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Ausleihe per Mausklick

Eröffnung des eMedien-Verbundes Oberhavel Ausleihe per Mausklick

Startschuss für die Ausleihe von digitalen Medien am Mittwoch in der Oranienburger Stadtbibliothek: Das Online-Projekt „Onleihe Oberhavel“ wurde durch das Zusammenwirken von neun Kommunen möglich. Ab sofort heißt es rund um die Uhr einloggen, auswählen, herunterladen – lesen.

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Gemeinsamer virtueller Knopfdruck am Mittwochvormittag in der Stadtbibliothek

Quelle: Heike Bergt

Oranienburg. Einloggen, auswählen, herunterladen, lesen. Und das rund um die Uhr – so einfach funktioniert das Ausleihen von digitalen Medien ab sofort in Oberhavel. Am Mittwochvormittag haben Vertreter von neun Kommunen den virtuellen Knopfdruck in der Oranienburger Stadtbibliothek vollzogen, der gemeinsamen digitalen Zweigstelle der Bibliotheken in Oberhavel.

„Neun Kommunen haben ein Projekt vorangebracht. Ein Fachbuch eben auch morgens um halb drei herunterzuladen, das wird immer wichtiger und auch normaler“, so Oranienburgs Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke. Er freue sich mit seinen Amtskollegen über die Weitsicht der Kommunalpolitiker bei ihrer Entscheidung für das Projekt und den Startschuss ins virtuelle Zeitalter.

Zu denen gehörte gestern auch Ines Hübner aus Velten: Sie habe zwar immer noch gern ihre Bücher im Urlaub dabei, trotzdem werde sie sich nun anmelden. „Wir haben mit Mut und Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinschaftsprojekt entschieden“, lobte die Bürgermeisterin.

Auch er sei noch Leser der alten Schule, seine Frau hingegen nutze nur noch das e-Book, so könne jeder nach seiner Facon selig werden, meinte Arno Dahlenburg, Bürgermeister aus Zehdenick.

Die Idee für den Medienverbund „Onleihe Oberhavel“ gab es vor zwei Jahren. Für die „Erstausstattung“ haben die Kommunen 37 461 Euro zusammengelegt und dafür beim Anbieter divibib GmbH und den Verlagen Lizenzen für E-Books, E-Audios und drei Illustrierte erworben. „Zunächst immer nur ein Exemplar, denn was die Leser in den Bibliotheken lesen wollen, das wissen wir, wer online herunterlädt, noch nicht“, so Nadine Thomas von der Glienicker Bibliothek.

Unter www.onleihe.de/Oberhavel oder den Web-Opac der Bibliotheken von Oranienburg, Glienicke, Gransee, Hennigsdorf, Hohen Neuendorf, Liebenwalde, Oberkrämer, Velten und Zehdenick können Leser mit Bibliotheksausweis nun rund um die Uhr sogenannte eBooks, eAudio oder ePaper ausleihen – ob von zu Hause oder unterwegs. Der zusätzliche Service ist kostenlos. Weiterer Vorteil: Es entstehen keine Mahngebühren. Durch die Kooperation reduziert sich zudem der Aufwand, der in den einzelnen Bibliotheken für ein solches Angebot betrieben werden muss und es kann ein wesentlich größerer Bestand an Medien angeboten werden, als eine einzelne Bibliothek vorhalten könnte.

3349 digitale Medien, darunter aktuelle Bestseller, Romane, Kinder- und Jugendliteratur, Sachbücher zu den verschiedensten Themen, wie Reiseführer, Elternratgeber, Gesundheitstipps, Fitnessbücher, Literatur zur Geschichte und Politik, Naturliteratur und Hobby stehen bereit. Zum Angebot der Onleihe gehören außerdem eAudios (Hörbücher und Hörspiele) und derzeit drei digitale Zeitschriften-Abos wie „Der Spiegel“, „Merian“ und „Psychologie heute“.

Später werde sich im kommunalen Verbund eine AG über die Aufstockung der Bestände beraten. Jährlich zehn Cent pro Einwohner soll für die Erweiterung des Angebots der „Onleihe“ aufgewendet werden. „Das hängt von der Nachfrage ab, aber erst wollen wir wissen, wer online liest“, so Angelika Raback, die in Oranienburg das Projekt betreut. Dabei werde für die „Onleihe“ kein Geld beim Posten für Bücher abgezwackt, „das steht zusätzlich bereit.“

Mit Namen und Passwort können sich die Leser jetzt Schritt für schritt verlinken. Und wer dabei Hilfe benötigt, findet diese nicht nur in Oranienburg bei den Mitarbeiterinnen am Tresen, ab Januar gibt es in Glienicke eine „Online-Sprechstunde“ und in Gransee am Dienstag, 8. Dezember, ab 10 Uhr und in Zehdenick am selben Tag ab 17 Uhr eine „Sprechstunde“, in der sich interessierte Nutzer die neue „Onleihe Oberhavel“ Klick für Klick erklären lassen können.

Von Heike Bergt

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