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Oberhavel Bauausschuss: Positives Signal für Gnadenhof
Lokales Oberhavel Bauausschuss: Positives Signal für Gnadenhof
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00:25 22.03.2019
Steven Giese vom Verein der Wildtierrettung in Wensickendorf. Quelle: Jeannette Hix
Oranienburg/Wensickendorf

Die Mitstreiter des Gnadenhofes in Wensickendorf können nun darauf hoffen, dass die Pflegestelle auch künftig auf dem jetzigen Areal betrieben werden kann. Die Mitglieder des Bauausschusses der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung entschieden sich am Dienstagabend in ihrer Sitzung einstimmig dafür, dass auch weiterhin Tiere in Not auf dem Grundstück gepflegt werden dürfen. Mit 10:0 Stimmen entschieden sie sich für die Fortsetzung der Arbeit der ehrenamtlichen arbeitenden Tierfreunde. Das Projekt war in der jüngeren Vergangenheit infrage gestellt worden, nachdem der Landkreis Oberhavel im Februar die Nutzung der baulichen Anlagen untersagt hatte und dem Betreiber eine sechsmonatige Frist setzte. Die Bauaufsicht begründete dies mit fehlenden Baugenehmigungen für die Gebäude auf dem Grundstück. Auf dem Grundstück lebten nach Angaben des Kreises bis zu 200 Tiere. Dem Verein wurde aber die Hand gereicht: Wenn der Verein die nötigen Anträge zur Wiederaufnahme eines Bauleitplanverfahrens stelle – er ist Voraussetzung für einen Bebauungsplan –, könne alles wieder ins Lot kommen.

Verein erleichtert: „Positives Signal in die richtige Richtung“

„Wir sind glücklich und zufrieden mit der Entscheidung der Mitglieder des Bauausschusses“, sagte Ruth Schnitzler, die im Vorstand des Vereins als Kassenwartin mitarbeitet. „Die Stadt hat aus meiner Sicht ein positives Signal in die richtige Richtung gesetzt – und das freut mich besonders.“ Der Verein war am Dienstagabend mit drei Vertretern zur Bauausschusssitzung gekommen, um sich die Diskussion und die Meinungsfindung der Abgeordneten in ihrer letzten Sitzung der Legislaturperiode anzuhören. Die große Debatte gab es nicht. Judith Brandt (SPD) lag es jedoch am Herzen, die Rolle der Stadtverwaltung hervorzuheben. „Ein Lob an die Stadtverwaltung. Sie hat bei der Ausarbeitung der Vorlage eine Supergeschwindigkeit an den Tag gelegt. Ich finde es sehr richtig, dass der Gnadenhof legalisiert wird.“

Rechtsbeistand: „Landkreis Oberhavel hat nicht richtig gelegen“

Stefanie Petersdorff von der Kanzlei Hartmann & Partner vertritt den Gnadenhof rechtlich. „Ich hatte nicht mit einer Diskussion gerechnet. Denn für mich liegt es auf der Hand, dass lediglich der Landkreis Oberhavel in dem Fall nicht richtig gelegen hat. Aus meiner Sicht steht die Stadt eindeutig hinter dem Gnadenhof.“ Für die Anwältin ist mit dem Beschluss im Bauausschuss ein weiterer Schritt getan. Aber es sei noch ein weiter Weg. „Es sind 14 Stufen, die wir gehen müssen, um am Ziel zu sein. Ich weiß es nicht ganz genau, aber ich denke, wir haben jetzt erst etwa ein Drittel der Wegstrecke geschafft.“

Von Stefan Blumberg

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