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Oberhavel Außer Wasser und Sand nicht viel sehen
Lokales Oberhavel Außer Wasser und Sand nicht viel sehen
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20:00 12.04.2016
An der Naturbadestelle am Grabowsee gibt es außer vier Mülleimern und einer Bank nichts zu sehen. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Wenn sich Oranienburg als Stadt am Wasser bezeichnen möchte, dann muss es am Wasser auch gut aussehen. Insofern stieß der Antrag der SPD, die Badestellen am Lehnitzsee und am Grabow­see aufzuwerten, auf offene Ohren. „Wir haben uns diese Strände angesehen“, sagte Judith Brandt im jüngsten Bauausschuss. „Die sind nicht mehr zeitgemäß, und nicht einladend.“ Es fehlten Angebote, es gäbe keine Liegen oder Bänke. Die Fraktion begründete ihren Antrag mit weiteren Missständen, die an den Badestellen aufgefallen sind. Die Badebereiche seien verkrautet, es gäbe zu wenig Mülleimer, die bisher auch nicht an den Wochenenden entleert werden. Offizielle Lagerfeuerstätten könnten die illegalen Stellen ablösen.Und die Stadtverwaltung soll prüfen, ob ein separater Hundestrand Sinn macht. Jugendliche der Stadt hatten auf fehlende Beachsoccerfelder hingewiesen.

So sieht es am Weißen Strand in Lehnitz aus. Quelle: Kathert

Die MAZ hat sich die Badestellen am Weißen Strand in Lehnitz und am Grabowsee angesehen. Noch herrscht überall gähnende Leere. Erst am 15. Mai wird die Badesaison offiziell eröffnet.

Am Weißen Strand in Lehnitz werden die Autofahrer durch die großen Löcher im Weg schon bei der Zufahrt gezwungen, vom Gas zu gehen. Wer wie parkt, entscheidet wahrscheinlich derjenige, der zuerst ankommt.Der Weiße Strand ist sehr weitläufig, bietet viel Liegewiese, aber nur eine Bank weiter oben und zwei direkt an der Badestelle. Die sieben großen Mülltonnen sind tief in der Erde verbuddelt. In allen Behältern liegen Abfälle, rundherum ist kein Fitzelchen an Papier oder Flaschen zu sehen. Weiß ist der Weiße Strand allerdings nicht.

Die Mülleimer sind im Sand eingebuddelt. Quelle: Kathert

Der Sand sieht relativ schmutzig aus, an mehreren Stellen wurden Feuer gemacht. Das Wasser an der Badestelle ist sehr klar und sauber. Der Einstieg ist flach und keineswegs verkrautet. Auch der Schilfbewuchs ist nicht störend. Als einziger Fahrradständer dient ein Birkenstamm mit Schlitzen versehen. Das ist auch schon alles, was am Weißen Strand geboten wird. Dabei gab es auch andere Zeiten, als die idyllische Badestelle Tausende Berliner anzog und ein Zeltplatz in unmittelbarer Nähe existierte. Der von der SPD gewählte Ausdruck, „nicht mehr zeitgemäß“ trifft die Situation ganz gut.

Am Grabowsee bietet sich ein ähnliches Bild. Außer einigen eingebuddelten Mülleimern und ein paar verlorenen Pferdeäpfeln ist dort nichts zu sehen. Bänke und Liegen fehlen.

Von der Malzer Seite ist der Grabowsee über diese Brücke zu erreichen. Quelle: Kathert

Im Bauausschuss waren auch kritische Töne zu den Vorschlägen der SPD zu hören. Arnold Krämer von den Grünen bezweifelte, dass mehr Papierkörbe Sinn machen. „Die führen nur zu noch mehr Müll und außerdem zu Tierbefall. Die Marder räumen doch die Mülleimer aus“, gab Krämer zu bedenken. Etwas verwundert war Jens Pamperin, Ortsvorsteher von Friedrichsthal, über den Antrag. „Wir haben das schon vor zwei Jahren prüfen lassen“, meinte er. „Damals bekamen wir die Auskunft, das ist eine Naturbadestelle am Grabowsee, dort wird nichts gemacht.“ Baustadtrat Frank Oltersdorf bat darum, die Prüfung des Antrages etwas nach hinten zu schieben. Die Ergebnisse sollen erst im Sommer 2017 vorliegen.

Von Andrea Kathert

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