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Baukunst trifft Kultur

„Tag der Architektur“: Menzer Kita ist Vorzeigeobjekt Baukunst trifft Kultur

Wolfgang Grassl hat den Nerv der Brandenburgischen Architektenkammer getroffen: Die von ihm entworfene Kindertagesstätte in Menz gehört zu 42 Objekten in Brandenburg, die am „Tag der Architektur“ angeschaut werden können.

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Jan Koch (l.) und Peter Ehrlichmann.

Quelle: FOTO. PRIVAT

Menz. Wie lässt sich Architektur und Kultur verbinden? Ganz einfach: Indem Kultur vor, auf oder in einem besonders gestalteten Bauwerk stattfindet. In Menz wird das in gut einer Woche der Fall sein, wenn „Jan Koch und das alte Cello“ auf der Freilichtbühne ein Konzert geben wird. Jene Freilichtbühne gehört zur Kindertagesstätte „Henriettes Schneckenhäuschen“ in Menz, die vor zwei Jahren fertiggestellt wurde – entworfen vom Neulögower Architekten Wolfgang Grassl. Die Kita gehört landesweit zu den 42 Objekten, die von der Brandenburger Architektenkammer als besonders gelungen gelten und deshalb am Sonntag, 28. Juni, von 13 bis 18 Uhr beim „Tag der Architektur“ besichtigt werden können. Kammerpräsident Bernhard Schuster: „Der Tag gibt einen Einblick in die zeitgenössische Baukunst. Wir zeigen beispielhaft, woran Architekten arbeiten – vom Wohnraumwunder in einer Wandlitzer Holzkiste bis zum Moorsteg auf dem früheren Verlauf der Berliner Mauer in Glienicke.“

Die Kita in Menz steht seit zwei Jahren, auch die Freilichtbühne ist seitdem freigegeben. Wolfgang Grassl: „Es wäre schön, wenn die Bühne noch mehr in das Bewusstsein der Menzer gelangt und jeder weiß, dass sie auch genutzt werden kann.“ Wer davon Gebrauch machen will, könne sich an Frau Schröder vom Amt Gransee wenden. Wolfgang Grassl selbst tat dies und tritt am kommenden Freitag, 3. Juli, 20.30 Uhr, als Veranstalter eines Konzertes auf. An dem Abend werden Jan Koch und Peter Ehrlichmann einen Einblick in ihr musikalisches Können geben. „Seit 2010 machen wir gemeinsam Musik“, sagt Liedermacher Jan Koch, der genau wie sein Cello-Partner Peter Ehrlichmann in Menz wohnt. Sie kennen sich aus gemeinsamen Berliner Zeiten. Hören werden die Gäste am 3. Juli (unter ihnen ist Max Moor, der Filmaufnahmen für „Bauer sucht Kultur“ macht) deutschsprachige Musik – melancholisch, poetisch, bissig. „Peter veredelt die Musik.“ Erklingen wird ein Querschnitt von Liedern der bisher veröffentlichten CDs, aber auch Titel, die auf die im Herbst erscheinende CD zu finden sein werden und mit denen das Duo auf Tour gehen wird.

Das Heimspiel in Menz ist für beide etwas Besonderes. Peter Ehrlichmann: „Das ist aufregender als sonst, weil man die Menschen kennt. Allerdings konzentriert man sich irgendwann auf die Musik.“ Jan Koch (35) findet, dass es sich vor größerem Publikum leichter spielen lässt. „In Menz kennt man die Leute und will sicherlich noch besser gefallen. Das ist gar nicht so einfach.“ Die Rollenverteilung zwischen beiden ist klar; Jan Koch schreibt die Texte, spielt Gitarre, ist der Frontmann. Hobbymusiker Peter Ehrlichmann (44): „Ich mache mir über die Musik so lange Gedanken, bis sie gefällt.“

So lässt sich die Architektur und Kultur also ganz einfach verbinden. Wer sich das gesamte Gebäude der Kita in Menz doch  schon vorm Konzert ansehen möchte, kann dies gern am Sonntagnachmittag tun. Dort gibt es um 13, 15 und 17 Uhr Führungen.

Von Stefan Blumberg

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