Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Benjamin Grimm zum
Lokales Oberhavel Benjamin Grimm zum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:49 15.07.2016
Benjamin Grimm (r.) gewann das „Armdrücken“ innerhalb der SPD gegen Harald Potempa. Gemeinsam mit Petra Hey (Mitte) bewarb sich Potempa zudem um einen Listenplatz. Beide bekamen das mehrheitliche Vertrauen der Delegierten. Quelle: Robert Roeske
Oberhavel

Benjamin Grimm ist im hiesigen Wahlkreis 58 der SPD-Direktkandidat zur Bundestagswahl 2017. Der 31-jährige promovierte Jurist aus Schönfließ setzte sich am Freitagabend in Oranienburg mit deutlicher Mehrheit der Delegiertenstimmen gegen Harald Potempa aus Falkensee durch. Der 52-jährige promovierte Historiker und Oberstleutnant der Bundeswehr erhielt lediglich 20 Stimmen, Grimm 73 Stimmen. Fünf der insgesamt 98 Delegierten aus den Ortsvereinen in Oberhavel und Havelland enthielten sich ihrer Stimme. Potempa und die 46-jährige Petra Hey aus Falkensee wurden im Anschluss als Listenkandidaten nominiert – er mit 53, sie mit 70 von 94 abgegebenen Stimmen. Über ihren jeweiligen Listenplatz wird am 22. Februar noch entschieden.

„Wir brauchen in Oberhavel und im Havelland einen Abgeordneten mit klar sozialdemokratischem Kompass“, hatte die Vize-Landesvorsitzende der SPD und Staatssekretärin Kathrin Lange vor der Abstimmung das Ziel für die Bundestagswahl in 14 Monaten vorgegeben. Mit Blick auf Flüchtlingskrise, Politikverdrossenheit, Rechtspopulisten und AfD rief sie die Genossen auf, die Sorgen der Menschen aufzugreifen: „Wir müssen den Leuten klar machen: Eure Schutzmacht ist die SPD.“ Sonntagsreden würden dafür jedoch nicht ausreichen: „Wir müssen es täglich beweisen in Bund, Land und Kommunen.“

Benjamin Grimm hatte sich den Delegierten in einer lockeren und persönlichen, aber verbindlichen Rede als junger Familienvater mit „ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn“ vorgestellt. Das sei schon in seinem ersten Zeugnis 1992 zu lesen gewesen. Er zeigte sich entschlossen, das bei der jüngsten Bundestagswahl an die CDU verlorenen Mandat im Wahlkreis zurückzuerobern – vor allem mit Gestaltungswillen. Sein zen­trales Thema: „soziale Ungleichheit“. Die Folgen dieser Schieflage seien „dramatisch“. Sie mache Menschen krank, vergeude Wachstumspotenzial und schade am Ende sogar der Demokratie, indem Unzufriedene einer Protestbewegung hinterherlaufen. Es stimme schon, dass jeder seines Glückes Schmied ist, sagte Grimm. „Aber wir als Sozialdemokraten müssen dafür sorgen, dass der Arm stark genug ist, den Hammer zu schwingen.“

Deutlich akademischer, personenbezogener und politisch weniger auf den Punkt gebracht die Ansprache von Harald Potempa. Er begründete, warum ein Bundestagsabgeordneter vier Dinge können muss: lesen, schreiben, sprechen und fragen. In allen Punkten habe er umfangreiche Erfahrungen, sogar auf internationalem Parkett, so der Falkenseer, der vor allem militärische Fragen im Blick hatte.

Petra Hey möchte im Bundestag als Betriebswirtin und Controlling-Mitarbeiterin eines internationalen Konzerns die Gruppe der Arbeitnehmer und versicherungspflichtig Beschäftigten stärken. Ihr Motto: „Arbeitsplätze schaffen und erhalten, Löhne erhöhen.“

Von Helge Treichel

Oberhavel Oberhavel: Polizeibericht vom 15. Juli 2016 - Feuerwehr holt Reichskriegsflagge vom Balkon

Eine Reichskriegsflagge aus der Zeit vor 1922 ist am Donnerstag mit Hilfe der Feuerwehr von einem Balkon in der Oranienburger Lehnitzstraße entfernt worden. Ein Zeuge hatte die Flagge entdeckt und die Polizei verständigt.

15.07.2016
Oberhavel Birkenwerder - Teure Toiletten

Kämmerin Marei Graichen stellte die aktuelle Kostenkalkulation für die Toiletten des Waldfriedhofs in Birkenwerder vor. Ergebnis: Die ursprünglich veranschlagten 24 000 Euro reichen bei weitem nicht aus. Allein das WC in der Kapelle wird Mehrkosten von mindestens 18 000 Euro verursachen.

18.07.2016

Die Gemeinde Birkenwerder muss am Clara-Zetkin-Haus für rund 80.000 Euro erst wenige Jahre alte Fenster und Türen austauschen lassen. Bei der Sanierung war die Denkmalbehörde nicht beteiligt worden. Anstelle der Holzfenster aus dem Jahre 1911/1912 waren Kunststoffelemente verbaut worden. Und die Akten zu dem Vorgang sind verschwunden.

15.07.2016