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Beim Willkommensfest zusammengerückt

Feier für Flüchtlinge in Kremmen Beim Willkommensfest zusammengerückt

In der Kremmener Schulsporthalle kamen am Sonntagnachmittag Geflüchtete und Kremmener zusammen, um gemeinsam ein großes Fest zu feiern. Nach einer Schweigeminute für die Opfer der Paris-Anschläge und für alle Opfer der Bürgerkriege wurde gesungen, getanzt, gesprochen und gegessen.

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Es war ein echtes Fest der Begegnung, das am Sonntagnachmittag in Kremmen stattfand.

Quelle: Helga Müller-Schwartz

Kremmen. Ein „Fest der Begegnung“ hat Petra Kleinke aus Groß-Ziethen für die Flüchtlinge in Kremmen organisiert. Die Musiktherapeutin und ihr Ehemann, der Filmmusikproduzent Jan Rase, beteiligen sich seit drei Wochen aktiv an der Willkommensinitiative „Helfen mit Plan“, die am 14. Oktober auf Initiative von Bürgermeister Sasse und engagierte Kremmener Bürgern ins Leben gerufen wurde.

Die Groß-Ziethener Schlossherrin, Freifrau Edith von Thüngen, vermittelte den beiden die Patenschaft für ein syrisches Musikerehepaar. Lawa ist Sängerin und Bashar spielt bei diesem Fest die „Oud“, eine persische Laute. „Wir sind richtig Freunde geworden“, freut sich Petra Kleinke. „Beide werden jetzt bei uns einziehen.“

Spontanes Ständchen in der Sporthalle

Spontanes Ständchen in der Sporthalle.

Quelle: Helga Müller-Schwartz

Als Dolmetscher – Englisch-Arabisch – und als Musiker helfen sie, das Fest zu organisieren. In der Kremmener Flüchtlingsunterkunft leben derzeit 93 Menschen, darunter viele Kinder. Eine Karawane von Autos fährt an diesem verregneten Sonntagnachmittag laufend an der Turnhalle der Goetheschule vor. Mitglieder der Initiative holen die Gäste ab. Petra Kleinke begrüßt die Versammelten über Mikrofon. Teilweise sind bis zu 150 Personen in der Halle. Freunde, Nachbarn und Verwandte sind gekommen. Viele sind neugierig. Manche schauen etwas beklommen, andere gehen beherzt auf die Fremden zu, setzen sich zu ihnen, essen mit ihnen.

Mit der Willkommensinitiative zusammen haben die Asylbewerber Typisches aus ihrer Heimat gekocht und ein Büffet aufgebaut. Die Stadt Kremmen hat die Getränke und Lebensmittel finanziert und die Turnhalle der Goetheschule zur Verfügung gestellt. Diese Unterstützung sei außerordentlich, und Petra Kleinke bedankt sich herzlich, auch bei Bäcker Plentz für den Kuchen.

Patenschaften

Freifrau von Thüngen leitet die Gruppe Patenschaften und ruft dazu auf, eine Patenschaft zu übernehmen. Sie hat von fast 60 Flüchtlingen Profile angefertigt, aus denen die Interessen abgelesen werden können. Sie ist in Kontakt mit den beiden Flüchtlingssprechern der Unterkunft, Karam und Ihab und kennt daher schon viele der Bewohner.

Wer Absichten hat, eine Patenschaft zu übernehmen, möge sie unter  033055/22 43 42 kontaktieren.

Sie verkündet ein buntes Show- und Musikprogramm, ruft aber zuvor zu einer Schweigeminute für die Opfer der Pariser Anschläge und für alle Opfer der schrecklichen Bürgerkriege auf. Unter Anleitung von Lawa eröffnen Grundschüler das Programm mit einem Feuertanz zu arabischer Musik. Es folgen arabische und internationale Lieder und Tänze, begleitet von der Laute, von Flöten, Keyboard und Handtrommeln, die auch von den Kleinsten im Saal entdeckt und bearbeitet werden. Zwei junge kurdische Mädchen beginnen einen Tanz. Bald schließen sich andere Gäste aus dem Saal an: Kurden, Syrer, Perser, Pakistani, Afghanen schreiten im Kreis, auch Deutsche versuchen mitzuhalten, auch wenn sie den tänzerischen Rhythmus etwas durcheinander bringen. Dazwischen hüpften die Kinder. Es ist ein großes Freudenfest, bei dem sich Deutsche und Flüchtlinge einander annähern.

Von Helga Müller-Schwartz

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