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Bergfelder kündigen rechtliche Schritte an

Anwohnerprotest gegen Sportanlage Bergfelder kündigen rechtliche Schritte an

Die Mitglieder der Bürgerinitiative Sportplatz Bergfelde wollen ihre Rechte nunmehr juristisch verfolgen lassen und auf die Teilnahme in den politischen Gremien verzichten. Das kündigten die Sprecher Bernd Manthey und Detlef Joost in einem Schreiben an den Bürgermeister und die Stadtverordneten an: „Zu lange und zu oft sind wir von Ihnen dort ignoriert worden.“

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Ein Entwurf von der in das zweigeschossige Gebäude integrierten Lärmschutzwand.

Quelle: Architekturbüro

Bergfelde.
Die Mitglieder der Bürgerinitiative Sportplatz Bergfelde wollen künftig davon Abstand nehmen, „uns an politisch Verantwortliche zu wenden und uns in politischen Gremien zu äußern“. Stattdessen „werden wir nunmehr unsere Rechte juristisch verfolgen lassen und zu gegebener Zeit die Möglichkeiten der rechtlichen Kontrolle Ihrer Planabsichten ausschöpfen“. Das kündigten die Sprecher Bernd Manthey und Detlef Joost in einem Schreiben an den Bürgermeister und die Stadtverordneten an. Ihre Erläuterung: „Zu lange und zu oft sind wir von Ihnen dort ignoriert worden.“

Hintergrund für diese Ankündigung bildet ein Beschluss in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung, laut dem die Entwurfsplanung für das Bauvorhaben Sportplatzanlage auf der Gemarkung Schönfließ auf Grundlage der Variante 2 weiter bearbeitet werden soll. Diese verfolgt das Ziel, eine gestalterische Lösung für das Thema „Lärmschutz“ zu entwickeln. Bedeutet: Der nördliche Teilbereich der geplanten Lärmschutzwand wird in die nördliche Fassade eines zweigeschossigen Funktionsgebäudes integriert. Dadurch werde die visuelle Abschottung der Sportanlage zum Stadtteil Bergfelde hin verhindert, ohne auf den notwendigen Lärmschutz verzichten zu müssen, heißt es in der Begründung. Die westliche Teilstrecke der begrünten Lärmschutzwand ist in die Westfassade des Gebäudes integriert und wird im Anschluss daran innerhalb der Freianlage fortgeführt. Durch die Komprimierung der Gebäudekubatur entstehe an der Ostfassade des Sportfunktionsgebäudes ein Aufenthaltsbereich.

Mit ihrem Votum für diese Variante hätten sich die Kommunalpolitiker „gegen den ausdrücklichen und mehrfach erklärten Willen der betroffenen Anwohner entschieden“, schreiben Manthey und Joost. Damit sähen sie die Anwohnerinteressen „aufs stärkste verletzt und die Gesprächsebene endgültig als gescheitert“ an und stellen fest: „Damit haben Sie endscheidend zu der allgemeinen Politikverdrossenheit der Bürger mit beigetragen.“ Für die mit den rechtlichen Schritten einhergehenden Einschränkungen, Umplanungen und zeitlichen Verzögerungen „werden sich die Sportler bei Ihnen persönlich bedanken dürfen“.

Die BI-Mitglieder hätten die Variantendiskussion und -entscheidung ohnehin für „unnötig“ gehalten. Die Nutzer der Anlage hätten ihren Sport auch entsprechend der bisherigen Planung hinter dem durch einen Wall geschützten eingeschossigen Sportfunktionsgebäude ausüben können.

Nach den Worten von Baufachbereichsleiter Michael Oleck ist es das Ziel, im Jahr 2016 die Planungen fertigzustellen und den Bauantrag einzureichen. Die notwendigen Erdarbeiten sollen 2017 erledigt werden. Mit dem Hochbau könnte die Baumaßnahme dann im Jahr 2018 abgeschlossen werden.

Von Helge Treichel

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