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Autofahrer brauchen noch Geduld

Oranienburg Autofahrer brauchen noch Geduld

Die Kreuzung Lehnitzstraße/Ecke Saarlandstraße ist eine Großbaustelle. Und bis Ende November müssen sich alle Autofahrer darauf einstellen, dass sich daran nichts ändert. Warum das so ist und weshalb noch eine weitere Baugrube an der Saarlandstraße entstanden ist, hat die MAZ hinterfragt.

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Beim Ausbau der Lehnitzstraße wird unter der Kreuzung hindurch ein Regenwasserkanal gebaut.

Quelle: Andrea Kathert

Oranienburg. An der Kreuzung Lehnitzstraße/Ecke Saarlandstraße wird seit gestern noch mehr gebuddelt. An der südlichen Saarlandstraße/Ecke Lehnitzstraße haben die Männer der Firma TRP Bau GmbH etliche Spundwände in den Boden gepresst. So dass eine Baugrube von vier mal sieben Metern entstanden ist. Die Arbeiten haben aber aktuell nicht mit dem Straßenbau oder etwa einem künftigen Kreisverkehr zu tun. Die Baustelle hängt ausschließlich mit den Arbeiten des Entwässerungsbetriebes zusammen. Erst am 13. September war ein riesiger Abwasserschacht im Kreuzungsbereich eingebaut worden. Von diesem Schacht aus wird unterirdisch eine Leitung diagonal zur südlichen Saarlandstraße gebaut. Später entsteht eine Verbindung bis zur Havel.

In der jetzt entstandenen Baugrube auf der Saarlandstraße muss für die Regenentwässerung ein riesiger Filter, ein Lamellenklärer, eingebaut werden, der das Regenwasser reinigt, bevor es in die Havel kommt. Ein Baggerfahrer von TRP beförderte gestern unentwegt nassen Boden aus der Grube. „Nach drei Metern waren wir schon im Grundwasser“, sagte Vorarbeiter Thomas Jordan. Aber die Grube muss sechs Meter tief sein, damit der Lamellenklärer dort hineinpasst. Am 27. Oktober soll er eingebaut werden. Viel zu sehen wird es dabei nicht geben. Der Filter für das Niederschlagswasser ist in einem Betonklotz versteckt.

Thomas Jordan, Vorarbeiter der Firma TRP, erklärt, was im Hintergrund gerade abspielt

Thomas Jordan, Vorarbeiter der Firma TRP, erklärt, was im Hintergrund gerade abspielt.

Quelle: Andrea Kathert

Die Vorbereitungsarbeiten dürften schon spektakulärer sein. „Am Donnerstag kommt ein Taucher“, erzählte der TRP-Vorarbeiter. Der Spezialist muss alles vorbereiten, damit am Freitag die Grube mit Beton ausgegossen werden kann. Alles unter Wasser versteht sich. „Das ist kein Problem“, winkte Thomas Jordan ab. Solche Arbeiten sind für die Baufirma zwar auch nicht alltäglich, aber gut zu bewältigen.

Schon nach drei Metern trafen die Bauarbeiter auf Grundwasser

Schon nach drei Metern trafen die Bauarbeiter auf Grundwasser.

Quelle: Andrea Kathert

Im Gehwegbereich wird dann die Regenwasserleitung bis zur Havel weitergeführt. Etliche Medienleitungen sind bereits verlegt worden. Am Ufer der Havel stehen schon zwei weitere Bagger, um die nächsten Bauwerke zur Wassereinleitung zu bauen.

Die Baustelle auf der Saarlandstraße hat keine Auswirkungen auf die bereits bestehende Verkehrsführung, die seit Wochen wegen des Ausbaus der Lehnitzstraße herrscht. Für die Autofahrer ändert sich grundsätzlich nichts. Keine Straße wird gesperrt. Die einspurige Verkehrsführung in der André-Pican-Straße und der Saarlandstraße bleibt bestehen. An der Kreuzung sind alle Autofahrer gut beraten, besonders vorsichtig und aufmerksam zu fahren. Fahrzeuge aus der Picanstraße können gerade aus in die Saarlandstraße fahren. Wer aber nach links in Richtung Lehnitz abbiegt, muss den Gegenverkehr aus der Saarlandstraße beachten.

Autofahrer sollten an der Kreuzung besonders vorsichtig fahren

Autofahrer sollten an der Kreuzung besonders vorsichtig fahren.

Quelle: Andrea Kathert

Kraftfahrer in der Saarlandstraße, die in die Picanstraße wollen, können ebenso geradeaus fahren. Wer rechts nach Lehnitz abbiegt, hat eine kleine Abbiegespur mit separater Ampelregelung. Auf dem kleinen „Bypass“ haben nur zwei Autos Platz. Wollen also mehr Fahrzeuge rechts abbiegen, ist der Geradeaus-Verkehr in Richtung Picanstraße „ausgebremst“. Dies lässt sich aber nicht anders regeln, das Straßenverkehrsamt und das Tiefbauamt der Stadt hatten versucht, eine bessere Lösung zu finden. Dies ist wegen der Ampelschaltungen nicht möglich.

Kleinere Veränderungen an dieser Stelle wird es noch einmal im Laufe des Novembers geben. Der kleine „Bypass“ wird ein Stück verlegt. Wer von der Saarlandstraße dann rechts ab nach Lehnitz will, wird nicht wie jetzt vor der provisorischen Fußgängerinsel, sondern dahinter lang geleitet. Diese kleine Straßenverlegung hat mit dem Radweg in der Lehnitzstraße zu tun. Die Radwegefurt wird künftig direkt über die Kreuzung geführt. Radfahrer benutzen dann nicht mehr den Fußgängerstreifen. In der bereits ausgebauten Lehnitzstraße ist der Radweg auf der Straße integriert.

Bis Ende November soll auch dieser letzte Bauabschnitt der Lehnitzstraße fertig sein

Bis Ende November soll auch dieser letzte Bauabschnitt der Lehnitzstraße fertig sein.

Quelle: Andrea Kathert

Es ist der letzte Bauabschnitt zum Ausbau der Lehnitzstraße, der jetzt zwischen Rewe-Zufahrt und Kreuzungsbereich läuft. „Ende November wollen wir fertig sein“, sagte Tiefbauamtsleiter Thorsten Junker. „Das ist unser erklärtes Ziel.“

Von Andrea Kathert

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