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Autofahrer ignorieren Ampel vor Grundschule

Raser in Hennigsdorf Autofahrer ignorieren Ampel vor Grundschule

Wie Eltern berichten, ist die Ampel vor der Fontane-Grundschule für ihre Kinder sehr gefährlich, weil sie von vielen Autofahrern ignoriert wird. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis dort ein Unfall passiert. Auch Verkehrspolizist Andreas Skala wäre dort zweimal fast über den Haufen gefahren worden. Einen Fahrer stellte er zur Rede.

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Das rote Ampelsignal nehmen nicht alle Fahrer für voll.

Quelle: Foto: dpa

Hennigsdorf. Vor der Fontane-Grundschule in Hennigsdorf gibt es offenbar immer wieder Autofahrer, die keine Rücksicht auf die Kinder nehmen. Eine junge Mutter schildert im Sozialen Netzwerk Facebook, wie sie mit ihrer Tochter nach der Schule bei Grün über die Fußgängerampel gehen wollte, als plötzlich noch ein Auto an ihnen vorbeiraste. „Ich konnte gerade noch meine Tochter zurückziehen“, so die junge Frau. Es sei schon das fünfte oder sechste Mal gewesen, dass ihr das mit der Erstklässlerin an der Hand passiert sei. Eine andere Mutter berichtet, dass sie an der Ampel fast mit einem Kinderwagen über den Haufen gefahren wäre. „Gott sei Dank hatte ich kurz gezögert, sonst hätte es den Kinderwagen erwischt.“ Auch an der Ampel vor dem Penny-Markt in der Berliner Straße sei es gefährlich, schreibt eine andere Mutter. Ein Auto habe sie mit den Kindern an der Hand dort fast schonmal erwischt.

Der Hennigsdorfer Polizei seien diese Stellen bekannt, erklärt Ariane Feierbach, Sprecherin der Polizeidirektion Nord auf MAZ-Anfrage. Die Beamten seien in der Umgebung von Schulen vor allen Dingen am Schulanfang und dann noch einmal nach den Herbstferien verstärkt im Einsatz und führten die sogenannte „Schulwegsicherung“ durch. „Die Kollegen kontrollieren aber auch außerhalb dieser Zeiten Straßen, auf denen viele Schulkinder unterwegs sind“, erklärt Ariane Feierbach.

Der Hennigsdorfer Andreas Skala, selbst Polizist in Berlin, kennt das Problem an der Fontanegrundschule. Zweimal wurde Skala selbst an der Ampel fast schon über den Haufen gefahren, wenn er nicht wieder zurückgesprungen wäre. „Die Autofahrer nehmen diese Ampel einfach nicht wahr, gerade der Übergang von Gelb zu Rot wird oft schlichtweg ignoriert“, so Skala. Einmal erwischte ihn fast ein Händler, der mit seinem Lieferwagen zum Wochenmarkt auf dem Havelplatz wollte, der Polizist stellte den Mann anschließend auf dem Markt zur Rede. „Er hat sich bei mir entschuldigt und erklärt, er habe die Ampel einfach übersehen“, sagt Andreas Skala, dessen Tochter auch die Fontane-Grundschule besucht. Oftmals, sagt Skala, ­schreien Erwachsene, wenn Kinder bei Grün die Ampel betreten, und die Autos dennoch Gas geben. Das habe schon einige Unfälle verhindert. „Die Kinder gehen bei Grün, so haben sie es doch gelernt“, sagt Skala.

Dass seine Kollegen von der Hennigsdorfer Wache – auch angesichts des Personalabbaus – nicht immer überall sein könnten, kann der Berliner Beamte nachvollziehen. Skala nimmt eher die Mitarbeiter des Hennigsdorfer Ordnungsamtes in die Pflicht, die ohnehin dreimal die Woche auf dem Havelplatz unterwegs seien.

„Sie könnten sich doch etwa zum Beginn der Schulzeit ­zwischen 6.45 und 7.30 Uhr mal an die Ampel stellen und das beobachten“, so Skala. Ein Problem sieht er aber auch bei Radfahrern, die die Ampel konsequent ignorieren und auch bei Rot in die Pedale treten.

Von Marco Paetzel

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