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Oberhavel Barrierefrei in Zehdenick-Süd
Lokales Oberhavel Barrierefrei in Zehdenick-Süd
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02:18 24.07.2015
Zehdenick Süd soll mit dem Seniorenwohnprojekt weiter aufgewertet werden. Dazu trägt aktuell auch die Fassadensanierung bei. Quelle: Foto: Uwe Halling
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Zehdenick

Kein Treppensteigen mehr: neuen Wohnraum für Senioren wollen die Gewo Zehdenick und der DRK-Kreisverband Gransee in der Havelstadt schaffen. Auf einer Fläche von rund 5500 Quadratmetern sollen zwischen Friedhofstraße und Straße des Friedens zwei barrierefreie Wohnhäuser für 20 bis 25 Mietparteien entstehen. Beide Partner investieren im sechsstelligen Bereich. Baustart für das gemeinsame Vorhaben könnte 2016 sein. Das bestätigten Gewo-Chef Eckart Diemke und Verbandsgeschäftsführerin Iris Utecht im MAZ-Gespräch.

Mehr als 800 Wohnungen gibt es im größten Wohngebiet der Stadt, aber keine davon ist wirklich barrierefrei. „Wir kommen um die halbe Treppe in den DDR-Häusern nicht umhin“, erklärte Diemke. Auch nicht mit dem Einbau von Fahrstühlen, was dort sowieso nicht ohne Weiteres möglich sei. Mit den geplanten Seniorenhäusern soll nun aber auch im Südteil der Stadt ein altersgerechtes Wohnquartier entstehen. Für die Gewo bedeutet das eine Aufwertung des Sozialraums. Auch DRK-Chefin Iris Utecht glaubt, dass die Seniorenhäuser in das Wohngebiet ausstrahlen werden. „Wer dort einzieht, muss nicht mehr aussziehen“, betonte die Geschäftsführerin des Verbandes.

Utecht hatte nach einer Nische zwischen der stationären Heimpflege, dem Wohnen mit Service und der ambulanten Versorgung Zuhause gesucht. „Eine Wohnform, die dem normalen Alltag der älteren Mieter gerecht wird und sie in ihrer Selbstständigkeit unterstützt, aber auch Hilfe ermöglicht“, sagt sie.

Im Haus des DRK werden die Mieter in einer Wohngemeinschaft zusammenleben, jeder Mieter soll sein eigenes Zimmer und ein eigenes Bad bekommen. „Es wird dort kein Pflegepersonal geben und auch kein Dienstzimmer“, betonte Utecht. Auf Wunsch der Wohnungsmieter, die jeweils eine Auftragsgemeinschaft bilden, könne aber der ambulante Service des DRK oder anderer sozialer Träger in Anspruch genommen werden.

Seniorenwohnen in Zehdenick

Nach Erhebungen des statistischen Bundesamtes leben 33.600 Menschen im Alter zwischen 65 und 80 Jahren im Landkreis Oberhavel. Prognosen zufolge wird diese Zahl bis 2030 auf 48.800 ansteigen. Darauf gründet das gemeinsame Konzept von DRK und Gewo.

In Zehdenick werden dann 4500 Einwohner älter sein als 65 Jahre. Der Bedarf an altersgerechtem Wohnraum ist da. Seniorenvereine und Verbände fordern seit langem die Schaffung von barrierefreien und vor allem bezahlbaren Wohnraum.

Mit dem Service-Wohnen in der Berliner Straße 41 gibt es bereits ein gemeinsamen Projekt des Kreisverbandes und des Wohnungsunternehmens.

Einige Mieter der Gewo leben seit mehr als 50 Jahren in Zehdenick-Süd. Viele seien dort verwurzelt und sollen in ihrer Nachbarschaft auch bleiben können, wenn sie keine Treppen mehr steigen können. Das Haus der Gewo wird über Zweiraumwohnungen verfügen, jeweils rund 50 Quadratmeter groß „Wir wollen, dass die Wohnungen bezahlbar bleiben“, so Diemke. Gefördert wird das Vorhaben nur über zinsgünstige Kredite. Die beiden Häuser sollen sich in das optisch Umfeld von Mehr- und Einfamilienhäusern einfügen.

Iris Utecht hat das Konzept sowohl mit der Alzheimer-Gesellschaft als auch mit dem Landesverband des Roten Kreuzes beraten. Für das Vorhaben wurden zwei Freiflächen im Quartier Straße des Friedens/Friedhofstraße (hinter den Garagen) ausgewählt – bislang Eigentum der Stadt. Die Stadtverordneten stimmten dem Verkauf noch vor der Sommerpause zu. Nunmehr kann das Bauantragsverfahren starten.

Von Cindy Lüderitz

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