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Oberhavel Bei der Jugendfeuerwehr gibt’s auch Mädchen
Lokales Oberhavel Bei der Jugendfeuerwehr gibt’s auch Mädchen
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16:20 07.09.2016
Tony Sieg (hinten in Dunkelblau) mit vier seiner Mitglieder der Grüneberger Jugendfeuerwehr. Quelle: Robert Tiesler
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Grüneberg

Anfang Oktober ist Tony Sieg zehn Jahre dabei. Am 1. Oktober 2006 ist er in die Grüneberger Feuerwehr eingetreten. Aus einem zunächst ganz einfachen Grund: „Ganz früher in der Kita durften wir mal mit dem Feuerwehrauto mitfahren. Ich wollte immer wieder, aber jeder durfte nur einmal.“ Später, bei einem Sommerfest im Dorf, ist er dann angesprochen worden, ob er mitmachen will. Und er wollte.

Inzwischen ist der 19-Jährige in Grüneberg der Feuerwehr-Jugendwart. „Er erklärt uns viel“, sagt Emily (12). „ Er hat immer eine To-do-Liste, die wir abarbeiten.“ Acht- bis 15-Jährige dürfen bei der Jugendfeuerwehr mitmachen, und Tony macht es sichtlich Spaß, sie zu betreuen. Momentan sind sie 16 Leute, das ist ein ganz guter Wert, denn die Feuerwehr hat in vielen Orten Nachwuchssorgen. „Oft sind Handys, Videospiele und Freunde wichtiger“, sagt Tony Sieg. Aber es gebe heutzutage auch viele andere Freizeitbeschäftigungen. Mädchen gehen reiten, Jungs spielen Fußball, und dann natürlich noch die Schule. Die Feuerwehr konkurriert mit vielen Interessensgebieten. Dabei ist sie sehr wichtig, ohne die Feuerwehr geht gar nichts.

Mehr als Brände löschen

Natürlich geht es bei der Truppe nicht nur darum, Brände zu löschen, Havarien zu lösen oder bei Unfalleinsätzen zu helfen. „Letztlich sind wir hier ja auch alle befreundet“, sagt Tony Sieg. „Der Spaß geht irgendwie nie vorbei. Das ist schon Arbeit, aber eben anders, und alle halten zusammen. Die Kameradschaft hier wird gelebt.“

Und es sind nicht nur Männer. Zumindest zur Jugendfeuerwehr kommen auch einige Mädchen. „Viele denken ja, das ist nur was für Jungs“, sagt Tony. „Aber das ist nicht so.“ Emily und ihre Freundinnen wollen auf jeden Fall am Ball bleiben, denn sie kommen gern ins Depot. Irgendwann beginnt aber natürlich auch der Ernst des Lebens.

Erster Einsatz in Grüneberg

„Meinen ersten Einsatz hatte ich schon an dem Tag, als ich meinen Pieper bekommen hatte“, erinnert sich Tony Sieg. Ein Baum in Grüneberg war umgefallen, die Feuerwehr musste ausrücken. Seinen ersten großen Einsatz hatte er bei einem Dachstuhlbrand in Linde. „Da war von 4.30 bis 12.30 Uhr Einsatz.“ Er musste Schläuche ordnen und Atemschutzflaschen austauschen. „Das sind so die ersten Aufgaben, die man bekommt.“ Irgendwann stehe man dann auch ganz vorn an der „Löschfront“. Los geht alles, wenn die Leitstelle Alarm schlägt. „Das ist dann ein Anruf von einer Computerstimme“, sagt Tony. Die Einsatzalarmierung. Dann müsse er angeben, ob er in der Nähe ist und dazukommt. Ist er zu Hause, in Grüneberg, hat er es nicht weit. „Dann weiß ich schnell, was los ist.“

Wie neulich: ein Unfall. „Da geht einem erst mal ziemlich viel durch den Kopf.“ Es ist wichtig, nach schwierigen Einsätzen im Gespräch zu bleiben, um mögliche Katastrophen zu verarbeiten. So schlimme Fälle gab es aber lange nicht im Dorf.

Damit hat die Jugendwehr auch noch nichts zu tun. Tony möchte seinen Leuten erst mal Grundsätzliches beibringen und ihnen viel Spaß vermitteln. Wenn die Mitglieder der Feuerwehr 16 Jahre alt sind, dann können sie die Grundausbildung beginnen, mit 18 zu den Einsätzen mitfahren. „Jeder hat seinen Platz bei uns“, sagt Tony Sieg.

Von Robert Tiesler

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