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Bayern entscheiden über Ziel-Kino

Hennigsdorf Bayern entscheiden über Ziel-Kino

Ob die Hennigsdorfer ihr Kino im Ziel-Center wiederbekommen, das wird voraussichtlich bis April in München entschieden. Dort sitzt mit der KGAL der neue Eigentümer des Centers. Die Bayern müssen darüber befinden, ob sich die Sanierung der Räume überhaupt lohnt. Ein Kinobetreiber indes steht schon in den Startlöchern.

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Der Berliner Gösta Oelstrom würde das Hennigsdorfer Kino gerne übernehmen.

Quelle: Foto: Claudia Krause

Hennigsdorf. Ende Januar hat sich Gösta Oelstrom durch die Räume des Kinos im Ziel-Center führen lassen. Die Säle sind allesamt leer, Sitze und Leinwände längst verschwunden. „Die nötigen Räume sind aber da, hier könnte ich ein Kino eröffnen.“ Im Juli 2017 hatte der Berliner Fernsehproduzent Interesse an dem Kino angemeldet, seitdem gab es mehrere Gespräche mit dem Ziel-Management über ein eventuelles Comeback des Kinos im Einkaufszentrum. Oelstrom wäre bereit.

Doch nun gibt es ein neues Problem. Seit Ende 2017 hat das Ziel-Center einen neuen Eigentümer. Von der niederländischen Firma GI Limited ging das Gebäude in den Besitz des Münchener Unternehmens KGAL über. Und die Bayern müssen nun erstmal prüfen, ob sich die Sanierung der Räume für einen späteren Kinobetrieb überhaupt lohnt. „Durch den Umbau des Centers hat sich das Brandschutzkonzept verändert, es müsste in den Räumen angepasst werden. Auch technische Leitungsführungen müssen überprüft werden“, erklärt Michael Ott, der neue Manager des Ziel-Centers. Bei der Sanierung stünden große Summen im Raum, bleibt Ott vage.

Das alte Kino steht seit Ende 2012 leer

Das alte Kino steht seit Ende 2012 leer.

Quelle: Marco Paetzel

Interessent Gösta Oelstrom will nun warten und hofft natürlich, dass die Räume für den Kinobetrieb hergerichtet werden. Nach ersten Plänen würde der Berliner zunächst einen Saal eröffnen, um das Kino dann nach und nach zu entwickeln. In dem Saal könnten ganz normale Blockbuster gespielt werden. Außerdem will Gösta Oelstrom in einem zweiten Saal ein Programmkino mit Independent-Filmen entwickeln, die jenseits des Mainstreams laufen und nicht unbedingt das Massenpublikum ansprechen.

Die Kinotechnik wäre extrem teuer

Etwas Vergleichbares gebe es in der Region noch nicht, sagt der Geschäftsmann. Außerdem plant er Lesungen, Comedy oder Konzerte. Die Künstler hat Oelstrom schon unter Vertrag. Schließlich hat er vor knapp drei Jahren auch ein leerstehendes Kino in Werder/Havel neu eröffnet, wo sie regelmäßig auf der Bühne stehen.

In zeitgemäße Kinotechnik müsste er kräftig investieren. Oelstrom geht davon aus, dass es dafür Gelder von der Filmförderungsanstalt (FFA) des Bundes geben könnte, die damit die Wiedereröffnung leerstehender Kinos unterstützt. Unterstützung erhält er auch viel aus der Hennigsdorfer Bevölkerung. Er habe schon viele wohlwollende Zuschriften bekommen, nachdem die MAZ über seine Pläne berichtet hatte. „Man merkt“, so Oelstrom, „dass die Hennigsdorfer ihr Kino zurückhaben wollen.“

Die Sitze wurden bei der Sanierung des Ziel-Centers entfernt und an Vereine verschenkt

Die Sitze wurden bei der Sanierung des Ziel-Centers entfernt und an Vereine verschenkt.

Quelle: Marco Paetzel

Von Marco Paetzel

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