aber auch ab und zu mal den Oranienburger Lokalteil. Es kommt da aber immer drauf an. Wie sieht die Überschrift aus und ob auch mich das Bild des Artikels anspricht. “
Konrad Robe, 10 , Sachsenhausen

„Den Polizeibericht lese ich gerne und im Sport Berichte über Boxen und Fußball natürlich. Den Lokalteil nehme ich mir auch manchmal vor. Eigentlich lese ich auch nur die spannenden Seiten. Dort muss das Bild ein Hingucker sein.“
Lukas Walloch, 11, Sachsenhausen

„Ich finde, es sollte mehr Polizeiberichte geben, denn die lese ich am liebsten. Danach kommt der Sportteil. Aber da ist mir manchmal zu viel Fußball drin. Ich bin da für mehr Randsportarten, zum Beispiel für Berichte vom Handball.“
Bettina Woike, 11, Sachsenhausen

„Ich blättere die Zeitung durch und schaue, wie die Überschriften sind. Meistens überfliege ich die Texte, den Sport- und den Politikteil lese ich gerne. Und die Werbung lese ich auch, wann neues Spielzeug oder Süßigkeiten rauskommen.“
Gina Rodewald, 11, Sachsenhausen

„Mich interessiert eigentlich alles, aber am liebsten lese ich auch den Sportteil. Ich finde, es könnte dort aber mehr über den Jugendhandball stehen. Ich lese gerne querbeet und bleibe dort hängen, was mich anspricht.“
Monique Fritsch, 11, Sachsenhausen

„Ich finde die Berichte aller sehr ausführlich und gut. Am liebsten lese ich die Berichte aus der Lokalredaktion, aber auch aus dem Sport. Wichtig ist,  dass mich der Artikel anspricht und auch aktuell ist. Und die Überschrift.“
Simon Rinne,11, Lehnitz

Einen geregelten Feierabend gibt es ebenso wenig wie einen geregelten Tagesablauf. Morgens in der Konferenz werden die Themen gesetzt, manchmal auch hitzig diskutiert. Dann die Geschichte herangestrickt, Gesprächspartner werden angerufen oder getroffen, und im besten Falle steht die Geschichte einige Stunden später. Natürlich gibt es auch Beiträge, die eine längere Zeit in Anspruch nehmen oder schwieriger zu recherchieren sind. Die Augen bei den Kindern werden dabei immer größer und ich glaube, sie haben richtiges Interesse am Journalistenberuf.
Sie melden sich der Reihe nach, einige haben mehrere Fragen, typisch für Journalisten und Reporter eben. „Wenn die Zeitung in Potsdam gedruckt wird, wie kommt sie dann nach Oranienburg in den Briefkasten?“, fragt Emy. Alle Zeitungen der MAZ werden im Druckzentrum in Potsdam gedruckt und werden dann quer durch das Land zur Leserschaft rausgebracht. Und das ganz klassisch, mit dem Auto oder demTransporter.

Auch für mich sind die 45 Minuten schnell rum. Die Glocke klingelt, und einige Schüler haben noch Nachfragen und tummeln sich vorne an der Tafel. So wie richtige Journalisten eben. Wie man gute Fragen stellt, haben sie schon gelernt.

Von Marcel Jarjour

MAZ-Schulreporter stellt die Grundschule Borgsdorf vor

Am Donnerstag, 24.August 1991, begann die Geschichte der neuen Grundschule in Borgsdorf mit einer großen Schulversammlung auf dem Schulhof. Vieles war neu, vieles war geblieben, aber es herrschte irgendwie Aufbruchstimmung.

Viel Arbeit, Stress und Hektik gingen einem planmäßigen Anfang voraus. Bei der Verteilung der Gebäude für die neuen Schulen (Real- und Grundschule) am Ende des Schuljahres 1990/91 war die Aufteilung nicht genügend bedacht worden. Es wurde notwendig, dass in der Vorbereitungswoche ein kompletter Umzug von einem Schulgebäude ins andere vorgenommen werden musste. Aber am Sonnabend, 24. August 1991, wurden die beiden ersten Klassen eingeschult und der Unterricht begann planmäßig am Montag, 24.August. Damals waren es 12Klassen von der 1. bis zur 6.Klasse. Susanne Rudolph war die erste Schulleiterin, die bis zum Jahre 1997 die Schule leitete, zwölf Kollegen waren an ihrer Seite. Nachdem sie in den Ruhestand gegangen war, übernahm ich die Leitung der Borgsdorfer Grundschule. In einer freundlichen und anregenden Lernumgebung wollen wir hier den Bedürfnissen aller Kinder gerecht werden und sie sowohl auf die Übergänge an die Oberschulen, als auch auf das Leben allgemein vorbereiten.

Die Grundschule in Borgsdorf.

Quelle: Enrico Kugler

An unserer Schule lernen die Kinder in relativ kleinen Klassen. Neben der Vermittlung vorgegebener Sachinhalte legen wir viel Wert auf ein friedliches Miteinander aller Kinder (Regeln vereinbaren und einhalten). Wir stärken die personale Kompetenz der Kinder (Selbstachtung, Selbsteinschätzung, Portfolioarbeit), und auch die Erziehung zur Selbstständigkeit wird bei uns groß geschrieben (Lernen in offenen Unterrichtsformen, Projekttagen und Projektwochen). Wer fleißig arbeitet, soll auch mal feiern, daher findet an unserer Schule am Freitag vor dem 1. Advent ein großes stimmungsvolles Adventsbasteln statt und im Sommer feiern wir ein großes Hoffest. Mit insgesamt 43 Schülern ist die Grundschule beim MAZ-Schulreporter vertreten.

Sibyll Pelka-Maywald, Schulleiterin

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