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Aufräumarbeiten auf dem Partygelände

Nach dem abgebrochenen Techno-Event in Flatow Aufräumarbeiten auf dem Partygelände

Am Dienstagmittag herrschte auf dem Feld zwischen dem Flatower Karolinenhof und den Dörfern Kuhhorst und Ebereschenhof immer noch reges Treiben. Am Sonnabend musste eine dort stattfindende Technoparty abgebrochen werden. Die Veranstalterin ist frustriert: Ohne die Drogenfälle hätte es vermutlich weitergehen können.

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Reste der Party vom Wochenende.

Quelle: Robert Tiesler

Flatow. Sie ist frustriert und geknickt. Ronja Angermann war am Dienstagmittag mit vielen Helfern damit beschäftigt, die Reste ihrer großen Technoparty zu beseitigen. „Das ist scheiße gelaufen“, sagt sie. Am Sonnabend musste die Party abgebrochen werden. Sie war nicht angemeldet gewesen, aber das eigentliche Problem war ein anderes.

„Die Stimmung war total schön“, erzählte die 23-jährige Veranstalterin. „Auch in den Pausen, wo keine Musik lief, saßen die Leute hier und spielten Gitarre.“ Etwa 700 Leute waren auf dem Feld zu Gast. Es liegt etwa 500 Meter entfernt vom Flatower Karolinenhof und unweit der Dörfer Kuhhorst und Eberschenhof.

In diesem Zelt war eine Getränkebar

In diesem Zelt war eine Getränkebar. Dienstag liefen die Abbauarbeiten.

Quelle: Robert Tiesler

Es seien viele Vorkehrungen getroffen worden. Der Lärmschutz sei ein Thema und der Brandschutz optimal gewesen, mehrere Johanniter waren permanent vor Ort. „Wir haben alle Auflagen erfüllt“, so die Veranstalterin der Party. Die Sanitäter mussten am Sonnabend jedoch aktiv werden. Vier Fälle von Drogenmissbrauch habe es gegeben. Die Party war vorbei, „nur weil andere meinen, Fremden was ins Getränk kippen zu müssen“, so Ronja Angermann verärgert. „Das ist richtig asozial. Fünf von 700 Leuten haben sich mies benommen, alle anderen müssen es ausbaden.“ Die vier Betroffenen konnten das Krankenhaus schon wieder verlassen.

Die Polizei war dann aber daraufhin vor Ort, ebenso Kremmens Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse und weitere Vertreter der Stadtverwaltung. Hätte es die Drogenfälle bei der Party nicht gegeben – es hätte noch eine Chance bestanden, dass sie im Nachhinein genehmigt worden wäre. So sagte es später auch der Bürgermeister.

Es scheint gemütlich gewesen zu sein

Es scheint gemütlich gewesen zu sein...

Quelle: Robert Tiesler

„Ohne die Drogen wäre das alles nicht aufgefallen“, sagte Gela Angermann, die Mutter von Ronja und Besitzerin des Karolinenhofes. Lärmbeschwerden habe es keine gegeben. „Wir haben nichts gehört“, so Flatows Ortsvorsteher Gert Dietrich am Dienstag. „Im Gegensatz zur Party neulich in Grünefeld.“

Die Feier war keine öffentliche Party. Dabei sein konnte nur, wer eine bestimmte Internetseite anklickte und das Passwort wusste. Das Gelände ist zudem abgesperrt und kontrolliert worden. Eintritt musste nicht gezahlt werden, die Gäste konnten spenden.

Brandschutz war ganz wichtig

Brandschutz war ganz wichtig.

Quelle: Robert Tiesler

Zum fünften Mal fand die Party statt, aber noch nie war sie so groß. Es handelt sich wohl um vier Freunde, die das gemeinsam organisieren. Die wiederum haben einen großen Freundeskreis, die bei der Organisation und beim Aufbau helfen. So kämen dann schnell 700 Leute zusammen – obwohl es immer noch eine Privatfeier ist. Im ersten Jahr seien 150 Leute gekommen.

Warum sie nicht angemeldet worden ist, bleibt unklar. Ronja Angermann sagte, man habe ihr vergangenes Jahr gesagt, das sei nicht nötig gewesen. Auch sei die Anmeldung teuer. Bert Lehmann vom Ordnungsamt in Kremmen sagte am Dienstag, die Party sei sicherlich genehmigt worden und bezahlbar gewesen. „Natürlich gibt es aber Auflagen, so Lehmann weiter. Umwelt, Natur und Tierwelt spielen eine Rolle. Weniger die Menschen – so viele leben in dem Gebiet nicht.

Zwei Wochen lang dauerten die Vorbereitungen für die Party, ein paar Zelte standen am Dienstag noch. Auch die Bar war noch zu sehen, dazu einige Bänke und viele Bierkästen. Der Abbau geht weiter.

Von Robert Tiesler

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