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Oberhavel Bereit für die Abkühlung
Lokales Oberhavel Bereit für die Abkühlung
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07:52 13.05.2014
Die Badesaison wird Donnerstag eröffnet. Quelle: Konrad Radon
Oranienburg

In Oranienburg hat die Stadt drei öffentliche Badestellen, die auch als solche deklariert sind. Die größte liegt am Lehnitzsee, am Ende der Rüdesheimer Straße. Direkt neben dem ehemaligen Eiscafé Dietrich, das nun schon seit einigen Jahren „Lu Bea“ heißt, erstreckt sich die weitläufige Grünanlage. Zum See direkt gibt es nur wenige schmale Zugänge. Noch sieht der Rasen etwas dürftig aus, eine unerlaubte Feuerstelle und hier und da ein wenig Abfall und leere Flaschen wirken noch nicht ganz so einladend. Dafür spenden die großen Bäume viel Schatten im Hochsommer. Auf der Liegewiese stehen etliche Bänke und Papierkörbe. Entlang der Mainzer Straße zieht sich ein Sportplatz, der öffentlich genutzt werden kann, mit Fußball-, Handball- und Volleyballfeld, mit Tischtennisplatte und Laufbahnen. Eingesäumt von einer schönen Hecke liegt ein Kinderspielplatz. Parkmöglichkeiten bieten sich entlang des Sportplatzes. Im „LuBea“ gibt es ein Imbiss-Angebot außer Haus. Das Freibad am Lehnitzsee ist eine EU-Badestelle, und das Gesundheitsamt des Landkreises attestiert dem Lehnitzsee in den letzten vier Jahren eine ausgezeichnete Wasserqualität. Die Sichttiefen lagen zwischen 0,6 und 1,1 Metern. Während der letzten vier Jahre sei keine Wasserblüte, verursacht durch Blaualgen, aufgetreten, so informiert das Gesundheitsamt, das seiner Zeit sogar schon voraus ist und unter das Info-Blatt schon eine Woche vorher „Stand 15.Mai 2014“ schrieb. Die Ergebnisse der diesjährigen Beprobungen liegen noch nicht vor.

Unterstand für die Rettungsschwimmer am Strand Lehnitzsee. Quelle: Andrea Kathert

Retter und Rettungsring vor Ort

Gestattete Badestellen: Davon gibt es drei: am Weißen Strand in Lehnitz, am Hafenrestaurant „Lu Bea“am Lehnitzsee auf Oranienburger Seite und am Grabowsee in Schmachtenhagen.

Geduldete Badestellen: der „Bolli“ in Lehnitz.

Verbotene Badestellen: Die „Liebesinsel“ und der Weiße Strand am Oder-Havel-Kanal.

Die Badsaison dauert vom 15. Mai bis zum 15. September.

Rettungsschwimmer: Die Wasserwacht ist nur an den beiden gestatteten Badestellen auf beiden Seiten des Lehnitzsees präsent. Und das an den Wochenenden zwischen 9 und 18 Uhr – abhängig vom Wetter.

Wasserqualität: Die regelmäßigen Kontrollen liegen in der Hand des Landkreises. Die Beprobung der Badegewässer durch das Gesundheitsamt hat am Montag, 5.Mai, begonnen. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor. Die Stadt kontrolliert lediglich die Sichttiefe, um Scherben und anderen gefährlichen Unrat im Wasser auszumachen und beseitigen zu lassen.

Toiletten: Mobile Klos gibt es am Weißen Strand in Lehnitz, am „Bolli“ und am Grabowsee. An der Badestelle am Hafenrestaurant „LuBea“ gibt es eine öffentlichen Toilette.

Feuerstellen: sind verboten. Vor allem am Weißen Strand in Lehnitz wird an den Wochenenden oft gefeiert. Hier wollen Stadt und Polizei mehr Präsenz zeigen.

Parken: Probleme gibt es vor allem am Grabowsee. Das Durchfahrtverbot wird oft ignoriert, Badegäste hüllen andere mit ihren Autos oder Motorrädern in Staubwolken, um bis ans Ufer zu fahren.

Hunde: Das Mitbringen von Tieren ist an den offiziellen Badestellen nicht erlaubt.

Musik: Es wird gebeten, die Lautstärke in Grenzen zu halten.

Begehungen durch Mitarbeiter des  Ordnungsamtes finden regelmäßig statt. Vor dem Saisonstart am 15. Mai werden noch die Rettungsringe aufgehängt, neue Bänke und Mülleimer aufgestellt und die Tafeln mit der Badeordnung erneuert. Die Außendienstmitarbeiter sind in Dienstkleidung – nicht in Badehose!

Eintritt: Wird nicht erhoben. Besucher der Badestellen im Tierpark Germendorf zahlen vier Euro für Erwachsene, 2,50 Euro für Besucher von sechs bis 16 Jahren.

Schräg gegenüber am Lehnitzer Ufer macht der Weiße Strand seinem Namen alle Ehre. Hier können die Badelustigen in der Tat im hellen Sand liegen. Die weitläufige, begraste Liegewiese wird beschattet durch große Bäume und ist bestückt mit einigen Bänken und Mülltonnen. Einen festen Imbiss gibt es nicht. Dafür liegt der große Parkplatz direkt an der Badestelle.

