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Oberhavel Bassklänge für Lena, Cro und Ray
Lokales Oberhavel Bassklänge für Lena, Cro und Ray
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00:20 13.11.2017
Johann Seifert im Konzert mit dem US-amerikanischen Jazzmusiker Christian Scott (l.). Quelle: Marko Vucic/mv@luftschloss.film
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Hohen Neuendorf/Berlin

Solange er zurückdenken kann, ist seine Kindheit mit Hohen Neuendorf verbunden, sagt Johann Seifert. Das liegt nicht nur daran, dass sein Opa Günter Siebert von 1990 bis 1992 hier Bürgermeister war und seine Eltern so gut wie jede freie Minute auf dem Wochenendgrundstück in der Osramsiedlung verbrachten. Von seinem elften bis zum 19. Lebensjahr wohnte der erfolgreiche Bassgitarrist, Komponist und Musikproduzent auch in dem Ort. Sogar seinen Zivildienst absolvierte der 30-Jährige in der Kita „Zauberstein“ in der Niederheide (2005/2006). Mindestens einmal pro Woche musizierte er dort auch mit den Kindern.

Die Bühnen sind größer geworden. Inzwischen hat Johann Seifert mit populären Musikern wie Cro, Lena Meyer-Landrut, Rea Garvey und Helmut Zerlett zusammengearbeitet. Er ist für diverse Theater tätig gewesen und hat seit 2012 einen Lehrauftrag an der Musikhochschule Mannheim – für digitales Sounddesign. Beim jüngsten Projekt hat er mit der Berliner Sängerin und Songwriterin Louka an deren erster Platte gearbeitet (Four Music).

Johann Seifert auf der Bühne mit Louka. Quelle: Sophie Krische

Dass er mit prominenten Künstlern auf der Bühne steht, sei natürlich wichtig für ihn, sagt der sympathische Musiker. Mehr als die Hälfte seiner Arbeit finde aber zwischen verborgenen Studiowänden bei der Produktion statt – oder indem er Songs schreibt. „Für mich hat es immer diese Brücke zwischen den zwei Welten gegeben, live Musik zu machen, aber auch Musik zu erschaffen“, sagt Johann Seifert.

Angefangen hatte es in Berlin. Alles, was mit Musik zu tun hat, begann für Johann Seifert in der Hauptstadt: Schule, Bands, Probenraum, Musikschule. Als Sechsjähriger lernte er in Pankow Klavier. Doch die Lehrer merkten, dass ihn Klassik nicht so sehr interessiert. Als Zehnjähriger spielte er zusätzlich Bassgitarre in seiner ersten Band, der Jazz-Combo der Musikschule. Am Tegeler Humboldt-Gymnasium wirkte er ebenfalls in einer Formation mit, die auch bekannte Rock-Titel nachspielte. Mit einem anderen Mitglied, inzwischen ebenfalls Profimusiker, macht er ab und zu immer noch Musik. „Ich habe fast meine gesamte außerschulische Zeit mit Musik verbracht“, bilanziert Johann Seifert. Zu Hause hatte er sich sogar ein Studio eingerichtet, um Titel aufzunehmen. Kein Wunder eigentlich, wenn auch beide Eltern viel Musik hörten und beide ein Instrument spielen. Selbst in Phasen, in denen andere Sachen wichtig wurden, blieb Johann der Musik treu. Da habe ihm die Band geholfen, „die anderen ziehen dich mit“. Dieses soziale Gefüge sei ihm sehr wichtig: „Ich liebe das.“

Konzert in Neu-Ulm: Johann Seifert steht hinter Cro. Quelle: Saeed Kakavand

Ein eher unscheinbarer Anlass sollte sich nach dem Studium an der Musikhochschule Mannheim (2006 bis 2011) und an der Popakademie Baden-Württemberg (2008 bis 2013) als wichtige Weichenstellung für die künftige Arbeit erweisen: Bei einer Studio-Session lernte Seifert 2015 den Schlagzeuger von Cro kennen. Bei dessen MTV-Unplugged-Album und den Konzerten war er schon dabei. Sein Credo lautet nicht umsonst: „Bei jedem kleinen Konzert kann einer dabei sein, der fünf Jahre später eine wichtige Person wird.“ Sein Erfolgsrezept basiert auf der Erkenntnis, „dass man immer für sich selbst verantwortlich ist“.

Seinen familiären Lebensmittelpunkt sieht Johann Seifert weiter in Hohen Neuendorf. Viele Feiertage würden gemeinsam begangen. Ohnehin habe sich die Stadt zu einem lebenswerten Ort entwickelt, sagt er. Und nachdem mit dem künstlerischen Erfolg der vergangenen Jahre die Basis dafür geschaffen ist, denkt er inzwischen an eine eigene Familie. Im nächsten Jahr will er seine langjährige Freundin heiraten. Und auch bei Beziehungsdingen kann Johann Seifert auf eine günstige familiäre Vorprägung vertrauen. Sein Opa feierte kürzlich eiserne Hochzeit (65 Jahre).

Bodenständig: Johann Seifert. Quelle: Sophie Krische

Von Helge Treichel

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