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Oberhavel Bauland ist rar, aber zu haben
Lokales Oberhavel Bauland ist rar, aber zu haben
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17:40 26.09.2017
Die Stadtwaldsiedlung ist zu einer ersten Adresse für Einfamilienhäuser geworden. Quelle: FOTO: Uwe Halling
Gransee

„Wir sind vor zehn Jahren für notorische Optimisten gehalten worden.“ Das sagt Manfred Richter und erinnert sich dabei an die vorgetragene Idee, eine Wohnsiedlung am Stadtwald von Gransee zu planen. Die Stadtväter setzten das Vorhaben um, auch mit dem Wissen, dass sich manch einer fragte, wer da bauen solle. „Im Jahr 2009 verkauften wir die ersten drei Grundstücke“, zog Christian Tutsch bereits vor einigen  Monaten eine Bilanz zur Erfolgsgeschichte „Stadtwaldsiedlung“ im Stadtentwicklungsausschuss.  Peu à peu wurden weitere Grundstücke  an  den Mann gebracht. 2014 seien die Flächen bereits knapp geworden. Um das Areal maximal  zu  nutzen, folgte die restliche Erschließung, weitere Häuser entstanden. Heute ist die Stadtwaldsiedlung  sehr  gut gefüllt.

„Wo gibt es weitere Flächen für Wohnungsbau?“

„Die Entwicklung hat uns eingeholt, wir dachten, es reicht für 20 Jahre“, meinte Manfred Richter, in der Amtsverwaltung Gransee und Gemeinden der für Bauen und Planen zuständige Fachbereichsleiter. Die  Frage,  die  er schon längst aufwarf: „Wo gibt es weitere Flächen für Wohnungsbau?“ Darüber denken auch viele Ortsbeiräte – zum Beispiel in Kraatz, Rönnebeck, Meseberg oder Neuglobsow – nach. Der Tenor: „Wir bekommen regelmäßig Anfragen für Baugrundstücke, aber wir haben keine.“

Im Amt Gransee und Gemeinden wird sich seit einiger Zeit damit befasst, um den Nachfragen auch mittel- und langfristig gerecht zu werden. „Uns überrascht die Entwicklung nicht, selbst wenn die Prognosen anders aussehen“, so Manfred Richter. Die Vorhersagen zur Einwohnerentwicklung sagen der Nordregion Oberhavels nach wie vor einen Schwund voraus, obwohl die tatsächliche Zahl längst stagniere, eigentlich aber sogar nach oben drehte. „Da, wo wir kommunale Flächen haben – wie in Seilershof – bieten wir sie auch an“, sagt Manfred Richter. Es gebe noch einen Puffer im Amtsbereich, wozu auch Flächen von Privatleuten gehörten. Aber sie wollten nicht immer verkaufen. „Eine Warteschlange von Bewerbern haben wir allerdings nicht“, schildert Manfred Richter die momentane Situation. Bislang seien viele Wünsche von künftigen Bauherren erfüllt worden. „Aber wir müssen das Thema tatsächlich langfristig angehen“, so der Fachbereichsleiter. In Menz und Neuglobsow  sei  die Nachfrage am stärksten. Mit einer Klarstellungssatzung werden  für Menz Innenbereichsflächen aufgezeigt, in denen sich gegebenenfalls noch Baulücken ergeben. Christian Tutsch, in der Amtsverwaltung für Planung zu- ständig, sagt, dass vor einer Neuausweisung von Bauflächen generell erst einmal im Innenbereich geschaut werde, wo sich Lücken auftun. In fast jedem Ortsteil würde es Möglichkeiten geben, um langfristig Baugrundstücke zu entwickeln. Für jeden Ortsteil solle eine Perspektive aufgezeigt werden. „Wir denken da in langfristigen Zeiträumen“, informiert Manfred Richter. Wild drauflos gebaut werden könne jedoch nicht. Der Landesentwicklungsplan und darauf basierende Flächennutzungsplan des Amtes Gransee und Gemeinden setzen dem Ganzen Grenzen. Allerdings hat Gransee den Vorteil, dass die Stadt laut Landesentwicklungsplan Mittelzentrum in Funktionsteilung ist und demnach in der Neuausweisung von Siedlungsflächen – im Gegensatz zu Gemeinden – nicht beschränkt ist.

Es wird immer weitergeplant

Die nächsten Flächen, auf denen Einfamilienhäuser gebaut werden könnten, wären in der Stadtwaldsiedlung und im Meseberger Weg in Gransee. „Wir planen weiter, wollen künftig immer Grundstücke anbieten. Es ist eigentlich jetzt schon so, dass wir demjenigen, der zu uns kommt, ein Angebot machen können, auch wenn sicherlich nicht jeder spezielle Wunsch in Erfüllung geht“, sagt Manfred Richter. „Und Baulandflächen werden wir auch weiter ausweisen. Wir arbeiten dran.“

Von Stefan Blumberg

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