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Bei der Wasserwacht die Sicherheit im Blick

Oranienburg Bei der Wasserwacht die Sicherheit im Blick

Niklas Zimmermann ist erst 17 Jahre alt, aber seit zwölf Jahren ist das Wasser seine ganz große Leidenschaft. Begonnen hat alles mit einem Schwimmlernkurs in der Oranienburger Turm-Erlebniscity. Doch der Steppke wollte weiterschwimmen und so kam er zur Wasserwacht.

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Niklas Zimmermann trainiert bei der Wasserwacht.

Quelle: Ulrike Gawande

Oranienburg. Niklas Zimmermann ist erst 17 Jahre alt, aber seit zwölf Jahren ist das Wasser seine ganz große Leidenschaft. Begonnen hat alles mit einem Schwimmlernkurs in der Oranienburger Turm-Erlebniscity. Doch der Steppke wollte weiterschwimmen und so kam er zur Wasserwacht.

Heute trainiert der angehende Abiturient des Oranienburger Runge-Gymnasiums bei der Wasserwacht: dienstags in der Oranienburger Turm-Erlebniscity und mittwochs im Hennigsdorfer Stadtbad. „Die erste Trainingseinheit helfe ich jeweils als Trainerassistent und danach trainiere ich selber“, erklärt der Schüler aus Teschendorf. Schließlich muss er trainiert sein, wenn am 29. April die Badesaison am Lehnitzsee beginnt. Denn Niklas Zimmermann ist es wichtig, nicht nur selber zu schwimmen, sondern seine Fähigkeiten auch helfend einzusetzen. Dabei darf er noch gar nicht alleine einen Einsatz am See betreuen, weil er noch nicht volljährig ist, sondern nur als Praktikant Erfahrungen sammeln. „Uns fehlt bei der Wasserwacht nicht der Nachwuchs, sondern volljährige Mitglieder, die mindestens einen Rettungsschwimmer in Silber besitzen und somit Einsätze übernehmen können.“

Der Rettungsschwimmer in Bronze, der einen Einsatz als Praktikant ermöglicht, kann mit 13 Jahren abgelegt werden. Die Prüfung umfasst neben theoretischen und schwimmpraktischen auch rettungsspezifische Bereiche wie Abschleppen und das Einschätzen von Gefahrensituationen sowie Tauchen und einen erweiterten Erste-Hilfe-Kurs.

Zusätzlich hat Zimmermann gerade eine Ausbildung als Sanitätshelfer absolviert, ist nun Teil der Sanitätsbereitschaft in Oranienburg. „Aus eigenem Interesse, damit ich besonders in Unfallsituationen noch besser helfen kann.“ Jeder sei in der Saison an zwei bis drei Wochenenden im Einsatz, erklärt der Schüler. Hinzukommen die Teilnahmen an besonderen Ereignissen wie der Kieler Woche, dem Helene-Beach-Festival oder dem Hafenfest in Hennigsdorf, wo man auf die Arbeit der Wasserwacht aufmerksam machen könne, so Zimmermann. Denn die Aufgaben der ehrenamtlichen Helfer gingen weit über das eigentliche Retten hinaus. Vor Einsätzen werden Scherben und Müll eingesammelt, Feuerstellen entfernt. „Bevor wir jemanden behandeln müssen, räumen wir den Müll lieber weg.“ Man werde eben präventiv tätig, erklärt Zimmermann, dessen jüngere Schwester ebenfalls bei der Wasserwacht tätig ist.

„Unsere Eltern haben uns immer unterstützt.“ Ein Einsatztag dauert am Lehnitzsee, dessen Badesaison bis zum 30. September geht, von 10 bis 18 Uhr. Das bedeutet acht Stunden vollste Konzentration und Aufmerksamkeit für die Sicherheit der Badenden. Bis jetzt, es ist seine dritte Saison am Lehnitzsee, habe er noch keinen schweren Unfall erlebt. „Meistens müssen wir nur Pflaster kleben, Kühlakkus verteilen oder Fragen beantworten. Aber wären wir nicht da, gäbe es kaum eine Chance zu helfen“, erklärt der 17-Jährige. der deshalb ein Problem damit hat, wenn besonders Eltern ihre kleinen Kinder unbeaufsichtigt im Wasser spielen lassen. Die seien leider oft beratungsresistent, hat Niklas Zimmermann schon die Erfahrung machen müssen. Ihm macht es trotzdem Spaß, sein Wissen weiterzugeben.

Von Ulrike Gawande

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