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Oberhavel Bald gibt es wieder eine Kneipe
Lokales Oberhavel Bald gibt es wieder eine Kneipe
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00:18 21.05.2017
Frank Schwabe will es probieren. Die Wensickendorfer sollen wieder eine Kneipe haben. Quelle: Andrea Kathert
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Wensickendorf

Frank Schwabe ist nicht blauäugig. Er weiß genau, wie schwer es sein könnte, auf dem Dorf eine Kneipe zu führen. Doch der 46-Jährige ist offenbar auch ein Mann der schnellen Entschlüsse. Die Idee, dass die „Kutscherstube“ in der Summter Chaussee wieder aufmachen sollte, schwirrte schon öfter in seinem Kopf. Logisch, seine Schwiegereltern, die Mecklenburgs, hatten die Gaststätte schließlich 25 Jahre lang geführt und aus Altersgründen im letzten Sommer zugemacht. Doch als Frank Schwabe vor 14 Tagen Zahnschmerzen und damit Zeit zum Nachdenken hatte, war der Entschluss gefallen. „Da hab ich mir in den Kopf gesetzt, in Wensickendorf wieder eine Kneipe aufzumachen.“

Seitdem wirbelt er unermüdlich, um die kleine Gaststätte auf Vordermann zu bringen und in eine rustikale und gemütliche Kneipe zu verwandeln, in der sich die Wensickendorfer nach Feierabend auf ein Frischgezapftes treffen. Und im besten Falle läuft dann noch ein Fußballspiel.

„Gestern habe ich den Vertrag mit Sky abgeschlossen“, sagt er. Die Champions League am 3. Juni mit Real Madrid gegen Juventus Turin oder das DFB-Pokalendspiel am 27. Mai oder eben die nächste Saison der Bundesliga-Übertragungen könnten die Wensickendorfer Fußballfans dann gemeinsam verfolgen – bei einem kühlen Bierchen und viel Fachsimpelei. Soweit Schwabe weiß, gibt es rund um Wensickendorf keine Kneipe oder Pension, die Sky anbietet. Und vielleicht haben ja auch mal ein paar Bauarbeiter oder Pensionsgäste Lust, Fußball zu schauen.

Zu essen wird es nichts geben. Frank Schwabe kann gar nicht kochen, will seine Kneipe auch nur ab 17 Uhr und vorerst dienstags bis freitags öffnen. Es sei denn, es liegt ein großes Fußballspiel an und ein paar Kumpels haben Lust, es gemeinsam live zu sehen, dann wird aufgemacht.

Nächsten Dienstag, am 23. Mai, um 17 Uhr geht’s los, dann steht Frank Schwabe das erste Mal hinter seinem Tresen. Er ist schon selbst gespannt, wie viele Leute kommen. „Und ganz wichtig“, meint er. „Zu Himmelfahrt mache ich natürlich auch auf, schon ab 9.30 Uhr.“ Wahrscheinlich ist bis dahin noch nicht alles perfekt. Im Gastraum wird gerade die Rückfront vom Tresen fertig und sieht richtig rustikal aus. Frank Schwabe hat sie komplett aus Euro-Paletten gebaut – das hat was. Etwa 30 Leute werden im Gastraum Platz haben. Draußen entsteht gerade wieder eine kleine Terrasse.

Den 46-Jährigen kennen viele im Dorf. Schon allein deshalb, weil er der Schwiegersohn der Mecklenburgs ist. Schwabe stammt zwar aus Berlin, zog aber mit seinen Eltern schon 1976 nach Wensickendorf. Und nach ein paar Jahren Unterbrechung lebt der künftige Kneiper schon seit Anfang der 1990er-Jahre im Dorf.

Alles auf eine Karte setzen will Schwabe nicht. „Ich arbeite tagsüber weiter als Transportunternehmer.“ Vor 19 Jahren hatte er sich selbstständig gemacht. Nachtfahrten nimmt er jetzt nicht mehr an. Deshalb passt das ganz gut mit der Kneipe, es soll ein zweites Standbein werden.

Aber hauptsächlich geht es darum, dass es wieder eine Kneipe im Dorf gibt. „Wir hatten früher mal drei“, sagt Schwabe. „Zu den Kastanien“ war eine. Dann die am Rahmer See und der Getränke-Imbiss an der Summter Chaussee. „Das hier war die dritte Kneipe – eben K3.“ Und das wird auch wieder draußen dran stehen.

Von Andrea Kathert

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