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Oberhavel Ausflug mit Erdbeeren und Käfern
Lokales Oberhavel Ausflug mit Erdbeeren und Käfern
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00:41 15.06.2015
Wolfgang Jokisch (r.) und seine Begleiter ließen es sich im schattigen Garten des Kreuzbrucher Hofladens gut gehen. Quelle: Robert Tiesler
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Oberhavel

In der drückenden Hitze haben sich Wolfgang Jokisch und seine kleine Gruppe ein lauschiges Plätzchen im Garten des Kreuzbrucher Hofladens Gräben gesucht. „Wir mögen das Ambiente hier“, sagte der Berliner, der vor den Toren der Großstadt einen Bungalow hat. Aus Anlass der 21. Brandenburger Landpartie sind sie am Sonnabend in den Liebenwalder Ortsteil gekommen.

„Wir kennen den Hof noch aus den Zeiten, als hier der Stall stand.“ Wolfgang Jokisch zeigt auf das inzwischen ausgebaute Haus, in dem sich neuerdings zwei Ferienwohnungen befinden. „Schade ist nur, dass die Heidekrautbahn nicht mehr bis Liebenwalde fährt.“

Offizielle Oberhavel-Eröffnung der Landpartie in Kreuzbruch (v.l.): Egmont Hamelow, Martina Schnur, Friedemann Karl, Carola Gräben. Quelle: Robert Tiesler

Die offizielle Eröffnung der Landpartie in Oberhavel fand diesmal auf eben jenem Gelände in Kreuzbruch statt. Die Veranstaltung sei für viele Menschen eine gute Möglichkeit, um sich authentisch auf den Höfen über die Landwirtschaft zu informieren, sagte der stellvertretende Landrat Egmont Hamelow. Es sei wichtig, die Höfe zu öffnen, „um zu zeigen, wie Landwirtschaft funktioniert.“ Auch Martina Schnur, die stellvertretende Bürgermeisterin von Liebenwalde, war nach Kreuzbruch gekommen. „Ich habe auf dem Parkplatz schon viele Autos stehen sehen, die kein OHV-Kennzeichen haben“, sagte sie. Einige Radler seien extra vom Fernweg Berlin – Kopenhagen abgebogen. Friedemann Karl, der Chef des Kreisbauernverbandes, hoffte auf einen erlebnisreichen Tag.

Interview: Erntekönigin gesucht!

Manuela Scheil ist die Vorsitzende der Landfrauen in Oberhavel. Auch sie war am Sonnabendvormittag bei der Landpartie-Eröffnung in Kreuzbruch zu Gast.

: Wie wichtig ist die Landpartie für Sie?

: Das ist eine der wichtigsten landwirtschaftlichen Veranstaltungen im Jahr. Wir Landfrauen präsentieren uns mit unserem Brauchtum. Auch in Schwante haben wir einen Stand.

Gibt es denn falsche Vorurteile, die die Menschen über die Landwirtschaft haben?

: Ja. Das Thema Massentierhaltung steht oft an erster Stelle. Die gibt es in unserer Region so aber nicht.

Welches sind die nächsten großen Veranstaltungen?

: Wir sind immer wieder auf kleinen Festen präsent. Am 12. September findet in Paaren im Glien das Landeserntefest statt. Dafür suchen wir übrigens noch eine Bewerberin aus Oberhavel für den Titel der Erntekönigin.

Astrid Kordeki aus Borgsdorf verkaufte in Kreuzbruch alte Sachen. „Vom Dachboden bis zum Keller habe ich alles entrümpelt“, erzählte die Landfrau. „Da sind schöne Schätzchen dabei.“ Zum Beispiel Teile einer Küchenausstattung von 1936. Oder den Nähkasten, der vermutlich aus den 1950er-Jahren stammt. „Das Interesse ist groß“, freute sich Astrid Kordeki am Sonnabendmittag.

Astrid Kordeki aus Borgsdorf verkaufte in Kreuzbruch u.a. dieses Überhandtuch. Quelle: Robert Tiesler

Allein in Oberhavel gab es am Wochenende 27 Veranstaltungsorte für die Landpartie, von Großmutz im Norden bis Hennigsdorf im Süden. Erstmals dabei war das Forsthaus in Sommerswalde, wo sich die Gäste im Stockschießen versuchen konnten.

In Schwante ist die Landpartie mit dem Erdbeerfest verbunden worden. Bei einer Line-Dance-Aufführung versuchte sich auch Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz ziemlich erfolgreich als Tänzer. Wie immer gab es eine riesige Erdbeertorte mit der cremigen Aufschrift „Brandenburger Landpartie“.

Auf dem Dorfanger in Schwante war Line Dance angesagt. Quelle: Robert Tiesler

War es bis Sonnabendnachmittag drückend heiß, entlud sich später ein Gewitter mit starkem Regen. Das tat jedoch der Stimmung auf dem Gelände der Bärenklauer Villa Kork keinen Abbruch. Der stärkste Zulauf herrschte jedoch am Sonnabendvormittag – als gut drei Dutzend VW-Käfer mit Eskorte auf den Hof gefahren kamen. Auch der Oldtimerclub Oberhavel präsentierte sich. Ein echtes Spektakel.

Von Robert Tiesler

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