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Oberhavel Aus Liebe zum Holz
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00:17 16.02.2017
Stella Hanetzok arbeitet am liebsten praktisch. Doch ihr Tätigkeitsfeld im elterlichen Betrieb mit insgesamt 14 Mitarbeitern umfasst auch viel Büroarbeit. Quelle: Enrico Kugler
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Velten

Eigentlich sei das Tischlerwesen nicht ihr Traumberuf gewesen, erzählt Stella Hanetzok aus Velten, deren Eltern seit 1990 eine Tischlerei, seit 1995 in Kombination mit einem Küchenhaus, in Velten betreiben. Doch als das Abitur am Hedwig-Bollhagen-Gymnasium näher rückte, besuchte sie einen Tag der offenen Tür in der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde und war begeistert. „Ein Mädchen erklärte mir im Juni den Studiengang und im September begann ich mit dem Studium“, erinnert sich Stella Hanetzok.

Sie entschied sich für die duale Version, so dass sie heute sowohl ausgebildete Tischlerin ist, als auch einen Bachelor of Science in Holztechnik, spezialisiert auf den Bereich Möbelbau, besitzt. Zur Auswahl hätten auch Holzbiologie mit einem Tätigkeitsfeld in der Forschung, und Holzbau gestanden. „Man hätte auch nur studieren können, aber ich wollte selber etwas bauen. Die Basis ist wichtig.“ Besonders für die spätere Berufstätigkeit sei die Praxis unerlässlich. „Arbeiten lernt man nicht im Studium“, erklärt die Veltenerin, ein großer Fan der englischen Hauptstadt.

76 Praxiswochen waren für die Prüfung bei der Handwerkskammer Pflicht. Das erste Studienjahr verbrachte die passionierte Motorradfahrerin in der Lehrwerkstatt der Hochschule. Ab dem zweiten Jahr wurde studiert und in den Semesterferien praktisch im Betrieb gearbeitet. Zuhause in Velten. „Eigentlich wollte ich das nicht, sondern am liebsten erst einmal ins Ausland, nach Kanada oder Österreich.“ Aber manchmal geht das Leben und die Liebe andere Wege. So blieb die 26-Jährige auch nach dem Studium in Velten. Die Zusammenarbeit im Familienbetrieb klappe gut, ist sie froh. „Mir ist die familiäre Nähe wichtig. Ich bin heimatverbunden.“

Nur während des Studiums lebte die Handwerkerin in Eberswalde. „Um das zu finanzieren habe ich an den Wochenenden zusätzlich gekellnert.“ Von den 70 Studenten mit denen sie einst in Eberswalde ihr Studium begann, waren nur zwölf Frauen. Lediglich die Hälfte – auch insgesamt – schloss das Studium ab. „Anfangs ist das Fach sehr mathelastig. Zusätzlich gibt es die Fächer Holzphysik und Bio. Das schreckt viele ab.“ Auch sie habe Mathe in der Schule nie gemocht, sich aber durchgebissen. Denn sie entdeckte ihre Liebe zum Werkstoff Holz. Die kreativen Gestaltungs- und Lösungsmöglichkeiten ihres Handwerks. Holz sei eben vielseitig. „Und Handwerk können auch richtige Mädchen. Hackenschuhe bedeuten keine Inkompetenz“, ist sie überzeugt. Ihr Gesellenstück war eine Coach, komplett aus Kirschholz. „Ich habe einen Narren gefressen an Laubhölzern, liebe die Struktur der Obstgehölze.“

Die Struktur des Holzes muss bei Möbeln von Stella Hanetzok, die gerne Krimis von Sebastian Fitzek liest, am besten sichtbar bleiben. Lackiertes Holz ist für sie daher in der eigenen Wohnung undenkbar. „Man muss das Holz fühlen können.“ Doch dienstlich überwiege der Wunsch des Kunden. Und zu ihrem Bedauern auch oft die Arbeit am Computer. Sie ist für den Bereich der Arbeitsvorbereitung sowie die Planung und Betreuung einzelner Projekte und Ausschreibungen zuständig. „Manchmal vermisse ich das Praktische, deshalb bin ich gern am Wochenende in der Werkstatt. Ich habe viele Ideen.“

Von Ulrike Gawande

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