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Oberhavel 600-er Trabi mit Dachzelt ist sein ganzer Stolz
Lokales Oberhavel 600-er Trabi mit Dachzelt ist sein ganzer Stolz
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08:27 09.02.2018
Frank Lange mit seinem Liebhaberstück. Quelle: Martina Burghardt
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Bergsdorf

So wie der Trabi da steht, auf dem Hof in Bergsdorf, kann man gar nicht anders, als in Gedanken eine Zeitreise zu unternehmen. Man erinnert sich an „das erste Auto“, an Ausflüge und Urlaubsreisen, gute Pflege und vergessene Ersatz-Keilriemen. Frank Lange ist schon immer Trabant gefahren, einen 601-er. Den Kombi mit den roten Rallyestreifen und einem Faltzelt auf dem Dach, P 600 K, Baujahr 1965, hat er von einem Kumpel übernommen. Der „wollte ihn nicht sterben lassen“, wie Frank Lange es ausdrückt. Seitdem lebt der „Kleine“ und fährt immer noch. Damit es so bleibt, bekommt er immer ein extra feines Zweitaktgemisch – Super plus und bestes Öl.

Der Oldtimer hat Zicken und Macken

„So ein Oldtimer braucht Pflege“, räumt Frank Lange ein, „der hat seine Zicken und Macken.“ Den Vergaser einstellen, die Bremsen „machen“ – so manch ein Liebhaber alter Autos unterschätze den Pflegeaufwand. Ersatzteile sind außerdem rar, erst recht originale. Dabei gefällt Frank Lange genau das: Sein Auto ist so, wie es vom VEB Sachsenring produziert wurde, niemand hat daran herumgeklempnert. Lediglich Verschleißteile hat der gelernte Schlosser ersetzt, die Reifen zum Beispiel. Der Motor ist immer noch der erste, generalüberholt inzwischen. Sogar die alten Papiere liegen griffbereit.

Frank Lange in seinem Trabbi. Quelle: Martina Burghardt

Original, oder besser gesagt originell, ist die Dekoration in dem historischen Fahrzeug: Wackeldackel und umhäkelte Klopapierrolle, eine Schachtel Karo und Streichhölzer.

Frank Lange demonstriert den Aufbau des Dachzeltes seines 600er Trabis

Aber das allerbeste ist das Dachzelt – ebenfalls in Original-Schutzhülle und in Nullkommanichts aufgebaut, wie Frank Lange gern demonstriert. Er selbst, nicht der Kleinste, kann darin stehen. Matratze und Decken beweisen, dass das Zelt in Gebrauch ist, bei Wochenendtouren oder für ein paar Tage

Der Innenraum. Quelle: Martina Burghardt

an der Ostsee. Da ist schon die Fahrt das Ziel, denn dass man sich im Trabi nicht der Gefahr eines Geschwindigkeitsrausches aussetzen kann, weiß Frank Lange ja längst. „Höchstgeschwindigkeit sind 110 km/h, mit Zelt 80, 90 km/h“, bestätigt er. Ihm gefällt außerdem, dass man unterwegs immer nette Leute kennenlernt, die aushelfen, wenn doch einmal etwas repariert werden muss. Knapp 70000 km zeigt der Tacho inzwischen an.

Regelmäßiger Treff der Trabifreunde beim Stammtisch in Zehdenick

Mit seinem Hobby ist der Bergsdorfer, vielen übrigens als Ortswehrführer bekannt, nicht allein. Regelmäßig treffen sich ein knappes Dutzend Oldtimerfreunde am Stammtisch in Zehdenick. Er selbst ist der Jüngste, der Älteste in der Runde ist 83 Jahre alt. Beim Sonntagsbrunch tauschen sie ihre Ideen aus, geben sich gegenseitig Ratschläge. „Es geht so viel Wissen

Mit kultiger Ausstattung. Quelle: Martina Burghardt

verloren, deshalb sollte man gut die Erfahrungen der Älteren nutzen“, so Frank Lange. Dabei dreht sich dann natürlich alles um alte Autos, Motorräder und Mopeds. Nebenbei hilft er anderen beim „Schrauben“, fährt regelmäßig zu Oldtimer-Treffen, auf jeden Fall zu dem im Ziegeleipark Mildenberg. Beeindruckt ist sicher nicht nur er von den tausenden Trabis beim Treffen in Zwickau. „Da muss man sich gut den Stellplatz merken, damit man sein Auto wiederfindet“, erzählt er. Seins will er auf jeden Fall noch möglichst lange behalten.

Von Martina Burghardt

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