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Außer Betrieb!

Oranienburg Außer Betrieb!

Der Fahrstuhl im Ärztehaus in der Berliner Straße 106 ist seit Wochen defekt. Mehrere Arztpraxen befinden sich im Obergeschoss. Dass sich einfach nichts ändert, ärgert nicht nur Jürgen Jancke aus Oranienburg, der sich am Lesertelefon gemeldet hat. Ein Rechtsstreit scheint eine schnelle Lösung aber zu verhindern.

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Jürgen Jancke am Fahrstuhl im Ärztehaus, der seit Wochen defekt ist. „Die Menschen werden allein gelassen mit dem Problem.“

Quelle: Heike Bergt

Oranienburg. Man könnte meinen, es sind ja nur zwei Treppen. Aber für den, der krank ist, kann auch das schon zu viel sein. Auf halber Treppe im Ärztehaus in der Berliner Straße 106 steht deshalb schon ein Stuhl. Eine alte Dame sitzt an diesem Morgen darauf. Macht Pause. Es gibt einen Fahrstuhl, um zu den Arztpraxen im oberen Stockwerk zu gelangen, aber der ist seit Wochen außer Betrieb. Ein Zettel weist daraufhin.

Auch Jürgen Jancke ist im Haus Patient. Den Oranienburger, der bis 2014 im Seniorenbeirat der Stadt aktiv war, empört der kaputte Aufzug: „Der ist keine zwei Jahre drin. Er fuhr nur kurz, jetzt ist er defekt und es tut sich einfach nichts. Das ärgert mich sehr.“ Für viel Geld sei der Fahrstuhl im Treppenhaus installiert eine Rampe für Rollstuhlfahrer gebaut worden, die den Fahrstuhl über den Keller erreichen können. „Es ist doch alles da, aber es funktioniert nicht. Alle zucken mit den Schultern. Haben die Rentner eben Pech gehabt“, ärgert er sich.

„In der Tat wurde die Aufzugsanlage stillgelegt“, bestätigt Kreispressesprecher Ronny Wappler. Hintergrund waren notwendige Wartungs- und Reparaturarbeiten, „für deren Abschluss wichtige Ersatzteile durch den Hersteller beziehungsweise das beauftragte Unternehmen nicht geliefert wurden.“ Die Oberhavel Kliniken als „Pächter der Immobilie“, ließen sich inzwischen rechtlich vertreten.

Die Oberhavel Kliniken GmbH „verwalten die Immobilie nur für den Eigentümer, den Landkreis“, stellt die dortige Pressesprecherin, Heike Wittstock, klar. Natürlich habe man „größtes Interesse, dass die Aufzugsanlage so schnell wie möglich wieder funktionstüchtig ist“. Um das gewährleisten zu können, seien jedoch rechtliche Schritte erforderlich gewesen. Der Ende 2015 eingebaute Fahrstuhl habe lange nur mangelhaft funktioniert. „Deshalb musste die Anlage stillgelegt werden. Zunächst wurde sie durch die Firma Kone, die sie installiert hatte, mangelhaft repariert, nach erneutem Ausfall gar nicht mehr, trotz mehrfacher Aufforderung durch die Oberhavel Kliniken.“ Trotz intensiver Bemühungen der Oberhavel Kliniken habe die Firma Kone bis heute nicht reagiert, so die Pressesprecherin. Deshalb seien rechtliche Schritte eingeleitet worden. „Die gesetzlich gesetzten Bedingungen lassen eine Reparatur vor Abschluss des Verfahrens nicht zu. Uns ist gegenwärtig, dass das für die Patienten, die auf den Aufzug angewiesen sind, eine unglückliche Situation ist, aber leider sind uns als Verwalter die Hände gebunden.“

Eine schnelle Lösung scheint – gerade angesichts überlasteter Gerichte – leider kaum in Sicht.

Von Heike Bergt

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