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Kevin ist kein Name

Auf ein Wort von Frauke Herweg Kevin ist kein Name

Auf ein Wort - Die MAZ über Interessantes, Kurioses, Witziges aus dem Alltag. Heute: Frauke Herweg über die Möglichkeiten der richtigen und der falschen Namensgebung: Die Kevins und Chantals dieser Welt haben es nicht leicht.

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Quelle: dpa

Sophie und Alexander hatten Glück. Ihre Eltern wählten für sie einen Vornamen, der bei Lehrern positive Assoziationen hervorruft. Eine Studie hat gezeigt, dass Schüler mit den Namen Sophie, Charlotte oder Alexander für prinzipiell leistungsstark gehalten werden. Kevin oder Chantal dagegen haben Pech. Ihnen trauen Lehrer weniger zu. Allein wegen ihres Namens werden sie leicht als verhaltensauffällig eingestuft. „Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose“, soll ein Pädagoge gesagt haben. Doch nicht nur Lehrer, wir alle pflegen Vorurteile, wenn wir bestimmte Namen hören. Eine andere Studie ergab, dass die Menschen mit nobel klingenden Namen wie Fürst, Baron oder Graf im gehobenen Management überdurchschnittlich häufig vertreten sind. Wer Koch oder Bauer heißt, schafft es dagegen schwerer nach oben. Was also tun, wenn man Kevin Koch heißt? Vielleicht mal wieder das wunderbare Kevin-Lied des Duos Pigor & Eichhorn hören. Irgendwann, so fanden die beiden raus, wird der erste Bundeskanzler Kevin heißen. Es gibt so viele Kevins.

Von Frauke Herweg

Frauke.Herweg@MAZ-online.de

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