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Oberhavel Balancieren auf dem Balken
Lokales Oberhavel Balancieren auf dem Balken
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02:15 09.12.2017
Die Knirpse der Krippengruppen freuten sich über die Spende. Zum Dank gab es auch ein Liedchen für Steven Borau (Mitte). Quelle: Foto: Marco Paetzel
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Hennigsdorf

Und dann kam Steven Borau mit dem großen Scheck ins Kitahaus. Die Augen der Knirpse wurden groß, zum Dank stimmten sie „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ an. Eine Spende von 1000 Euro hatte Borau der Hennigsdorfer Kita „Weltentdecker“ am Mittwoch mitgebracht. Der 29-Jährige ist der Vater von Florian Willi (2), der die Krippe hier besucht. Sein Geld verdient Borau beim Baufinanzierer Interhyp AG.

Für die Hennigsdorfer Kita ist das ein Glücksfall. Denn zweimal im Jahr sponsert das Unternehmen Projekte für den guten Zweck. Steven Borau dachte sofort an die Kita seines Sohnes. Er hielt Rücksprache mit Kitaleiterin Katrin Beeskow, welches Projekt man mit dem Geld angehen könnte. „Weil die Kinder so viel draußen spielen, dachten wir an ein Spielgerät zum Balancieren“, sagt Beeskow. Das Projekt gefiel den Juroren des Unternehmens, und so bekam die Kita gestern die Spende. Ob von dem Geld nun ein Balken oder ein paar Plattformen zum Balancieren gekauft werden, das steht noch nicht fest.

Wohl aber, dass das neue Gerät im Frühjahr auf dem Spielplatz der Kita installiert werden soll. „Das ist gut, weil es den Gleichgewichtssinn der Kinder schult“, erklärt Leiterin Katrin Beeskow.

Rund 190 Kinder besuchen die Kita in der Spandauer Allee, damit ist sie an der Kapazitätsgrenze. Auch hier macht sich der Hennigsdorfer Babyboom bemerkbar, in den vergangenen Jahren wurden immer mehr als 200 Kinder geboren. Seit Sommer 2016 gibt es Erweiterungsbauten. Knapp 400 Quadratmeter Fläche hat die Kita gewonnen, in den Modulbauten können 40 Krippenkinder betreut werden.

Rund 14 Millionen Euro im Schul-und Kitabereich hat die Stadt in den vergangenen Jahren in die Hand genommen. 50 Plätze wurden bei der Erweiterung der Kita „Pünktchen und Anton“ geschaffen, 40 Kinder mehr können nach der Erweiterung in der Kita „Traumland“ betreut werden. Der Erweiterungsbau der Kita „Weltentdecker“ war vorerst der letzte.

Angenommen werden die Modulbauten, die ein Kran aufs Gelände hievte, von Kindern und Eltern gut. „Es gibt einen großen Spielflur, alles ist schallgeschützt. Wir sind zufrieden“, sagt Kita-Leiterin Katrin Beeskow. Was die Ausstattung der Einrichtung angeht, blieben kaum Wünsche offen. Dennoch wird Vater Steven Borau wohl nochmal versuchen, der Kita eine Spende zu vermitteln. Allerdings geht das laut Regelwerk der Interhyp AG erst wieder in zwei Jahren. Den Kindern werden bis dahin viele Wünsche einfallen. Ganz sicher.

Von Marco Paetzel

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