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Bedenken, aber auch viel Hilfsbereitschaft

Fürstenberg: Informationen zur Unterbringungen von Flüchtlingen Bedenken, aber auch viel Hilfsbereitschaft

Der Landkreis informierte am Donnerstagabend in Fürstenberg über die Unterbringung von Asylbewerbern in der Havelstadt und ihren Ortsteilen. Rund 500 Einwohner waren der Einladung zum Meinungsaustausch in die Mehrzweckhalle gefolgt. Dort ging es dann ausgesprochen sachlich zu.

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Fürstenbergs Einwohner nutzten die Gelegenheit, Fragen zu den Modalitäten der Aufnahme von Asylbewerbern in der Region zu stellen.

Quelle: Uwe Halling

Fürstenberg. Zirka 500 Fürstenberger ließen sich am Donnerstagabend über die Unterbringung von Flüchtlingen in der Region informieren. Im Gegensatz zu einigen anderen derartigen Veranstaltungen im Landkreis verlief die Diskussion in der Mehrzweckhalle der Wasserstadt sachlich. „Wir haben uns überhaupt nicht in die Wolle gekriegt“, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Henryk Wichmann. Die Fürstenberger äußerten einerseits ihre Bedenken, andererseits wurde deutlich, dass viele den Flüchtlingen offen und hilfsbereit gegenüberstehen. Rechnen müssen die Fürstenberger und Einwohner aus den Ortsteilen damit, dass künftig etwa 200 Flüchtlinge untergebracht werden. Etwa 50 sind bereits in Zootzen, im Frühjahr wird der Standort aber wieder „vom Netz gehen“. Dafür wird dann das Gebäude der ehemaligen Forstverwaltung bezogen – mit bis zu 100 Flüchtlingen.

Es kamen pragmatischen Dinge zur Sprache. Zum Beispiel, wie die Flüchtlinge aus Zootzen zum Arzt kommen, wie sie warme Kleidung erhalten oder wie ihnen in sprachlichen Dingen geholfen werden kann. Sowohl Zootzen als auch das Gebäude der einstigen Forstverwaltung seien nicht geeignet, um die Asylbewerber zu integrieren. Sie lägen zu abseits.

Niemand wolle etwas schön reden, reagierte Landrat Ludger Weskamp (SPD) auf Kritik aus der Menge. „Keiner hat gesagt, dass es leicht wird. Es ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Wir können die Probleme aber nicht wegschieben, wir müssen sie lösen.“

Von Stefan Blumberg

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