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Auf vier Hufen bis zur Ostsee

Hohenbruch Auf vier Hufen bis zur Ostsee

Stefanie Weber absolvierte auf zwei Islandponys einen Wanderritt über 242 Kilometer vom Kremmener Ortsteil Hohenbruch bis zur Ostsee. Wer sich für das Wanderreiten interessiert, aber sich nicht traut, so eine Tour alleine anzugehen, dem bietet Weber Unterstützung an und lädt auch dazu ein, mit ihr gemeinsam einen Wanderritt durchzuführen.

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Stefanie Weber mit Ida (l.) und Bjartur bei Nechlin.

Quelle: Stefanie Weber

Hohenbruch. 242 Kilometer ist Stefanie Weber gewandert _ auf vier Hufen, immer stets im Wechsel auf einem ihrer beiden Islandpferde. Die passionierte Wanderreiterin besitzt die Islandpferde Bjartur („der Helle“) und Ida („die Quirlige“), die auf dem Ruppiner Hof im Kremmener Ortsteil Hohenbruch leben.

Ab sofort ist Stefanie Weber die Koordinatorin des Oberhaveler Tölter-Vereins für die Disziplin des Wanderreitens. Dafür haben sich die Mitglieder des Vereins auf ihrer jüngsten Jahreshauptversammlung ausgesprochen. Beim Wanderreiten muss gemäß Dachverband IPZV eine Tagesdistanz von mindestens 20 Kilometern zurückgelegt werden. Ob im Sattel oder führend neben dem Pferde, ob flott oder gemächlich, das spielt dabei keine Rolle. Nach ihrem 242-Kilometer-Ritt von Hohenbruch bis an die Ostsee zum Stettiner Haff beschreibt Stefanie Weber das Besondere an dieser Reitdisziplin: „Mich reizt, dass es ein vorher festgelegtes Ziel gibt. Ich reite also nicht einfach nur auf ausgetretenen Pfaden meine Runde, sondern begebe mich ins Abenteuer, um für mich neue Wege zu entdecken und irgendwie, sei es auch auf Umwegen, am Ende heil anzukommen. Das Pferd ist Partner und Transportmittel zugleich.“ Weber möchte Interessenten an diesem Sport, die nicht so recht wissen, wie sie es angehen sollen, als Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen.

Im Oberhavel Tölter-Verein sind derzeit 33 Mitglieder organisiert, die Islandpferde besitzen oder sich für diese Pferderasse begeistern. Diese Pferde bieten zwei zusätzliche Gangarten an, den Tölt und den Rennpass. Der Tölt ist ein Viertakt, der im Unterschied zu Trab und Galopp keine Schwebephase hat. Der Reiter sitzt fast erschütterungslos auf einem locker schwingenden Rücken. Ideal übrigens bei Rückenproblemen, berichtet Weber.

Die 37-jährige Lehrerin absolvierte ihren langen Ritt zur Ostsee in der Zeit vom 27. Juli bis zum 6. August. Es war ihr erster Langstreckenausflug, den sie mit ihren beiden Islandponys unternommen hat. „Ich habe mir damit einen Kindheitstraum erfüllt“, sagt sie begeistert. Sie ritt täglich ein Pferd auf einer Distanz zwischen 16 und 30 Kilometern. Das andere Pferd führte sie nebenher, dieses trug stets das Gepäck. Bereits ab Februar dieses Jahres hatte sie die Tour geplant, Wanderreitstationen angerufen und Quartiere für sich und ihre Pferde gebucht. Das sei völlig unkompliziert gewesen, schwärmt sie und fügt hinzu: „Es ist schön, in Brandenburg zu reiten, durch große Wälder hindurch. Ich war kaum an Straßen unterwegs.“

Stefanie Weber will interessierte Wanderreiter gerne auf Touren mitnehmen oder sie beraten. Denn die Tiere müssten dafür trainiert werden und in der Fremde die Angst vor Neuem verlieren.

Kontakt: wanderreiten@oberhaveltoelter.de

Von Marion Bergsdorf

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