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Begehrte Wohnungen im Zentrum

Velten Begehrte Wohnungen im Zentrum

Über 80 Anfragen zu den in der Veltener Poststraße entstehenden seniorengerechten Wohnungen seien bisher bei der Prima Unternehmensgruppe aus Neuruppin eingegangen, berichtet Prima-Geschäftsführer Ronny Rohr. „Die Hälfte davon sind feste Reservierungen. So einen Ansturm auf Wohnungen habe ich noch nie erlebt. Und das, bevor überhaupt mit den Bauarbeiten begonnen wurde.“

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Beim Spatenstich (v. l.): Michael Kühne (Stadtwerke), Bürgermeisterin Ines Hübner sowie Ronny Rohr und Daniel Schirrmeister (Prima-Gruppe)

Quelle: Foto:UG

Velten. Über 80 Anfragen zu den in der Veltener Poststraße entstehenden seniorengerechten Wohnungen seien bisher bei der Prima Unternehmensgruppe aus Neuruppin eingegangen, berichtet Prima-Geschäftsführer Ronny Rohr. „Die Hälfte davon sind feste Reservierungen. So einen Ansturm auf Wohnungen habe ich noch nie erlebt. Und das, bevor überhaupt mit den Bauarbeiten begonnen wurde.“

Am gestrigen Freitag erfolgte auf dem ehemaligen Gelände des Krause-Marktes nun endlich der erste Spatenstich für die 77 Wohnungen und sieben Gewerbeeinheiten, die in vier Häusern bis Mitte 2018 entstehen sollen. Auch Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner legte mit Hand an. Für sie sei damit das Buch „ehemaliger Krausemarkt“ – 1994 als erstes Einkaufszentrum der Region entstanden – mit seinen vielen Kapiteln, zu denen auch Leerstand, Investorensuche, Übernahme durch die REG und Verkauf gehörten, nun endlich abgeschlossen. „Ich freue mich über den Ansturm an Wohnungsinteressierten, der zeigt, dass unsere Entscheidung richtig war.“

Als richtungsweisend bezeichnet die Bürgermeisterin das Bauprojekt, dass beweise, dass der Bedarf an mehrgeschossigen Häusern, und somit an Wohnungen in Velten groß sei. Hübner versprach, dass weitere Wohnungsbauprojekte folgen werden. Denn seit Jahren herrscht in der Stadt Vollvermietung. Auch keine der 600, von der Regionalentwicklungsgesellschaft (REG) in Velten verwalteten, Wohnungen seien verfügbar, bestätigt Michael Kühne, Geschäftsführer der Stadtwerke und auch ehemaliger Chef der REG.

Doch die neuen 77 Wohnungen, davon 71 Zweiraumwohnungen mit 53 bis 60 Quadratmetern Wohnfläche und sechs Dreiraumwohnungen mit 70 Quadratmetern, sind nicht preiswert. „Klein, aber fein“, brachte es Ronny Rohr auf den Punkt. Dafür bekämen die zukünftigen Mieter für eine geplante Kaltmiete von acht bis 9,50 Euro jedoch viel geboten, so Rohr: Komplette Barrierefreiheit, die von rollstuhlbreiten Türen, über Fahrstühle bis hin zu ebenerdigen Duschen in den Bädern reicht. Im Mietpreis sei pro Wohnung zudem ein Kellerersatzraum und ein Stellplatz direkt vor der Tür inklusive. Durch modernste Ausstattung, unter anderem Fußbodenheizung und elektrische Rollläden, würden sich auch die Nebenkosten in Grenzen halten, versprach der Fachmann. „Natürlich springt der eine oder andere Interessent wegen des Mietpreises ab“, gab Rohr zu. Doch die Nachfrage sei so groß, dass diese Rückzieher nicht ins Gewicht fallen würden.

Keinen Rückzieher bei ihrer Wohnungsreservierung wollen Ian und Maxi Severn machen. Das Paar bewohnt derzeit ein gemietetes Reihenhaus in Velten-Grün. „Mit 129 Quadratmetern wird es uns zu groß, langsam werden auch die Treppen lästig“, verrät der gebürtige Brite Ian Severn, der bei der BVG arbeitet und hofft, 2017 in Ruhestand gehen zu können. „Da kam die Werbung der Prima-Gruppe für die Wohnungen in der Poststraße, die uns ins Haus flatterte, wie gerufen“, so der Hobby-Blasmusiker. Das Ehepaar griff zu und reservierte sich eine Zweiraumwohnung mit Balkon im ersten Stock. „Wir freuen uns auf einen barrierefreien Lebensabend.“ Maxi Severn gefällt, dass die Wohnanlage mitten in Velten, direkt an der Bushaltestelle und nahe des Bahnhofs ist. Täglich verfolge er das Baugeschehen, erzählt ihr Mann Ian. Er freue sich, dass die Bagger nun zu arbeiten begannen.

Ergänzt wird das Wohnprojekt durch sieben Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss. „Das war der Wunsch der Stadt, ebenso wie die Stellplätze“, berichtete Ronny Rohr. Doch er beruhigte die zahlreich erschienenen Wohnungsinteressenten: „Es soll ruhendens Gewerbe, wie eine Tagespflege oder auch Ärzte, Büros sowie ein Café einziehen.“ So werde es keinen Krach geben, versprach der Geschäftsführer. „Noch sind Wohnungen frei, für die man sich melden kann.“

Von Ulrike Gawande

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