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Bedenkliche Lage in Hennigsdorf

Beistand für Stahlwerker Bedenkliche Lage in Hennigsdorf

Der Hennigsdorfer Bürgermeister Andreas Schulz hat sich besorgt über die Kurzarbeit im Elektrostahlwerk geäußert. Gleichzeitig sicherte er den Stahlwerkern die Unterstützung der Stadt zu. Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) fordert von der EU, heimische Unternehmen vor dem Preisdumping auf dem Weltmarkt zu schützen.

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Hennigsdorfs Bürgermeister Andreas Schulz (SPD) kämpft für das Stahlwerk in seiner Stadt.

Quelle: Marco Paetzel

Hennigsdorf. In der krisengeschüttelten Marktsituation für die beiden Riva-Stahlstandorte in Brandenburg/Havel und Hennigsdorf unterstützt Brandenburgs Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber (SPD) den heimischen Stahlproduzenten. Darauf wies dessen Sprecherin Claudia Lippert vor dem Hintergrund hin, dass in beiden Werken seit Anfang des Monats Kurzarbeit läuft und die Produktion erheblich gedrosselt wurde. Hennigsdorfs Bürgermeister Andreas Schulz (SPD) äußerte sich besorgt über die Situation.

Er nannte die Kurzarbeit „bedauerlich und bedenklich“. Das Stahlwerk und Bombardier, das bis Ende 2017 in Hennigsdorf rund 270 Entlassungen angekündigt hatte, beschäftigten rund 3500 Arbeitnehmer in Hennigsdorf. „Das ist für Brandenburg schon eine Hausnummer“, so Andreas Schulz. Er hoffe, dass sich die Lage positiv entwickelt. „Wir gehen Seite an Seite mit dem Betriebsrat im Stahlwerk, um die Arbeitsplätze und die Kompetenzen in Hennigsdorf zu behalten“, sagte er. Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber hat nach Angaben seiner Sprecherin eine gemeinsame Erklärung der Stahlstandorte Ostdeutschlands initiiert, welche die Wirtschaftsministerien Brandenburgs, Sachsens und Thüringens, die Wirtschaftsvereinigung Stahl und die IG Metall unterschrieben haben. Darin sehen die Unterzeichner „mit großer Sorge den massiven Anstieg von Stahlimporten nach Europa zu Tiefstpreisen, vor allem aus dem fernöstlichen Raum“. Diese offensichtlich subventionierten Produkte, so heißt es weiter, behinderten den fairen Wettbewerb in der EU. Von der EU wird ein effektiver Handelsschutz gefordert.

Riva-Geschäftsführer Lorenzo Riva hatte der MAZ am Montag bestätigt, dass der wesentliche Grund für die aktuelle Kurzarbeit im Unternehmen der ruinöse internationale Wettbewerb sei. Staatlich subventionierte Unternehmen aus China, Weißrussland und anderen Ländern bieten Stahlprodukte nach seinen Worten zu Dumping-Preisen in Europa an. Das Brandenburger Elektrostahlwerk drosselt seine Stahlproduktion seit Anfang März um mehr als 30 Prozent, 600 der 713 Beschäftigten in Brandenburg sind sechs Monate lang von Kurzarbeit betroffen. In Hennigsdorf sind 173 der 632 Beschäftigten für zunächst vier Monate in Kurzarbeit gegangen. Die Produktion wird um bis zu 15 Prozent gedrosselt.

Von Jürgen Lauterbach

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