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Aufbauhilfe in Südafrika

Oranienburg Aufbauhilfe in Südafrika

Seit 2000 leisten Maria und Holger Ziessler im südlichen Afrika humanitäre Unterstützung in der Hilfsorganisation „Mercy Air“ im südlichen Afrika. Die Flugzeuge der Organisation fliegen dorthin, wo sonst niemand hinkommt. In den vergangenen Tagen waren sie auf Heimatbesuch in Deutschland und schauten auch in Oranienburg vorbei.

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An alter Wirkungsstätte: Maria (l.) und Holger Ziessler schauten am Sonnabend im Christlichen Jugendzentrum Oranienburg vorbei.

Quelle: Foto: Nadine Bieneck

Oranienburg. Die Wiedersehensfreude im Christlichen Jugendzentrum Oranienburg (CJO) war groß: Seit 17 Jahren arbeiten Holger und Maria Ziessler für die Hilfsorganisation Mercy Air in Südafrika. Nach wie vor pflegt das Ehepaar, welches 1993 bis 1997 die Jugend-WG des CJO als Herbergseltern betreute, jedoch noch engen Kontakt nach Oranienburg. „Wir haben hier noch viele Freunde. Das CJO unterstützt zudem unsere Missionsarbeit in Südafrika seit vielen Jahren“, erzählt Holger Ziessler. Neben dem gemeinsamen Zusammensein und Austausch berichtete das Ehepaar den Gästen im CJO im Rahmen einer Informationsveranstaltung über seine humanitäre Arbeit.

Auch etliche der ehemaligen Ziessler-WG-Schützlinge schauten am Sonnabend im CJO vorbei. „Einige von ihnen kenne ich, da liefen sie noch mit der Trommel um den Weihnachtsbaum“, freute sich Holger Ziessler über viele bekannte Gesichter. „Inzwischen sind sie erwachsene Männer und Frauen, Wahnsinn.“ Zahlreich waren die Besucher gekommen, um dem Vortrag des Ehepaars zu lauschen. Seit 2000 steht Holger Ziessler in Diensten von Mercy Air. Die unabhängige, christlich-humanitäre Institution leistet im südlichen Afrika Unterstützung durch Lufttransporte dorthin, wo sonst keine Hilfe mehr ankommt. „Wir fliegen Menschen und Hilfsgüter an Orte, zu denen keine Straßen führen oder die Straßen und Wege zerstört und schwer zugänglich sind“, berichtet der gebürtige Dresdner.

Maria Ziessler betreut in Südafrika ehrenamtlich Waisen- und Straßenkinder

Maria Ziessler betreut in Südafrika ehrenamtlich Waisen- und Straßenkinder.

Quelle: Privat

Lange hatte in ihm der Wunsch geruht, mit seinem erlernten Beruf als Flugzeugmechaniker im humanitären Bereich für eine christliche Organisation tätig zu werden und sein Wissen für Hilfsbedürftige einzusetzen , so der vierfache Familienvater über seine Beweggründe, den Lebensmittelpunkt der Familie nach Südafrika zu verlegen. Zur Jahrtausendwende habe sich die Möglichkeit ergeben, für Mercy Air tätig zu werden. Seitdem lebt die Familie 350 Kilometer östlich von Johannesburg in White River.

Die beiden erstgeborenen Söhne sind inzwischen zurück nach Deutschland gekehrt. Die 24- und 26-Jährigen studieren in der alten Heimat. Gemeinsam mit den neun- und elfjährigen Töchtern hat Ehepaar Ziessler seine Heimat in Südafrika gefunden. „Wir fühlen uns dort zu Hause“, berichtet Maria Ziessler. Alle zwei bis drei Jahre reist die Familie für einige Wochen nach Deutschland, um Familie und Freunde zu treffen. Gleichzeitig „freuen wir uns aber auch jedes Mal, wenn es zurück nach Afrika geht. Dort gehören wir hin und werden gebraucht.“ Während ihr Mann als Chefmechaniker die Flugzeugflotte der Hilfsorganisation wartet, engagiert sich Maria Ziessler ehrenamtlich unter anderem in der Betreuung von Waisen- und Straßenkindern. Bis 2020 läuft der aktuelle Arbeitsauftrag von Holger Ziessler. „Solange wir dort gebraucht werden, bleiben wir“, sagt das Ehepaar. „Wir fühlen uns dort angekommen.“

Mercy Air fliegt dorthin, so sonst niemand hinkommt – in schwer zugängliche Gebiete

Mercy Air fliegt dorthin, so sonst niemand hinkommt – in schwer zugängliche Gebiete.

Quelle: Privat

Von Nadine Bieneck

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