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Ausbau der Krebststraße hat begonnen

Oranienburg Ausbau der Krebststraße hat begonnen

Für Staus in der Innenstadt und einen noch schneller vollen Parkplatz an der Stralsunder Straße sorgt die Vollsperrung der Krebststraße. Ende Oktober soll sie fertig sein.

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Gestern wurde die Asphaltschicht aufgebrochen und auch die alten Pflastersteine aufgenommen.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Die Absperrgitter sind aufgestellt, nur die Gehwege auf beiden Seiten noch begehbar. Am Freitag haben Mitarbeiter der Firma Peter Tiefhoch mit dem Aufbruch der Fahrbahn in der Krebststraße begonnen. Die über die Jahre abgefahrene Asphaltdecke ist ruckzuck abgetragen, darunter kam altes Kopfsteinpflaster zum Vorschein. Die Krebststraße war in miserablem Zustand. An den Seiten fiel die Straße ab, die Bordsteine waren krumm und schief und teilweise umgekippt, der Asphalt abgebröckelt. Die Bombensuche gab der Straße den Rest: Meter für Meter war alles durchlöchert und wieder zugeschmiert worden.

Nun also hat der grundhafte Ausbau begonnen. Bis Ende Oktober bleibt die Straße komplett gesperrt. Denn vor dem Straßenbau kommen neue Rohre für Wasser, Abwasser und Regenentwässerung in den Boden. Im Vorfeld waren schon elf Bäume gefällt worden, 25 Eichen von schlankem Wuchs sollen nach der Fertigstellung wieder die Fahrbahn säumen und eine neue Allee bilden. Auch neue Straßenlaternen werden Fahrbahn und Fußwege erhellen. Kostenpunkt: 560 000 Euro. Das Bauvorhaben wird über das Bund-Länder-Programm „Aktive Stadtzentren“ finanziert. Künftig soll es in der Straße dank des neuen Straßenbelages ruhiger werden. Die Parkplätze bleiben beidseitig erhalten, die Straße wird von der Stralsunder Straße aus zur Einbahnstraße. Geradelt werden darf aber in beide Richtungen.

Derzeit sind auch nur noch Radfahrer und Fußgänger unterwegs. Denn vor der Haustür kann niemand mehr sein Auto abstellen. Das sorgt zum Beispiel dafür, dass der Park & Ride-Platz an der Stralsunder Straße nun am Morgen noch schneller rappelvoll ist als bisher schon.

Befragte Anwohner äußern sich generell zufrieden mit dem Ausbau der Straße, wie Jennifer Penzler und Heike Poele. Die Schülerinnen um Marie Pittack finden hingegen die Baustelle „nicht so toll. Hier kommt ja kein Rettungsfahrzeug ran und was ist, wenn die Feuerwehr her muss?“, fragt die Schülerin. Sie kritisiert auch, dass es auf der Baustelle um die Ecke in der Lehnitzstraße „keinen Fußweg mehr gibt an der Lindenstraße, da muss man über den Parkplatz laufen.“ Solche Straßenprojekt, so sind sich die drei Schülerinnen einig, „sollten nicht zeitgleich, sondern nacheinander gebaut werden“.

Die „Doppelbaustelle“ in der Krebststraße und der Lehnitzstraße zwischen Krebst- und Lindenstraße bringt auch Verkehrsprobleme, die sich bis in die Innenstadt auswirken. Denn die Lehnitzstraße ist nur noch über die Hauptkreuzung Bernauer/Sachsenhausener Straße erreichbar. Und wer von Schmachtenhagen oder Sachsenhausen aus Richtung Lehnitz will, wird auf die Umleitungsstrecke geschickt über die Berliner Straße und den Kreisverkehr Saarlandstraße. Die Folge: Es staut sich an der Ampelkreuzung vorm Schloss. Denn die Linksspur in die Berliner Straße kann dort nur fünf Fahrzeuge aufnehmen. Das sorgt für Rückstau auf der Bernauer Straße bis zur Bahnüberführung.

Nicht ganz überdacht findet auch Gabriele Langkau die zeitgleichen Baustellen Krebsts-/Lehnitzstraße. Ihr Sohn parkt trotz bezahltem Anwohnerparkausweis auf dem P-&-R-Platz. Mit den Einkaufstaschen ein ziemlich langer Fußmarsch auch für sie. Die Krebststraße soll Ende Oktober nagelneu sein, die Arbeiten auf der Lehnitzstraße im jetzigen Abschnitt Ende Mai abgeschlossen – auf der Lehnitzstraße insgesamt zum Jahresende.

Von Heike Bergt

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