Am weißen Strand gibt es tatsächlich jede Menge hellen Sand. Quelle: Andrea Kathert

Wer sich am Grabow see ins kühle Nass stürzen möchte, sollte sich am besten aufs Fahrrad schwingen, den Radweg entlang des Oder-Havel-Kanals und kurz vor Malz die 2010 erbaute Grabo w seebrücke benutzen. Wer sich trotzdem für das Auto entscheidet und von Schmachtenhagen aus an den See fährt, muss sich auf 3,5 Kilometer übelste Asphaltpiste mit riesigen Wellen und Schlaglöchern einstellen. Mehr als 30km/h ist keinem Auto zuzumuten. Außerdem gibt es nur relativ wenige Parkplätze. Von dort dauert es nur noch einige Minuten Fußweg zu der kleinen, beschaulichen Badestelle, die außer einer Bank und fünf Mülltonnen nichts weiter zu bieten hat.

Am Grabowsee tragen die Bäume bunte Maschen. Quelle: Andrea Kathert

Mit Solarwärme vorgeheizt

Das Waldbad Falkensee bereits seit Anfang Mai geöffnet

Falkensee– Als erstes im Reigen öffnete in diesem Jahr am 3. Mai das Waldbad in Falkensee seine Tore. Dort laden das große Becken und das Erlebnisbad mit der Rutsche zum Abkühlen ein. Dirk Albrecht, Geschäftsführer der Waldbad GmbH hofft weiter auf gutes Wetter. „Ich denke, dass wir im Mai an der 20-Grad-Marke kratzen“, sagte er. Dies aber auch nur dank der Solaranlage auf dem Dach des Sanitärgebäudes. Die Sonne wärmt das Wasser vor, das durch die schwarzen, in vielen Windungen verlegten Schläuche fließt. Anschließend wird es ins Bassin geschickt.

Über eine Alurutsche geht es in das Hauptbecken. Quelle: Konrad Radon

Die gute Nachricht, die die Badegäste sicherlich zu schätzen wissen: Die Eintrittspreise sind die gleichen wie im Vorjahr. Erwachsene zahlen 3 Euro für die Tageskarte, Kinder bis 15 Jahre 1,50Euro. Kinder bis zwei Jahre haben freien Eintritt. Allerdings gibt es in dieser Saison eine Neuerung: Um gelegentlichen Duschorgien und dem damit verbundenen hohen Wasserverbrauch Einhalt zu gebieten, werden die Duschzeiten begrenzt beziehungsweise man muss jetzt dafür zahlen. „Jeder Badegast erhält zur Eintrittskarte eine Duschmarke automatisch dazu, mit der er drei Minuten duschen kann“, sagt Dirk Albrecht. Wer mehr duschen möchte, muss extra Wertmarken erwerben. Dazu wurden die Sanitäreinrichtungen im Vorfeld der Saison umgerüstet auf Münzautomaten.

Die Tierparkanlage in Germendorf, für die Eintritt zu zahlen ist, hat gleich vier Badestrände zu bieten. Die 100 Meter lange Hauptbadestelle am Strandhotel gab es schon zu DDR-Zeiten. Hier finden die Besucher eine Wasserrutsche, Umkleiden, Duschen, WCs und einen Imbiss während der Badesaison. Der lange Südstrand ist wegen seiner schattenspendenden Bäume besonders für Kinder geeignet. Die 80 Meter lange Badestelle am Saurierpark ist für Kleinstkinder gedacht. Und die Hundebadestelle am nördlichen See wurde für diese Saison extra neu hergerichtet und mit Trainingsgeräten für die Vierbeiner und Schutzhütten ausgestattet. „An all unseren Badestellen gibt es natürlich Spielgeräte“, sagt Tierparkchef Horst Eichholz. Seiner Ansicht nach seien Wasserqualität und Sichttiefe sehr gut. Das Baden erfolgt auf eigene Gefahr. „Rettungsschwimmer sind echt Mangelware geworden“, meint Eichholz.

Am Hotelstrand des Tierparkes in Germendorf ist alles für die Badesaison vorbereitet. Rettungsschwimmer gibt es keine. Quelle: Robert Roeske

Mit Platz für Sandburgen

Das Waldbad Zehdenick ist hergerichtet. Steganlage gesperrt.

Zehdenick– Im Eingangsbereich wurden noch Blümchen gepflanzt, die Liegewiese ist schon hergerichtet und, die Uferkante wird auch noch geglättet, bevor am 15.Mai im Zehdenicker Waldbad die Saison beginnt. „Wir sind startklar“, sagt der Vorsitzende des Waldbadvereins, Veit Müller, der zugleich Rettungsschwimmer ist und den Badebetrieb überwachen wird.

Die Freude über die gute Wasserqualität des Sees wird getrübt durch die Nachricht von der Sperrung der Steganlage. Die muss wegen Sicherheitsbedenken geschlossen bleiben. Der Sprung direkt ins Wasser ist nicht möglich. Für Abwechslung außerhalb des Schwimmbereichs sollen das Beachh volleyballfeld, eine Tischtennisplatte und der Buddelbereich für Sandburgen sorgen. Zudem steht neben Sonnenschirmen und Liegen auch ein Ruderboot zur Ausleihe bereit.

Gepflegte Anlage: das Zehdenicker Waldbad. Quelle: Uwe Halling

Der Waldbadverein hat sein Konzept auf Familien ausgerichtet, und fährt damit nach Einschätzung des Vorsitzenden sehr gut: „Die Besucherzahlen sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Die letzte Saison war die bislang beste“, so Müller. Pluspunkte der Badeanstalt seien der vor einigen Jahren modernisierte Sanitärbereich, der Kiosk mit Imbissangebot und die stabilen Eintrittspreise: Kinder zahlen 50Cent, Erwachsene einen Euro. „Wir möchten, dass der Besuch hier für Kinder und Jugendliche bezahlbar bleibt“, so Müller. cl

Von Heike Bergt und Andrea Kathert

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