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Oberhavel Bergeweise Salz auf Lager
Lokales Oberhavel Bergeweise Salz auf Lager
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00:17 31.10.2013
Quelle: dpa
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Havelland/Oberhavel

Der Landesbetrieb Straßenwesen in Potsdam, zu dem die Straßenmeisterei in Bredow gehört, hat aus dem Winter 2010 gelernt und Konsequenzen gezogen. "Soetwas wird es nicht mehr geben", hofft Rapp. Zwei Tage hätte das Salz noch gereicht, "dann hätten wir nicht mehr laugen können. Da standen mir die Schweißperlen auf der Stirn." Zum Glück änderte sich damals das Wetter, Streusalz wurde nicht mehr gebraucht.

Niemand weiß im Vorab, wie lange oder wie kalt der Winter tatsächlich wird. Auch die Wetterexperten tun sich mit langfristigen Prognosen schwer. Was 2010 dazu führte, dass fast alle Bundesländer Salz nachbestellen wollten, aber die Lieferanten nicht mehr nachkamen. Also nahm der Landesbetrieb Straßenwesen Potsdam Geld in die Hand, investierte in zwei riesige Silos mit einem Fassungsvermögen von je 240 Tonnen Salz. "So haben wir zu den 1.000 Tonnen in der Halle noch mal um knapp die Hälfte aufgestockt. Das müsste reichen", sagt Roland Rapp.

Auch was den Fuhrpark und die Winterdiensteinsatzkräfte betrifft, sei alles getan worden, um schnell auf Wetteränderungen reagieren zu können. Neben den eigenen fünf Fahrzeugen der Straßenmeisterei, die alle sowohl schieben als auch streuen können, gibt es mittlerweile Verträge mit drei Betrieben aus der Falkensee und Schönwalde-Glien, die in Spitzenzeiten mit Technik und Personal aushelfen. "Allein mit unseren Mitarbeitern würden wir in Schwierigkleiten kommen, wenn es beispielsweise zu Blitzeis kommt oder stundenlang durchgängig schneit", erklärte Roland Rapp. Deshalb sei die Lösung mit den Fremdfirmen in Ordnung.

Von Mitte Oktober bis Mitte April dauert die Wintersaison für die havelländische Straßenmeisterei. Sowohl für die Straßenwärter selbst auch die Schlosser, die die Autos und Maschinen warten, heißt das: Urlaubssperre. Sie alle arbeiten in einem besonderen Drei-Schichtsystem, das da lautet: Früh von 3 bis 12 Uhr, tagsüber von 12.30 bis 22 Uhr und dann eine Freischicht. Was aber natürlich nicht heißt, dass alle Kollegen schlafen gegen können, wenn es schneit oder friert. Notfalls holen wir die Leute aus der Freischicht. Daran sind alle gewöhnt", so Rapp.

Vorgabe für die Straßenmeisterei in Bredow ist: alle 92 Kilometer Bundes- und 160 Kilometer Landesstraßen im Osthavelland müssen innerhalb von zwei Stunden nach Schneefall geräumt sein. Dabei wird nach einer Prioritätenliste gearbeitet. Die stark befahrene B 5 hat Vorrang, genauso wie Brücken über Kanäle oder Waldstücke, zum Beispiel auf der B 273 bei Nauen, wo es sehr schnell glatt wird. Für einige Kommunen im Osthavelland erledigt die Straßenmeisterei gegen Bezahlung zudem den Winterdienst auf den Ortsdurchfahrten mit. Und wenn kein Schnee fällt und kein Glatteis droht, dann sind die Straßemeister nicht arbeitslos, wie Roland Rapp sagt: "Dann kümmern sie sich um den Baumbeschnitt oder reinigen die Straßenabflüsse."

•••Für den Winter gerüstet sind auch die Einsatzkräfte der Straßenmeisterei Nassenheide, die für den südlichen Oberhavelkreis zuständig ist. Am vergangenen Freitag nahm Straßenmeister Mathias Gorisch seine Leute zusammen - zur "Detaileinweisung". Also, die Schichtpläne durchsprechen, die Einsatzzeiten klären, die Dringlichkeitsstufen benennen. "Oberste Priorität hat bei uns die vierspurige B96neu, dann folgt die Bundesstraße 273", erläutert Gorisch. Die B273 durchzieht den Oberhavelsüden von West nach Ost - vom havelländischen Nauen kommend über Kremmen, Oranienburg, Schmachtenhagen, weiter nach Wandlitz im Barnim.

Auf insgesamt 270 Kilometern Bundes- und Landesstraßen führen im Bereich der Straßenmeisterei Nassenheide die Männer in Orange den Kampf gegen Schnee und Eis. Hinzu kommen 52 Kilometer Radwege. Auf denen allerdings vorrangig die Firmen Merkel und Mellenthin im Auftrag der Straßenmeisterei im Einsatz sind. Sie sind auch dafür zuständig, die Bushaltestellen an Bundes- und Landesstraßen vom Schnee zu befreien. Seit vergangener Woche ist in Nassenheide die Fahrzeugflotte klargemacht für den Wintereinsatz. Drei Mercedes-Lkw, zwei Unimog und ein Multicar erhielten Schiebeschilde und Aufsätze für Salz und Lauge. In der Salzhalle liegt ein Vorrat von 1000 Tonnen.

25 Mitarbeiter der Straßenmeisterei sind in den Wintermonaten im Einsatz. Fünf von ihnen sind für ein halbes Jahr zur Verstärkung hinzugezogen worden. "Diesmal geht die Saison vom 15. Oktober bis 15. April", erklärt Mathias Gorisch. "Einen Monat länger als im vorigen Winter." Da hatte es noch bis in den April hinein Schnee und Eis gegeben. Doch die zusätzlichen Arbeitskräfte standen nicht mehr zur Verfügung. "Das soll uns diesmal nicht wieder passieren", versichert der Chef der Straßenmeisterei. Auch wenn jetzt noch Plusgrade herrschen, Däumchen drehen muss niemand. Alle Einsatzkräfte sind derzeit mit dem Strauchschnitt vollauf beschäftigt. "Entlang der Straßen sind wir derzeit dabei, das Lichtraumprofil freizuschneiden", sagt Mathias Gorisch.

Die große Preisfrage, wann die erste Schneeflocke vom Himmel kommt, kann allerdings auch der altgediente Straßenmeister nicht beantworten. Da hilft nur die genaue Beobachtung der Wetterprognosen. Gorisch und seine drei Schichtleiter haben die meteorologischen Voraussagen ständig im Blick.

Manchmal hilft kommt auch der "Sohlentest" zum Einsatz. "Dann muss man schonmal Mitternacht rausgehen, und überprüfen, ob die Straße glatt ist", sagt Mathias Gorisch. "Das große Chaos herrscht sowieso immer bei der ersten Glätte", ist seine Erfahrung. Danach haben sich die Verkehrsteilnehmer wieder an den Winter gewöhnt.

Von Jens Wegener und Ulrich Bergt

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