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Autos in Flammen: Es bleibt das mulmige Gefühl

Feuerwehr geht von Brandstiftung aus Autos in Flammen: Es bleibt das mulmige Gefühl

Brennende Autos: Diese Meldungen erreichen die Brandenburger eher aus Berlin. Doch nun hat es Oranienburg getroffen. Am frühen Freitagmorgen haben Unbekannte in der Oranienburger Mittelstraße ein Auto angezündet. Die Hitze war so stark, dass zwei weitere Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Anwohner bleiben besorgt mit einem mulmigen Gefühl zurück.

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Überfall in Oranienburg

Ein Wagen stand in der Nacht in Flammen.

Quelle: Robert Tiesler

Oranienburg. Die Anwohner der Oranienburger Mittelstraße hatten am Freitagmorgen eine unruhige Nacht hinter sich. Gegen 2.30 Uhr war auf einem Parkplatz mitten im Neubaugebiet ein Auto in Flammen aufgegangen. Es habe zweimal dumpf geknallt, berichtet Jürgen Andres aus dem Aufgang Mittelstraße 7 D. Der Hund habe verrückt gespielt und seine Frau Dagmar sei sofort wach gewesen. Als sie aus dem Fenster hinunter auf die Straße sah, habe da ein VW Boro inmitten von anderen parkenden Fahrzeugen bereits lichterloh gebrannt. „Ich bin dann schnell runter gelaufen und habe überall in unserem Aufgang geklingelt“ erzählt Jürgen Andres weiter. Denn er habe gewusst, dass jemandem im Haus der Kleintransporter mit der Aufschrift einer Dachdeckerfirma gehört, der unmittelbar neben dem Brandauto stand. Der Mann habe den VW T 5 dann schnell weggefahren. Wie viel der Wagen dennoch abbekommen hat, habe Jürgen Andres nicht sehen können.

Eines der ausgebrannten Autos wird am Freitagmorgen abtransportiert

Eines der ausgebrannten Autos wird am Freitagmorgen abtransportiert.

Quelle: Sebastian Morgner

Brandbeschleuniger am Tatort gefunden

Wenig später sei die Polizei gekommen. Die Beamten hätten versucht, mit einem Feuerlöscher gegen die Flammen vorzugehen. Gleich nach der Polizei sei die Oranienburger Feuerwehr eingetroffen und habe mit den Löscharbeiten begonnen. Trotz des schnellen Eingreifens der Kameraden blieb von dem Fahrzeug nicht viel übrig. Durch die starke Hitze griff das Feuer auf zwei benachbarte Autos – den VW T 5 aus Berlin und einen Mitsubishi Space Star aus dem Kreis Oberhavel – über. Infolge der Rauchentwicklung und der Löscharbeiten könnte nach Auskunft der Polizeidirektion Nord noch ein viertes Fahrzeug stärker beschädigt worden sein. Der entstandene Schaden wird auf ungefähr 30 000  Euro geschätzt.

Nach Aussage der Feuerwehr hat der VW Bora mit Oberhavel-Kennzeichen offenbar sowohl im Front- als auch im Heckbereich Feuer gefangen, so dass von Brandstiftung auszugehen ist. Hinweise auf einen politisch motivierten Anschlag oder ein anderweitiges Motiv für die Tat gibt es laut Polizei zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht. Am Tatort sollen Brandbeschleuniger gefunden worden sein. Aus ermittlungstaktischen Gründen wollte die Polizei dazu jedoch keine näheren Angaben machen. Die Ermittlungen der Kripo dauern an.

Mulmiges Gefühl lässt Anwohner nicht los

Er habe schon ein etwas mulmiges Gefühl, sagte Jürgen Andres, dessen Auto in der Tatnacht nicht weit weg von dem in Flammen aufgegangenen VW geparkt war. Wenn man in der Vergangenheit von brennenden Autos gehört habe, sei dies stets in Berlin gewesen. Schwappten diese Straftaten nun womöglich über die Grenzen der Hauptstadt hinweg bis nach Oranienburg rüber?

Ein besorgtes Gesicht machte auch Lisa Bertram. Sie wohnt in dem selben Aufgang wie Jürgen und Dagmar Andres und hatte zunächst nichts von dem nächtlichen Feuer mitbekommen. „Ich schlafe nach hinten raus“, sagte sie. Wach geworden sei sie, als Jürgen Andres auf der Suche nach dem Fahrer des Kleintransporters überall im Haus geklingelt hatte. Vom Fenster aus hat Lisa Bertram die Löscharbeiten mit ihrem Handy festgehalten. „Das kann doch nur Brandstiftung gewesen sein“, ist sich die Frau ziemlich sicher. Ihrer Meinung nach hätten die Täter den VW Bora ganz gezielt ausgesucht, weil sie durch den nebenstehenden Kleintransporter von der Hauptstraße aus nicht so leicht gesehen werden konnten. Die Anwohner werden künftig öfter als bisher wachsame Augen auf ihre parkenden Autos werfen.

Von Bert Wittke

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