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Ausstellung der Rathausmitarbeiter

Mühlenbecker Land Ausstellung der Rathausmitarbeiter

Neun Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Mühlenbecker Land zeigen gegenwärtig ihre Arbeiten im Rathaus. Die meisten zeigen Fotografien, aber es sind auch andere Arbeiten darunter. Rätselhaft ist ein Selbstporträt aus dem Jahr 1974: Hätten Sie den Mann erkannt?

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Der junge Wilde im Vordergrund ist übrigens ein Selbstporträt.

Quelle: Helge Treichel

Mühlenbecker Land. Das Foto des „jungen Wilden“ gibt Rätsel auf: Welcher Rathausmitarbeiter hat sich da im Stile eines „Gesetzlosen“ abgelichtet? Denn der Titel verrät: Es handelt sich um ein Selbstporträt aus dem Jahr 1974. Und noch eines sei vorweggenommen: Der Bürgermeister war es nicht.

Die rätselhafte Aufnahme ist Teil einer Ausstellung in der Reihe „Kunststücke im Rathaus“ und ist auch auf dem Werbeplakat der Werkeschau zu sehen. Diesmal zeigen neun Verwaltungsmitarbeiter ihre Arbeiten. In den meisten Fällen handelt es sich um Fotografien, in einem um gemalte Bilder.

Marion Küsel (l) und Gudrun Engelke vor dem Foto „Ein Duft von frischem Heu“

Marion Küsel (l.) und Gudrun Engelke vor dem Foto „Ein Duft von frischem Heu“.

Quelle: Helge Treichel

Anfang des Jahres hatte Gudrun Engelke, für Tourismus und Wirtschaftsförderung zuständig, einen Aufruf unter den 45 Rathausmitarbeitern gestartet. Ihre 30 Fotografien und die fünf abstrakten Bilder von Kathleen Trietsch sind noch bis Anfang September im Alt- und im Neubau der Gemeindeverwaltung in Mühlenbeck zu sehen. Titel: „Kunststücke aus dem Rathaus“. Ein Thema gab es nicht. „Jeder konnte einreichen, was er wollte“, sagt die Organisatorin der Ausstellung. Die Schau sei eine „schöne Sache“. Die Rathausmitarbeiter könnten so mal eine andere Seite von sich zeigen und würden nicht nur als Verwaltungsangestellte wahrgenommen. Und: „Die Bürger schauen sich das wirklich an“, sagt Gudrun Engelke. Die Resonanz sei sehr positiv.

Marion Küsel, verantwortlich für die Zentralen Dienste im Fachbereich Finanzen und Verwaltung, ist eine von ihnen. „Ein Duft von frischem Heu“ heißt eines ihrer Bilder, aufgenommen im Ortsteil Feldheim, wo die Familie eine kleine Landwirtschaft betreibt. „Kartoffelernte in Feldheim“ lautet der Titel eines anderen Bildes, das Kisten voller Knollen zeigt. Darunter an einer Schnur: Rezeptvorschläge.

Praktischer Mehrwert

Praktischer Mehrwert: Rezeptsammlung für Kartoffeln unterm Bild.

Quelle: Helge Treichel

Andere Fotos zeigen Urlaubserinnerungen – wie die von Katja Boll, Behindertenbeauftragte und zuständig für Beschaffung. Das London Eye zeigt sie dem Betrachter oder witzige Wiener Ampelmännchen. „Schöne Aussicht“ heißt das Bild von Stefanie Strauss (Steuerangelegenheiten). Es zeigt eine mediterrane Fassade im Spiegel eines Mopeds. „Key West“ nannte sie ihr Sonnenuntergangsfoto aus Florida, „Herbst“ einen Blick im New Yorker Central Park. Annika Schmeichel (Controlling) steuerte eine Aufnahme aus den Niederlanden bei – „Warten auf die Ankunft eines Segelschiffes in Volendam“. „Danach“ nannte sie ihr Bild eines leeren Stuhls aus Beelitz Heistätten.

Drei Fotografien steuerte Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus bei. „Abnabelung“ betitelte er sein Foto eines Baumes mit angehängten Nuckeln im Eberswalder Tierpark. „Wir sind geboren, um zu leben. Für den Augenblick“, fügte er hinzu. „Welt aus Stahl“ nannte der Verwaltungschef ein Foto vom Leipziger Bahnhof. Als gelernter Maschinenschlosser habe er ein besonderes Gefühl zu Stahl. Um so beeindruckender sei es, dieses Material in dieser ästhetischen Form zu sehen. Verkleidete Menschen zeigt sein Bild von der Manga-Messe in Leipzig. Diese Menschen nähmen sich eine Auszeit in einer Parallelwelt. Das letztgenannte Bild wird links und rechts eingerahmt vom „Heiligen Baum“, den Gudrun Engelke 2011 in Myanmar fand. Dazu setzte sie ein Zitat von Lessing: „Ach, diese ewig grünen Bäume, warum können sie nicht einmal blau sein?“ Unter dem Bild einer kleinen Schnecke in einem leeren, verwitterten Schneckenhaus stellte sie ein Gedicht von 1731, das sie im Internet fand: „Wo sie auch wohnt, wohnt sie alleyn. Hat nur sich selbst, nicht Schrank noch Schreyn, Ihr ganzer Schatz sich selbst zu seyn. Genügt ihr.“

Noch ein Hinweis zum Mann im Selbstporträt: Er zeichnet in der Verwaltung für Gemeindemarketing verantwortlich.

Die Ausstellung im Rathaus, Liebenwalder Straße 1, ist noch bis zum 1. September zu den regulären Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen.

Von Helge Treichel

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