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Ausschuss sagt Ja zu Winzler-Plänen

Bötzow Ausschuss sagt Ja zu Winzler-Plänen

Lange ist in Oberkrämer über den neuen Flächennutzungs- und den Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Bötzow-West diskutiert worden. Dort wird bei der Firma Winzler mit Baustoffen gearbeitet. Nun gab es mehrheitlich grünes Licht im Bauausschuss. Anwohner befürchten Staub und Lkw-Lärm.

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Entscheidung in Bötzow.

Quelle: Enrico Kugler

Bötzow. Nach langer Diskussion nun doch grünes Licht: Der Bauausschuss von Oberkrämer hat einer Änderung des Flächennutzungsplans und dem Bebauungsplan für das Gewerbegebiet an der Wansdorfer Chaussee in Bötzow-West mehrheitlich zugestimmt. Das Gremium setzte sich damit auch über das gegenteilige Votum des Ortsbeirates hinweg. Nun müssen nur noch die Gemeindevertreter entscheiden.

Es geht um das Gelände der Baustofffirma Winzler. Ein jetzt noch als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesenes Areal soll in ein Baugebiet umgewandelt werden – allerdings ist diese Fläche schon lange keine Wiese mehr, wie Ortsvorsteher Günter Franke (Linke) am Montagabend sagte. Bemerkenswert sind zwei Stellungnahmen des Landesamtes für Umwelt. Kürzlich sorgte es für Aufsehen, weil in der Einschätzung von wesentlich geringeren Durchsatzmengen – also die Menge der in Bötzow verarbeiteten Materialien – die Rede war. Diese Stellungnahme sei zurückgezogen worden, weil sie wohl von falschen Zahlen ausgegangen war. Wie Bürgermeister Leys erläuterte, habe der damalige Betreiber 2008 freiwillig die Durchsatzmengen gesenkt, nicht auf Anordnung. Leys kritisierte in diesem Zusammenhang das Landesamt wegen dieser Verwirrung.

Das Gerücht, über das auch im Bötzower Ortsbeirat gesprochen worden ist, dass die jährliche Durchlassmenge auf 100 000 Tonnen erhöht werden soll, ist durch die Firma Winzler zurückgewiesen worden. Sie liege bei 75 000 Tonnen, die dortige Siebanlage habe eine 60 000-Tonnen-Kapazität.

Einige Themen rund um die Vorgänge auf dem Areal waren am Montagabend darüber hinaus im Gespräch. So forderten insbesondere die Bötzower Abgeordneten, die Betriebszeiten schriftlich feszuhalten. Derzeit sind sie montags bis sonnabends von 6.30 bis 17 Uhr. Am Sonnabend ist allerdings nur die Baustoff-Annahme für Kleinkunden geöffnet.

Auch der Wall, der den Ort vor Lärm und Staub schützen soll, bleibt bestehen. Allerdings wollte Dietmar Schünemann (SPD) wissen, was eigentlich alles in dem Wall verbaut ist. Ein Sprecher der Firma Winzler sagte, dass er nicht davon ausgehe, dass im noch vorhandenen Wall nennenswerte problematische Stoffe enthalten seien. Seitens der Verwaltung und des Unternehmens kam noch mal der Hinweis, dass ohne die Entscheidung für den Bebauungsplan der Wall abgetragen werden müsste.

Für Wirbel hatte in den vergangenen Monaten gesorgt, dass die Zahl der Lkws stark zugenommen habe. Im nun vorliegenden Gutachten heißt es aber, dass es sich um eine Ausnahmesituation während der Sanierung des Geländes an der Wansdorfer Chaussee gehandelt habe. Eine Staubbelastung sei für Bötzow aber auch in Zukunft nie ganz auszuschließen, heißt es weiter.

Von Robert Tiesler

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