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Beine zerquetscht: Radfahrer gerät unter Lkw

Schwerer Verkehrsunfall in Liebenwalde Beine zerquetscht: Radfahrer gerät unter Lkw

Ein 66 Jahre alter Radfahrer ist am Freitag in Liebenwalde (Oberhavel) von einem Lkw erfasst und dabei schwerst verletzt worden. Ihn zu bergen, gestaltete sich schwierig. Der Mann hatte aber noch Glück im Unglück: Die Feuerwehrfrau, die zuerst vor Ort war, ist Rettungssanitäterin.

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Der Radfahrer geriet unter den Lkw und zog sich schwere Verletzungen an den Beinen zu.

Quelle: Robert Roeske

Liebenwalde. Der 24-jährige Fahrer des polnischen Milchtankers kam aus Richtung Hammer und bog an der Hauptampelkreuzung rechts nach Zehdenick ab. Der Fahrer eines Kleintransporters, der hinter dem Milchtanker fuhr, konnte das Geschehen recht gut beobachten. Der Lkw hatte schon weit ausgeholt, um um die Ecke zu kommen. Der Radfahrer, der offenbar an der Ampel die Zehdenicker Straße überqueren wollte, sei wie im Zeitlupentempo auf den Lkw zugefahren. Der Radfahrer geriet unter den Lkw. Wie Liebenwaldes Stadtbrandmeister Uwe Deichmann berichtete, habe der Radfahrer besonders an den Beinen schwere Verletzungen davon getragen. „Aber der Mann lebt“, sagte Deichmann.

Der Mann sei in eine Klinik nach Berlin-Buch geflogen worden, berichtete Polizeipressesprecher Toralf Reinhardt. Die Verletzungen wären sehr schwer gewesen, beide Beine des Mannes seien zerquetscht worden und hätten stark geblutet, so Reinhardt.

Die Liebenwalder Feuerwehr war schnell vor Ort

Die Liebenwalder Feuerwehr war schnell vor Ort. Sie bekam noch Verstärkung aus Hammer.

Quelle: Robert Roeske

Die Bergung des Verletzten gestaltete sich äußerst schwierig. Der Mann habe zu dicht an der Vorderachse des Lkw gelegen, so dass die Feuerwehrleute nicht mit Hebkissen arbeiten konnten. „Wir mussten uns auf die Schnelle einen größeren Wagenheber besorgen“, sagte Uwe Deichmann. Damit wurde der Laster vorne angehoben und es gelang, den schwer verletzten Mann zu befreien. Das Fahrrad sei völlig demoliert gewesen.

Vielleicht war es das große Glück für den Rentner, dass die Erste am Unfallort eine Feuerwehrfrau aus Liebenwalde war. Sie arbeitet selbst als Rettungssanitäterin. „Sie hat sich sofort den Rettungskoffer gegriffen, den wir auf unserem Feuerwehrauto haben und konnte den Mann schnell versorgen“, schilderte der Stadtbrandmeister. Wenige Minuten später sei der Rettungswagen eingetroffen.

Auch für die Feuerwehrleute aus Liebenwalde war es nicht so einfach, an ihr Depot in der Ernst-Thälmann-Straße zu kommen, weil sich sehr schnell ein Stau gebildet hatte.. „Manche von uns haben ihr Auto an der Tankstelle stehen lassen und sind zum Depot gerannt“, erzählte Uwe Deichmann. Vorsichtshalber sei die Freiwillige Feuerwehr von Hammer noch alarmiert worden. 18 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Der polnische Lkw-Fahrer stand unter Schock. Deshalb wurde ein zweiter Rettungswagen angefordert.

Die Lkw, die bis zur Kreuzung vorgefahren waren, bildeten eine lange Schlange

Die Lkw, die bis zur Kreuzung vorgefahren waren, bildeten eine lange Schlange. Sie konnten nicht mehr wenden.

Quelle: Robert Roeske

Die Sperrung der Hauptkreuzung in Richtung Hammer und Zehdenick sorgte für lange Staus in der Stadt. Besonders Lkw konnten nicht mehr wenden. Es entstand eine Schlange, die sich in Richtung Neuholland bis hinter die Kirche zog.

Gegen 13 Uhr konnte die Kreuzung wieder freigegeben werden.

Es ist bereits der vierte schwere Unfall, der sich an der Kreuzung ereignet hat. Schon mehrere Todesopfer sind zu beklagen, darunter die Frau eines Feuerwehrmannes und eine Mutter, die mit ihrer Tochter in einen Unfall verwickelt war. Die Tochter überlebte.

Stadtbrandmeister Uwe Deichmann hat sich sofort nach dem Einsatz mit dem Revierpolizisten in Verbindung gesetzt. Es müsse eine Auswertung für diesen Unfallschwerpunkt geben.

Die Absperrgitter für die Fußgänger habe die Stadt schon verlängern lassen, sagte Bürgermeister Jörn Lehmann, der auch nicht versteht, warum es immer wieder zu solch tragischen Unfällen an der Kreuzung kommt.

Von Andrea Kathert

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