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Auflösung misslingt erneut

Kulturverein Schildow Auflösung misslingt erneut

Ein gültiger Beschluss über die Zukunft des Kulturvereins Schildow ist einmal mehr gescheitert. Nachdem bereits die Vorstandswahl mangels Freiwilliger ergebnislos verlief, wurde nun auch die erforderliche Zweidrittelmehrheit für einen Auflösungsbeschluss verfehlt. Der amtierende Vorstand trifft sich nun zu einer Krisensitzung.

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Gerhard Peter möchte den Kulturverein nach der gescheiterten Neuwahl persönlich abwickeln.

Quelle: Helge Treichel

Schildow. Die angestrebte Auflösung des Kulturvereins Schildow ist gescheitert – an einer einzigen Stimme. Bei einer schriftlichen und geheimen Mitgliederbefragung hatten lediglich 73 Prozent der Mitglieder für diesen Schritt gestimmt. 75 Prozent hätten es sein müssen, sagt der letzte regulär gewählte Vereinsvorsitzende Gerhard Peter. Ein Nachfolger sowie ein Vorstand konnten in vorangegangenen Mitgliederversammlungen nicht gewählt werden, da sich nicht genügend Freiwillige gefunden hatten. Deshalb soll der renommierte Verein, der im Jahr 2002 gegründet worden war, aufgelöst werden. Die Arbeit der sechs Zirkel soll allerdings fortgeführt werden.

Wieder in der Zwickmühle

Mehr als drei Viertel der 49 Mitglieder hatten an der Abstimmung per Brief teilgenommen. Doch zum Erstaunen des amtierenden Vorstandes hatten zehn von ihnen gegen die Auflösung gestimmt, sodass die satzungsmäßig geforderte Zweidrittelmehrheit erneut verpasst wurde. Überdies waren beim Neuruppiner Amtsgericht Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Verfahrensweise geäußert worden, sehr zum Ärger von Gerhard Peter. Denn eine Lösung sei nicht offeriert worden.

Wer darf den Kulturverein beerben?

Am kommenden Dienstag wolle sich der amtierende Vorstand treffen, um die möglichen Optionen abzuwägen. Die bestehen nach Ansicht des 84-Jährigen darin, Mitglieder zum Austritt aufzufordern oder eine Satzungsänderung herbeizuführen, sodass eine einfache Mehrheit für den Auflösungsbeschluss ausreicht. Sein Ziel sei es, so Gründungsmitglied Gerhard Peter, den Kulturverein nach Ablauf der einjährigen Übergangszeit persönlich zu „beerdigen“. Am Ende sei noch darüber zu befinden, wer das materielle Erbe des Vereins erhält, darunter ein Klavier.

Von Helge Treichel

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