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Auto ist Indikator für Wirtschaftskraft

Oberhavel Auto ist Indikator für Wirtschaftskraft

Stark zugenommen hat die Zahl der Fahrzeugzulassungen im Landkreis Oberhavel. Sind im Mai 2015 insgesamt 4800 Fahrzeuge zugelassen worden, waren es im Mai dieses Jahres 5700. „Am Auto sieht man die Wirtschaftskraft einer Region“, sagt der Dezernent für Soziales und Verkehr des Landkreises Oberhavel, Matthias Rink.

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Natalia Wirt vom „Oberhavel Kennzeichen & Services“ mit einem geprägten Kennzeichen.

Quelle: ENRICO KUGLER

Oranienburg. Stark zugenommen hat die Zahl der Fahrzeugzulassungen im Landkreis Oberhavel. Sind im Mai 2015 insgesamt 4800 Fahrzeuge zugelassen worden, waren es im Mai dieses Jahres 5700. „Am Auto sieht man die Wirtschaftskraft einer Region“, sagt der Dezernent für Soziales und Verkehr des Landkreises Oberhavel, Matthias Rink. Oberhavel sei ein ländlicher Landkreis mit einer starken Pendlerbewegung der Berufstätigen. Außerdem würden wegen niedriger Zinsen günstige Finanzierungen angeboten. Das Auto sei das meistbeworbene Produkt.

Für die Zulassungsstelle im Landratsamt Oranienburg ist diese Entwicklung eine tägliche Herausforderung. „Wir bemühen uns um tagfertige Zulassungen“, sagt Hardy Henke, Fachdienstleiter für Verkehr. Das heißt, jeder Besucher soll die Zulassung für sein Fahrzeug am selben Tag erhalten. Wer allerdings kurz vor Ende der Sprechzeit erscheine, dessen Antrag könne mitunter nicht angenommen werden. Henke: „Wir haben fünf Tage die Woche geöffnet und sind in einer 40-Stunden-Arbeitswoche 39 Stunden für die Bürger da.“

Natürlich gibt es Spitzenzeiten, ist der Wartebereich der Behörde rappelvoll. Um Feiertage herum, sollte man sich den Weg zur Zulassungsstelle nicht vornehmen. Auch das Monatsende sei nicht empfehlenswert. Denn Autohäuser würden zur Steigerung ihrer Absatzzahlen Tageszulassungen für Neuwagen beantragen. Nicht so voll sei es montags und mittwochs.

Was elektronisch möglich ist

Drei Online-Verfahren stehen auf der Internetplattform des Landkreises Oberhavel bezüglich der Kraftfahrzeugzulassung zur Verfügung. Nutzt man diese, kann in der Zulassungsbehörde im Landratsamt Bearbeitungszeit verkürzt werden.

Mit der Terminreservierung spart man sich unnötige Wartezeit. Pro Termin wird nur ein Zulassungsvorgang akzeptiert. Wer einen Termin nicht wahrnehmen kann, sollte ihn per E-Mail absagen: FD-Verkehr@oberhavel.de.

Ein Wunschkennzeichen kann reserviert werden. Man erfährt dabei gleich, was möglich und welches Kennzeichen frei ist.

Nur noch per Bankeinzug wird die Kraftfahrzeugsteuer erhoben, ein entsprechendes Formular für die Zollverwaltung mit IBAN der Bank kann man vorab ausfüllen und unterschreiben.

Wer erfolgreich mit seinen neuen Nummernschildern die Behörde in Oranienburg verlassen will, sollte wissen, was er mitbringen muss: Personalausweis, Fahrzeugbrief und Fahrzeugschein, die siebenstellige Versicherungsbestätigungsnummer und die Kontoverbindung für die Zollverwaltung, die nur noch per Lastschriftverfahren die Steuer einzieht. Etliches kann man vorher per Internet erledigen und sich damit Warte- und Bearbeitungszeit sparen. So zum Beispiel einen Termin reservieren, ein Wunschkennzeichen aussuchen und das Formular für die Sepa-Lastschrift zum Einzug der Kraftfahrzeugsteuer ausfüllen _ alles zu finden unter www.oberhavel.de/Bürgerservice/Auto-Verkehr/Kraftfahrzeug-Zulassung. Dort ist übrigens auch vermerkt, welche Zahlen- und Buchstaben-Kombinationen gesperrt sind, weil Rechtsextreme sie gerne benutzen.

Wem das alles zu aufwändig ist, der kann natürlich auch einen Zulassungsservice beauftragen. Davon gibt es etliche im Umfeld vom Landratsamt. So zum Beispiel den von Natalia Wirt. Sie prägt nicht nur die Serien- oder Wunschkennzeichen, sondern erledigt mit ihrer Mitarbeiterin auch den Behördenbesuch. Zuvor hilft sie beim Ausfüllen der Vollmacht und sämtlicher Formulare. Auch bei ihr kann online über www.oberhavel-kennzeichen.de einiges vorbereitet werden. Wirt berichtet, dass die Besucher bei den Kennzeichen gerne ihr Heiratsdatum oder die Geburtsdaten der Kinder verwenden. Heinz Hennig aus Kremmen, der gerade seine Schilder für einen aufgebauten Hänger bei Natalia Wirt abholt, wollte kein Wunschkennzeichen: „Das kostet ja zehn Euro extra. Außerdem will die Polizei ja sowieso die Fahrzeugpapiere sehen.“

Trotzdem ist jedes zweite Kennzeichen eines nach Wunsch. Zusätzliche Wartezeiten wegen der vielen Anträge, mit denen die Zulassungsfirmen kommen, gibt es laut Henke nicht. Denn für diese Firmen sei ein extra Bearbeitungsteam eingerichtet worden.

Von Marion Bergsdorf

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