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Oberhavel Ausstellung, Vortrag und Beratung zur Stasi
Lokales Oberhavel Ausstellung, Vortrag und Beratung zur Stasi
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23:24 28.11.2016
Aktenberge in der Außenstelle der Stasi-Unterlagen-Behörde in Frankfurt (Oder). Quelle: Foto: Dpa
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Hohen Neuendorf

Mindestens 163 Menschen verloren an der Berliner Mauer ihr Leben, die meisten erschossen von Grenzsoldaten der DDR. Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) verschleierte die Todesfälle so weit wie möglich. Sterbeurkunden wurden gefälscht, Fehlinformationen verbreitet, mancher Leichnam verschwand und wurde namenlos bestattet. Im Weltbild des SED-Regimes galten Flüchtende als Feinde, gegen die letztlich jedes Mittel recht war.

Die Rolle der Staatssicherheit im Umgang mit den Mauertoten beleuchtet am Mittwoch, 30. November, Referent Christian Booß in einem öffentlichen Vortrag zum Thema „Täuschen und Vertuschen. Die Stasi und die Mauertoten“. Beginn ist um 17 Uhr im Ratsaal des Rathauses. Der Eintritt ist frei.

Die Behörde des Bundesbeauftragten für Stasi-Unterlagen (BStU) lädt für den 30. November außerdem zu einer individuellen Bürgerberatung ins Rathaus ein. Von 15 bis 19 Uhr haben Interessierte die Möglichkeit, sich durch Mitarbeiter des BStU und der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) über die Einsichtnahme in Stasi-Akten beraten zu lassen. Es gibt einen Vor-Ort-Service zur Antragsstellung. Zudem wird beraten zur Einsicht in Stasi-Unterlagen, zur Antragsstellung auf Akteneinsicht (gültiges Personaldokument erforderlich) sowie zum Thema Rehabilitation. Als Anschauungsmaterial sind unter anderem Beispielakten verfügbar.

„Überwachen. Verängstigen. Verfolgen. Stasi. Die Geheimpolizei der DDR“ lautet der Titel einer begleitenden Ausstellung im Rathausfoyer. Die Ausstellung der Stasi-Unterlagen-Behörde versucht, Basiswissen über die Tätigkeit des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit zu vermitteln. Anhand der Themenbereiche Jugend, Reisen, Kultur, Kirche und Sport sowie einzelner Schicksale zeigt die Wanderausstellung, wie die Stasi den Alltag der Bevölkerung überwachte und kontrollierte. Zu sehen ist das Material bis zum 9. Januar 2017 im Hohen Neuendorfer Rathausfoyer.

Von Helge Treichel

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