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Ausschuss tagt in der Feuerwache

Velten Ausschuss tagt in der Feuerwache

Die Mitglieder des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung in Velten erhielten in ihrer letzten Sitzung, die in der Feuerwache stattfand, einen kleinen Einblick in die Aufgaben und Arbeitsabläufe der Freiwilligen Feuerwehr. Weiterbildung vor Ort, auf Initiative des Ausschussvorsitzenden Frank Steinbock (SPD). Denn die Aufgaben des Brandschutzes liegen in kommunaler Verantwortung, werden von der Stadt finanziert.

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Stadtwehrführer Heiko Nägel erklärt den Ausschussmitgliedern die Bedienung des 2011 in Betrieb genommenen Tanklöschfahrzeugs.

Quelle: Foto: Gawande

Velten. 3000 Kleingeräte müssen von den zwei ausgebildeten Gerätewarten der Freiwilligen Feuerwehr Velten gewartet und geprüft werden. Einige nur einmal im Jahr, andere monatlich. Gerätewart Enrico Neumann: „Es ist eine umfangreiche Arbeit.“ Bei der man in Velten versucht, möglichst viel vor Ort zu erledigen, um die Ausfallzeit der Geräte, aber auch die Kosten für externe Arbeiten gering zu halten. Nur bei einigen Geräten, wie dem Strahlenmessgerät sei es ihnen gesetzlich verboten, selber zu prüfen. „Eine große Verantwortung“, wie Helga Siegert (Pro Velten), anerkennend bemerkte.

1887 gegründet

Die Freiwillige Feuerwehr Velten ist eine sogenannte Stützpunktfeuerwehr und wurde 1887 gegründet. Die Feuerwache ist in der Mittelstraße.

Stadtwehrführer ist Heiko Nägel, sein Stellvertreter Gerätewart Enrico Neumann und Jugendwartin ist Kerstin Bös.

46 Aktive gehören zu den über 90 Mitgliedern der Veltener Wehr, darunter befinden sich sechs Frauen.

Die Jugendfeuerwehr wurde 1986 gegründet und hat 18 Mitglieder, der Kinderlöschzug wurde 2007 gegründet und hat als ältester Kinderlöschzug Oberhavels ebensoviele Mitglieder.

213 Einsätze fuhren die Kameraden 2015, davon waren 128 Einsätze für technische Hilfeleistung und 37 Brände.

So erhielten die Mitglieder des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung in Velten in ihrer Sitzung am Dienstag, die in der Feuerwache stattfand, einen kleinen Einblick in die Aufgaben und Arbeitsabläufe der Freiwilligen Feuerwehr. Weiterbildung vor Ort, auf Initiative des Ausschussvorsitzenden Frank Steinbock (SPD). Denn die Aufgaben des Brandschutzes liegen in kommunaler Verantwortung. Finanziert von der Stadt. Ausgeführt aber von Freiwilligen, die jährlich mehr Weiterbildungen absolvieren, als manch Arbeitnehmer. In Velten garantieren 46 Aktive für die Sicherheit in der Stadt. Für Bürger und Gewerbetreibende.

Für alle Betriebe gewappnet

„Wir haben von jeder Firma in Velten Pläne. Sind im Bereich Brandschutz für alle Betriebe gewappnet“, erklärte Enrico Neumann. Auch wenn die Aufgaben immer komplexer werden. Immer wieder werden Übungen in den Betrieben durchgeführt. Dabei sei das Gefährdungspotenzial bei kleineren, mittelständischen Betrieben wie Bäckereien oder Autowerkstätten, beispielsweise durch Öfen oder herumstehende Gasflaschen oft höher als bei Großbetrieben, die stärker unter behördlicher Kontrolle stünden.

Gefahrenabwehrbedarfsplan umgesetzt

2015 hatte die Stadtverordnetenversammlung in Velten den Gefahrenabwehrbedarfsplan beschlossen, um den Brandschutz in der Stadt zu verbessern. Alle fünf Jahre muss der Plan fortgeschrieben und jährlich im personellen Bereich überprüft werden. Im Zuge dieses Planes war auch das neueste Fahrzeug der Wehr, der Gerätewagen Logistik, kurz GWL, im Sommer angeschafft worden. „Entgegen den Empfehlungen des Gutachters haben wir uns entschieden, die Anzahl der Fahrzeuge zu reduzieren, aber auf technisch bessere Ausstattung zu setzen.“ So ist der GWL eine Kombination aus drei Fahrzeugen. Das spare Anschaffungs- und Unterhaltskosten, und sei mit weniger Personal zu bedienen.

Moderne Fahrzeuge

„Wir haben die modernsten Fahrzeuge.“ Das Tanklöschfahrzeug wurde 2011 erneuert. 2013 die Drehleiter, die Königin unter den Feuerwehrfahrzeugen, so Nägel. Und 2015 das HLF 20, die Kombination aus Rüst- und Löschfahrzeug. Doch habe die Stadt nicht zu viel Geld, sondern die Fahrzeuge eine maximale Lebensdauer von rund 20 Jahren. Doch schon nach zehn Jahren gäbe es oft keine Ersatzteile mehr. So muss dringend das Hilfslöschfahrzeug, Baujahr 1998, ersetzt werden. Spätestens 2018. Kostenpunkt 390 000 Euro. Bis dahin gelte die Sonderbetriebserlaubnis. Die Mängelliste des HLF sei lang, so Nägel. Der Tank ist defekt. Hilfe biete das neue Tanklöschfahrzeug, das 4800 Liter Wasser und 700 Liter Schaumlöschmittel fassen kann.

Nachwuchs dringend gesucht

Genauso viel Wert wie ein neues Fahrzeug, sei aber die Übernahme der sechs Nachwuchskräfte aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst, betonte Neumann. Er lud alle Veltener ein, die Wehr zu besuchen und sich ebenfalls über deren Arbeit zu informieren.

Von Ulrike Gawande

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