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Oberhavel Bach neu interpretiert
Lokales Oberhavel Bach neu interpretiert
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06:55 14.11.2016
Saxophontrio: Michelle Wittig, Alexander Rietz und Andreas Kaufmann (v.l.) Quelle: Ulrike Gawande
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Oranienburg

Locker, in Streifenshirt und Jeans gekleidet, setzte sich Tobias Dahlke am Sonnabendnachmittag an den Bechstein-Flügel in der Oranienburger Orangerie und beeindruckte das Publikum mit einer Etüde des tschechischen Komponisten Klement Slavicky aus dem Jahre 1964. Mit den locker gemeisterten Läufen, Trillern und Sprüngen bewies der Zwölfjährige, weshalb Etüden zu Recht zu den Bravourstücken eines Virtuosen gezählt werden, da hier besonders die spieltechnischen Fertigkeiten des Musikers deutlich werden.

Tobias Dahlke überzeugte mit einer zeitgenössischen Etüde. Quelle: Ulrike Gawande

Aber auch die anderen Nachwuchsmusiker der Oranienburger Kreismusikschule die in diesem Kammerkonzert unter dem Motto “Melodien gegen den Herbstblues“ auftraten, mussten sich mit ihren Leistungen nicht verstecken.

Streicherbegleitung für das Schlussstück von Christina Aguilera. Quelle: Ulrike Gawande

So hatte bereits Clara Helfter mit einem Violin-Concertino das Publikum verzaubert. Da es zudem ihr neunter Geburtstag war, bekam sie Blumen und ein großes Lob von Sozialdezernent Matthias Rink. Ein Lob verdiente auch Janina Kallmeier, die mit ihrer Darbietung von Claude Debussys Ohrwurm „Clair de Lune“, angelehnt an Verlains gleichnamiges Gedicht über das Mondlicht, zu einem kurzen Moment des Träumens, verführte. Sensibel und auswendig gespielt, setzte die 21-Jährige die klangpoetische Komposition – der bekannteste Satz der Suite Bergamasque in Des Dur – um.

Entführte in das Reich der Träume: Janina Kallmeier. Quelle: Ulrike Gawande

Komplett den Herbstblues vergessen ließ Felix Linke, der sich ebenfalls für eine Klavierkomposition des Franzosen entschieden hatte: „The snow is dancing“ aus der Suite Children´s Corner, zu deutsch Kinderecke. Man glaubte bei jedem Ton, die Schneeflocken tanzen zu hören. Von den Folgen, die ein derartiger Schneeausflug haben kann, sang das „VokalAnsemble“ unter der Leitung von Anne Gerwinat. „Schnupfen“ hieß der Kanon von Liedermacher Uli Führe zu einem humorvoll niesenden Text von Christian Morgenstern.

Das VokalAnsemble der Kreismusikschule bewies sängerischen Humor. Quelle: Ulrike Gawande

Anders als viele andere Musiker, durften die Sänger auf der Bühne ihre Lieder vortragen, und waren so auch von den hinteren Plätzen, der gut zur Hälfte gefüllten Orangerie, zu sehen. Hintergrund war, dass der Flügel aus organisatorischen Gründen nicht auf der Bühne stehen durfte, erfuhren die Besucher zu Konzertbeginn. Doch wahre Akustikfans wüssten diesen Umstand zu schätzen, hieß es weiter. Zudem handele es sich bei einem Konzert ohne Bühnennutzung im Ursprungssinne um ein Kammer- oder Salonkonzert, bei dem Musiker und Gäste sich näher kommen, als bei jeder anderen Aufführung.

Das VokalAnsemble trug zwei Kanons von Uli Führe vor. Quelle: Ulrike Gawande

Die fotografierenden und filmenden Angehörigen der jungen Musiker wussten es jedoch zu schätzen, wenn einmal von der Bühne herab gespielt wurde. Wie bei dem Saxophontrio, bestehend aus Michelle Wittig, Alexander Rietz und Andreas Kaufmann, die mit ihrer Neuinterpretation von drei Inventionen von Johann Sebastian Bach, die eigentlich für Klavier komponiert waren, die Zuschauer begeisterten und in völlig neue Klangwelten entführten. Absolut hörenswert!

Von Ulrike Gawande

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