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Oberhavel Bartholomé für Mittelstandspreis nominiert
Lokales Oberhavel Bartholomé für Mittelstandspreis nominiert
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08:25 24.05.2017
Bartholomäus Raschke (vorn) mit seiner Urkunde, die er von Andres Irmisch (links dahinter) bekommen hat. Quelle: Robert Tiesler
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Vehlefanz

Der Mut, etwas anzupacken, etwas Neues zu schaffen, etwas zu etablieren, das wird nun belohnt. Bartholomäus Raschke und sein „Salon Bartholomé“ an der Lindenallee in Vehlefanz ist am Dienstagabend vom MIT, der CDU-Mittelstandsvereinigung in Oberhavel, für den Mittelstandpreis 2017 nominiert worden.

„Wir betreiben Wirtschaftsförderung“, sagt Andres Irmisch, der MIT-Kreisvorsitzende, der dem Unternehmer die entsprechende Urkunde überreichte. „Wir schauen jedes Jahr, wer kann prämiert werden, und bei der Suche sind wir fündig geworden.“ Er lobte den Vehlefanzer Firmenchef, der vor zehn Jahren angefangen hat, sich in seinem kleinen Friseurladen etwas aufzubauen und später selbst etwas ganz Neues zu erschaffen. „Man sagt, unter den Friseuren ist es die drittbeste Adresse“, so Andres Irmisch weiter, ohne dass er erwähnte, wer denn die erst- und zweitbeste Adresse sei.

Glückwunschblumen und die Urkunde. Quelle: Robert Tiesler

Auf welchem Rang auch immer – das Geschäft an der Lindenallee in Vehlefanz ist ein Hingucker, wie auch Oberkrämers Bauamtsleiter Dirk Eger am Dienstag sagte. Demnächst feiert Bartholomäus Raschke sein zehntes Firmenjubiläum. Der 37-Jährige, der heute mit seiner Lebensgefährtin direkt über dem Laden in Vehlefanz wohnt, lebte als Kind in Kremmen, zog dann nach Neu-Vehlefanz und später für den Job ins Nachbardorf.

1996 begann er seine Lehre. 2007 beschloss er, den Laden, in dem er arbeitete, von der damaligen Besitzerin zu übernehmen. „Ich hatte ja schon viele Stammkunden“, erinnert er sich. „Und ich merkte schnell, dass der Laden zu klein ist.“ An der Lindenallee, auf einem Hügel, entstand bis Ende 2014 das neue Geschäft.

Jetzt betreibt Raschke auf rund 180 Quadratmetern einen Beautytempel, wie er es selbst nennt. Denn wer zu ihm und seinen 13 Mitarbeitern kommt, kann sich die Haare schneiden lassen – aber nicht nur das. Es gibt in dem Geschäft auch die Möglichkeit von Massagen, ein Nagelstudio und auch kosmetische Einrichtungen.

Shiatsu-Massage während der Haarwäsche – möglich in Vehlefanz. Quelle: Robert Tiesler

Ob er nach der Nominierung in Oberhavel wirklich den Mittelstandspreis bekommt, steht erst im November fest. Uwe Feiler, der für die CDU und Oberhavel im Bundestag sitzt und der MIT-Landesvorsitzende ist, sagte am Dienstag, dass dieser Preis eine besondere Ehre sei, und er deutete an, für seinen hiesigen Kandidaten demnächst ein wenig Lobbyarbeit in Sachen Preisverleihung machen zu wollen.

Feiler wies in Vehlefanz aber auch auf die schwierige Lage des Handwerks hin. Es müsse in der Gesellschaft eine besondere Wertschätzung erfahren. „Wir haben eine Überakademisierung“, sagte er, es gebe ein Problem bei der Gewinnung von Nachwuchs.

Bartholomäus Raschke kennt das aus eigener Erfahrung. Er hat zwar gerade einen Azubi, der kurz vor dem dritten Lehrjahr steht – aber eben nur den einen. Im Salon sind eigentlich drei Azubi-Stellen frei.

Jetzt aber wird in Vehlefanz erst mal gefeiert – die Nominierung des Mittelstandsvereins und im Juni das zehnte Firmenjubiläum.

Von Robert Tiesler

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