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Oberhavel Ausstellung: Handwerk einst und jetzt
Lokales Oberhavel Ausstellung: Handwerk einst und jetzt
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20:37 22.04.2017
Vera Paulick und ihre Mitstreiter vom „Geschichtsstübchen“ haben die Ausstellung im Rathaus von Birkenwerder zusammengestellt. Quelle: Robert Tiesler
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Birkenwerder

Momentan gibt es in Birkenwerder 80 Handwerker. Das war früher mehr. Davon erzählt eine Ausstellung, die am Sonnabendvormittag im Rathaus der Gemeinde eröffnet worden ist: „Handwerk in Birkenwerder einst und jetzt“ lautet der Titel.

Die Leute vom Geschichtsstübchen haben in den vergangenen Wochen und Monaten an der Schau gearbeitet. „Wir sind gute 20 Mitglieder“, erzählte Vera Paulick am Sonnabend. „Fünf davon sind der harte Kern“. Jedes Jahr überlegen sie sich ein neues Ausstellungsthema – in diesem Jahr zum zehnten Mal.

Infos auf einer Tafel zum Schuhhandwerk im Ort. Quelle: Robert Tiesler

„Wir waren im Archiv in Potsdam, auch das Internet ist ein weites Feld“, so Vera Paulick. Aber die wichtigsten Quellen sind die Bewohner von Birkenwerder selbst. „Wir haben mit vielen Leuten aus dem Ort gesprochen, mit Zeitzeugen. Da sind viele Dinge bei, die ich vorher nicht wusste“, ergänzte sie. „Aber jede unserer Ausstellungen bringt für uns alle auch immer neue Kenntnisse.“

Wer sich in dem Raum im ersten Obergeschoss des Rathauses umsieht, wird viel Interessantes entdecken. Das Fleischer-, Friseur-, Uhrmacher- und Schmuckhandwerk sowie einige andere Gewerke werden auf Schautafeln näher gebracht. Auf Fotos und Texttafeln wird erklärt, wie die Situation einst war und wie sie jetzt ist.

Das Interesse am Sonnabend war groß. Quelle: Robert Tiesler

Interessante Zahlen liefert die Schau auch: So gab es 1913 im Ort insgesamt 32 Handwerksberufe, die vertreten waren. 1925 waren es schon 57, im Jahre 1950 dann 59. In der jetzigen Zeit geht die Zahl wieder rapide zurück – 2016 waren es nur noch 31 verschiedene Handwerksberufe in Birkenwerder.

Seit Oktober hat der Freundeskreis Geschichtsstübchen an der Ausstellung gearbeitet. Jeder im Team hat seine Aufgabe. „Wir kriegen auch ein wenig Unterstützung von der Gemeinde“, erzählte Vera Paulick. Den Raum im Rathaus dürfen sie kostenlos nutzen.

Ausstellungsstücke Quelle: Robert Tiesler

Lob gab es am Sonnabend zur Eröffnung von Bürgermeister Stephan Zimniok. „Das ist eine wichtige Sache, gerade in unserer heutigen Zeit.“ Er findet die Mischung aus Historie und Aktuellem gelungen. Er appellierte, das Handwerk nicht aussterben zu lassen.

Viele Stücke haben die Mitglieder des Geschichtsstübchens zusammengetragen. Quelle: Robert Tiesler


Geöffnet ist die Schau im Rathaus dienstags von 14 bis 18 Uhr, donnerstags von 11 bis 14 Uhr, sonnabends von 10 bis 14 Uhr.

Von Robert Tiesler

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