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Ich bin altmodisch

Auf ein Wort von Klaus D.Grote Ich bin altmodisch

Auf ein Wort - Die MAZ über Interessantes, Kurioses, Witziges aus dem Alltag. Heute: Klaus D. Grote über die virtuelle Realität, Apps, Messages, den Vorteil kein Smartphone zu besitzen und die beängstigenden Möglichkeiten der digitalen Welt.

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Quelle: dpa

Neulich las ich in der gedruckten Zeitung über den amerikanischen Computerwissenschaftler und Internetpionier Jaron Lanier. Er ist der Erfinder des ersten Computerspiels, des ersten Avatars und des Begriffs der „virtuellen Realität“. Mit 15 Jahren verließ Lanier die High School ohne Abschluss und fand sich 2010 in der Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt wieder. Inzwischen beschäftigt er sich mit den beängstigenden Möglichkeiten in der schönen neuen digitalen Welt. „Wem gehört die Zukunft?“, heißt sein neuestes Buch. Im Untertitel steht: „Du bist nicht der Kunde der Internetkonzerne. Du bist ihr Produkt.“ Als ich das gelesen hatte und darüber nachdachte, blickte ich auf und sah um mich herum nur Menschen, die mit gesenktem Kopf pausenlos auf ihre Smartphones starrten. Sie waren es: Die Produkte der Konzerne, die ihre Messages lesen, Apps nutzen oder Games spielen mussten. Sie waren eins mit der digitalen und fern der realen Welt. Und plötzlich war ich wieder ganz froh darüber, noch immer kein Smartphone zu besitzen.

Von Klaus D. Grote

Klaus.Grote@MAZ-online.de

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