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Oberhavel Bald drohen Knöllchen in der Innenstadt
Lokales Oberhavel Bald drohen Knöllchen in der Innenstadt
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21:57 03.05.2016
Noch ziehen nicht viele Kraftfahrer einen Parkschein. Aber bis zum 16.Mai verteilen Jörg Hegemann und seine Kollegen vom Außendienst lieber Infoflyer statt Knöllchen, die dann 10 bis 30 Euro kosten. Quelle: Enrico Kugler
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Oranienburg

Seit Montag wird ernst gemacht mit den Parkscheinen für die Innenstadt Ost (siehe Karte). Die Zoneneingangschilder, die im Schilderwald am Straßenrand schnell übersehen werden, signalisieren: von 8 bis 18 Uhr, montags bis sonnabends, muss ein Parkschein gezogen werden (ein Euro pro Stunde). „Über die Zonenschilder haben die Fahrer Kenntnis darüber, dass das Parken gebührenpflichtig ist“, sagt Steffen Burkhardt vom Ordnungsamt.

So ist die Parkzone beschildert. Quelle: ENRICO KUGLER

Die Zonenausgangsschilder sind noch unscheinbarer. Im Falle der Stralsunder Straße zur Bernauer Straße hin steht das Aufhebungsschild auch noch an der linken und nicht der rechten Straßenseite. Kraftfahrer müssen sich also gut merken, ob sie sich in der Parkzone befinden. Nach den Automaten muss man Ausschau halten, meistens gibt es nur einen pro Straßenzug. Und man braucht Kleingeld in der Tasche. Mit sämtlichen Münzen von zwei Euro bis fünf Cent kann bezahlt werden. Allerdings „spuckt“ der Automat kein Wechselgeld aus.

An den Parkautomaten wie hier in der Schulstraße kann man mit Münzen von zwei Euro bis fünf Cent bezahlen. Man sollte es passend haben. Quelle: ENRICO KUGLER

In der Bernauer Straße sind Parkscheine nichts Neues. Aber viele andere Parkflächen, die bisher frei waren oder eine Stundenbegrenzung hatten, sind nun kostenpflichtig. Beispiel Krebststraße, dort wird am kommenden Montag noch ein Automat aufgestellt. Oder die beiden Parkplätze am Bahndamm in der Stralsunder Straße (bisher zwei Stunden Parkdauer). Der Parkautomat steht neben der DHL-Packstation. In der Schulstraße wurde ein Automat aufgestellt, der für die linke Straßenseite und den kleinen Parkplatz bei „MC Geiz“ (bisher eine Stunde Parkdauer) gilt.

Der Hinterhof des Büro- und Geschäftskomplexes an der westlichen Mittelstraße ist ein Privatparkplatz und weit und breit der Einzige, der zwei Stunden kostenfreies Parken beibehält. Auch in der Mittelstraße stehen künftig zwei Automaten, wenn der Ausbau abgeschlossen ist. Die Ringstraße im Wohngebiet bekommt keinen Automaten. Der könnte sich dort nicht amortisieren, weil hauptsächlich Anwohner dort stünden, heißt es aus der Stadt. Neu ist auch der Automat an der Liebigstraße (bisher eine Stunde Parkdauer) und auf dem Fischerparkplatz (bisher zwei Stunden kostenfreies Parken).

Auch auf dem Fischerparkplatz sind die Zeiten vorbei, wo kostenlos geparkt werden konnte. Quelle: Enrico Kugler

Außerhalb der Zone liegt der Lindenring und die südliche Seite der Lindenstraße. Wer als Pendler sein Auto in der Nähe des Bahnhofs abstellen will und auf dem P-&-R-Platz nichts mehr findet, ist angeschmiert. Im großen Umkreis gibt es keine kostenlosen, zeitlich unbegrenzten Parkplätze. Eine Alternative bietet die Stadt nicht an. Für ein neues Parkhaus, das an der Lindenstraße entstehen soll, wird erst für 2017/18 eine Fördermittelzusage erwartet. Erst danach wird es gebaut. Anwohner und Gewerbetreibende können einen Anwohnerparkausweis beim Bürgeramt beantragen (20,45 Euro Pro Jahr). Allein der Landkreis entscheidet darüber, ob der Antrag genehmigt wird. Einen Platz reservieren kann sich aber niemand. Anwohner haben nur das Recht, innerhalb der Zone kostenfrei zu parken.

Die Oranienburger können ihre Meinungen zum Parkraumkonzept gern auf der Facebookseite der „MAZ Oberhavel“ oder unter oranienburg@maz-online.de kundtun.

Von Andrea Kathert

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