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Oberhavel Aufs Islandpferd gekommen
Lokales Oberhavel Aufs Islandpferd gekommen
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00:17 23.03.2017
Isländer sind zu ihrer passion geworden: Sabine Hoff. Quelle: UG
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Hohenbruch

Wenn auf dem Schleuner Hof die Hestadagar, aus dem isländischen für Pferdetage, stattfinden, versammeln sich unzählige Reiter, Halter und Freunde von Islandpferden in Hohenbruch. „2016 hatten wir 222 Starter“ verrät Hofbesitzerin Sabine Hoff, die gemeinsam mit Tochter Sandra seit dem 9. September 1999 die mittlerweile 14 Hektar große, überaus gepflegte Anlage in Johannisthal betreibt.

Mutter und Tochter Hoff unterwegs auf Isländern. Quelle: privat

„Hier war vorher nichts“, so die gebürtige Oranienburgerin, die erst vor 20 Jahren erstmals auf einem Islandpferd saß. „Meine Tochter – damals zehn Jahre alt und meine Nichte wollten unbedingt reiten. Also machten wir Ferien auf einem Islandpferdehof.“ Ferien mit lebenslaufprägenden Folgen, denn beide – Mutter und Tochter – infizierten sich mit dem Liebhabervirus für Isländer. „Wir haben auch andere Pferde ausprobiert, um nichts zu verpassen: Norweger, Western- und Dressurpferde. Aber Isländer sind anders, ausgeglichener. Und ohne Tölt ging es nicht“, sind beide überzeugt. Und strahlen glücklich.

Isländer beherrschen eine vierte Gangart, den Tölt. Quelle: privat

Tölt ist die unverwechselbare sogenannte vierte Gangart, die von den meisten Islandpferden erblich bedingt beherrscht wird. Es ist ein Gangart ohne Schwebephase, bei der das Pferd abwechselnd ein oder zwei Hufe auf dem Boden hat, was dem Reiter ein nahezu erschütterungsfreies und bequemes Reitvergnügen über lange Strecken ermöglicht. Zusätzlich ist vielen Isländern auch der Rennpass zu eigen, der jedoch nur über kurze Strecken und nur von erfahrenen Reitern geritten werden sollte.

Isländer sind robuste und ausgeglichene Pferde. Quelle: UG

Und so kam bei der jungen Sandra Hoff irgendwann der Wunsch nach einem eigenen Pferd. Ein zweites kam hinzu. Paddock und Wiesen waren vorhanden. „Irgendwann sagte mein Mann, wenn du für deine eigenen Pferde aufstehst, kannst du das auch für andere machen.“ Die Idee für den Schleuener Hof war geboren. Heute nennt die Familie 15 Isländer ihr eigen. 30 weitere kommen von Einstellern hinzu, die auf dem Hof liebevoll umsorgt werden. Pferde und Halter.

Die Kaffeebecher der Hohenbrucher Reiter. Quelle: Ulrike Gawande

So hat jeder Halter seinen eigenen Kaffeebecher an der Wand hängen, im großzügigen Aufenthaltsraum sorgt ein Kaminofen für knisternde Wohlfühlwärme. „Das Miteinander und das Drumherum muss stimmen, damit sich unsere Reiter hier wohlfühlen“, betont die 50-jährige Sabine Hoff, die in der Ortslage wohnt, ihren Anspruch. Gemeinsam werden am Islandhaus Osterfeuer und Grillabende gefeiert.

Das Islandhaus auf dem Schleuener Hof. Quelle: UG

Um auch fachlich fit zu sein – sie ist eigentlich gelernte Polsterin –, bildete sie sich weiter, absolvierte eine Ausbildung zum Pferdewirt und schloss diverse Trainer-Kurse ab. Gleiches machte Tochter Sandra. Die 31-Jährige ist ebenfalls Pferdewirtin mit Meisterprüfung für Zucht und Haltung, und besitzt den IPZV-Trainerschein B. So freut sie sich, dass Ende August auf dem Hof die Isländer-Landesverbandsmeisterschaften Berlin/ Brandenburg ausgetragen werden.

Der Schleuener Hof ist mit Reithalle und Turnierplatz großzügig und gepflegt angelegt. Quelle: UG

„Ich bin mit Herz und Seele dabei, egal wie das Wetter ist. Die Pferde verzaubern einen“, begeistert sich Sandra Hoff, die ebenso wie ihre Mutter Turniere reitet, aber auch unterrichtet. „Isländer sind zu unserer Passion geworden.“

Von Ulrike Gawande

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